Die Schlangenquelle Nr. 15 (Hadí pramen č. 15) ist eine der jüngeren Karlsbader Mineralquellen und befindet sich direkt in der Parkkolonnade (Sadová kolonáda). Sie liegt in den Dvořák-Anlagen (Dvořákovy sady), etwas nördlicher als die großen Klassiker rund um Sprudelkolonnade, Marktkolonnade und Mühlbrunnkolonnade.
Besonders auffällig ist ihr Brunnen mit dem Schlangenmotiv. Die Quelle ist kühler als viele andere Karlsbader Quellen, enthält viel CO2 und wirkt beim Probieren dadurch frischer und spritziger. Wenn du die Karlsbader Quellen nicht nur schnell abhaken, sondern bewusst vergleichen möchtest, ist die Schlangenquelle ein interessanter Stopp.

Quelle in der Parkkolonnade
Die Schlangenquelle liegt direkt in der Parkkolonnade, einer filigranen gusseisernen Kolonnade in den Dvořák-Anlagen. Dieser Bereich wirkt etwas ruhiger und grüner als das Zentrum rund um Sprudel und Marktkolonnade.
Wenn du von der Sprudelkolonnade (Vřídelní kolonáda) kommst, gehst du entlang der Teplá über die Marktkolonnade (Tržní kolonáda), die Mühlbrunnkolonnade (Mlýnská kolonáda) und weiter Richtung Kurhaus III (Lázně III). Von dort ist es nicht mehr weit bis zur Parkkolonnade.
Die Lage macht die Schlangenquelle sehr gut erreichbar. Sie passt besonders gut zu einem Spaziergang, bei dem du mehrere Quellen nacheinander besuchst und dabei auch den nördlicheren Teil des Kurzentrums kennenlernst.
Jüngste öffentlich zugängliche Karlsbader Quelle
Die Schlangenquelle wurde erst im Jahr 2001 öffentlich gefasst. Damit unterscheidet sie sich deutlich von vielen anderen Karlsbader Quellen, deren Geschichte viel weiter zurückreicht.
Gerade das macht sie interessant. Sie liegt zwar in einem historischen Bauwerk, der Parkkolonnade, ist als öffentlich zugänglicher Quellpunkt aber vergleichsweise jung. Karlsbad ist also nicht nur eine Stadt alter Quellen und langer Traditionen, sondern auch ein Ort, an dem Quellen neu gefasst, geführt und in bestehende Anlagen eingebunden wurden.
Die Schlangenquelle zeigt diesen modernen Teil der Karlsbader Quellenlandschaft sehr anschaulich.
Auffälliger Brunnen mit Schlangenmotiv
Der Name der Quelle fällt sofort auf. Hadí pramen bedeutet Schlangenquelle. Der Brunnen ist entsprechend mit einem Schlangenmotiv gestaltet und dadurch leicht zu erkennen.
Die Namensherkunft wird mit Ringelnattern verbunden, die früher im Bereich hinter den Kolonnaden vorgekommen sein sollen. Dadurch bekommt die Quelle einen sehr eigenen Charakter. Während viele andere Quellen nach historischen Personen, Orten oder Bauwerken benannt sind, wirkt die Schlangenquelle fast ein wenig erzählerisch.
Für Besucher ist das ein schönes Detail. Wenn du mit Kindern unterwegs bist oder die Quellen fotografierst, bleibt die Schlangenquelle durch ihr Motiv besonders gut in Erinnerung.
Kühler und CO2-reicher als viele andere Quellen
Das Wasser der Schlangenquelle ist rund 29 °C warm. Damit ist sie deutlich kühler als viele klassische Karlsbader Thermalquellen, die oft weit über 50 °C erreichen.
Gleichzeitig ist sie besonders reich an CO2. Beim Probieren wirkt das Wasser dadurch frischer, lebendiger und etwas spritziger als das Wasser vieler heißerer Quellen. Wenn du mehrere Quellen im Kurzentrum vergleichst, fällt dieser Unterschied schnell auf.
Trotzdem gilt auch hier: Es handelt sich um mineralreiches Quellwasser und nicht um normales Trinkwasser. Für ein touristisches Probieren reichen kleine Schlucke völlig aus. Eine echte Trinkkur solltest du ärztlich abstimmen.
Nicht mit der Parkquelle verwechseln
Die Schlangenquelle wird leicht mit der Parkquelle Nr. 12 (Sadový pramen č. 12) verwechselt, weil beide im Bereich der Parkkolonnade und der Dvořák-Anlagen liegen.
Der Unterschied ist einfach: Die Schlangenquelle Nr. 15 befindet sich direkt in der Parkkolonnade. Die Parkquelle Nr. 12 gehört dagegen zum Bereich des Militärbadehauses (Vojenský lázeňský ústav) und liegt nicht direkt als Schlangenbrunnen in der Kolonnade.
Wenn du beide Quellen besuchst, bekommst du einen guten Eindruck davon, wie dicht die Karlsbader Quellorte beieinanderliegen und wie unterschiedlich sie trotzdem sind.
Ein kleiner, aber einprägsamer Quellpunkt
Die Schlangenquelle ist kein großes Spektakel wie der Sprudel (Vřídlo). Sie hat keine hohe Fontäne und keine monumentale Kolonnade für sich allein. Ihr Reiz liegt eher in der Mischung aus Lage, Gestaltung und Geschmack.
Die Parkkolonnade gibt ihr einen schönen architektonischen Rahmen. Der Schlangenbrunnen macht sie leicht erkennbar. Das kühlere, CO2-reiche Wasser sorgt dafür, dass sie sich beim Quellenvergleich deutlich von vielen anderen Karlsbader Quellen unterscheidet.
Gerade deshalb lohnt es sich, hier nicht nur vorbeizugehen, sondern kurz stehenzubleiben.
Für wen lohnt sich die Schlangenquelle?
Die Schlangenquelle lohnt sich besonders, wenn du die Parkkolonnade besuchst oder einen vollständigen Quellenrundgang durch Karlsbad machen möchtest. Für einen sehr kurzen Erstbesuch steht sie vielleicht nicht ganz oben auf der Liste, aber als Teil eines Spaziergangs ist sie sehr empfehlenswert.
Interessant ist sie für alle, die die Unterschiede zwischen den Karlsbader Quellen wahrnehmen möchten. Temperatur, Geschmack, Lage und Gestaltung unterscheiden sich hier deutlich von den Quellen in der Mühlbrunnkolonnade oder vom Sprudel.
Auch für einen ruhigen Spaziergang durch die Dvořák-Anlagen ist die Schlangenquelle ein schöner kleiner Stopp.
Gute Kombinationen in der Nähe
Die Schlangenquelle lässt sich sehr gut mit der Parkkolonnade (Sadová kolonáda), den Dvořák-Anlagen (Dvořákovy sady), dem Militärbadehaus (Vojenský lázeňský ústav), der Parkquelle Nr. 12 (Sadový pramen č. 12), dem Kurhaus III (Lázně III), der Kurbrücke (Lázeňský most), der Mühlbrunnkolonnade (Mlýnská kolonáda) und dem Hotel Thermal verbinden.
Eine schöne Route führt von der Sprudelkolonnade über die Marktkolonnade und Mühlbrunnkolonnade weiter Richtung Kurhaus III und Parkkolonnade. Dort kannst du die Schlangenquelle direkt in der Kolonnade probieren und anschließend die Parkquelle beim Militärbadehaus ergänzen.
So wird die Schlangenquelle zu einem kleinen, aber gut passenden Baustein eines Karlsbader Quellenrundgangs.
Kurzinfos
Name: Schlangenquelle Nr. 15
Tschechischer Name: Hadí pramen č. 15
Weitere Schreibweise: Pramen Hadí
Ort: Karlsbad (Karlovy Vary)
Lage: Parkkolonnade (Sadová kolonáda), Dvořák-Anlagen, linkes Ufer der Teplá
Art: Thermalmineralquelle / Trinkquelle
Nummer: 15. Karlsbader Mineralquelle
Erste öffentliche Fassung: 2001
Besonderheit: jüngste öffentlich zugänglich gemachte Karlsbader Quelle
Gestaltung: Brunnen mit Schlangenmotiv und Brunnenvase mit schlangenförmigen Henkeln
Namensherkunft: Ringelnattern, die früher im Bereich hinter den Kolonnaden vorkamen
Temperatur: rund 29 °C
Schüttung: je nach Angabe etwa 1,0 bis 1,8 Liter pro Minute
Charakter: kühler als viele andere Karlsbader Quellen, weniger heiß, aber sehr CO2-reich
Zugang: frei zugänglich in der Parkkolonnade; aktuelle Hinweise vor Ort beachten
Wichtig: mineralreiches Wasser nur langsam und in kleinen Mengen probieren; echte Trinkkur ärztlich abstimmen
Geeignet für: Quellenvergleich, Parkkolonnade, Dvořák-Anlagen, Fotostopp und kurzer Spaziergang im Kurzentrum
Nicht verwechseln mit: Parkquelle Nr. 12 (Sadový pramen č. 12), Parkkolonnade als Bauwerk oder den Quellen der Mühlbrunnkolonnade
Gut kombinierbar mit: Parkkolonnade, Dvořák-Anlagen, Militärbadehaus, Parkquelle, Kurhaus III, Kurbrücke, Mühlbrunnkolonnade und Hotel Thermal
Zeitbedarf: wenige Minuten, am besten als Teil eines Quellenrundgangs rund um Parkkolonnade und Dvořák-Anlagen









