Highlights

Tschechien begeistert mit einer außergewöhnlichen Vielfalt an Kultur, Geschichte und Natur. Zwischen prächtigen Schlössern, mittelalterlichen Städten, geheimnisvollen Burgen und atemberaubenden Landschaften bietet das Land unzählige Orte, die zum Entdecken einladen. Ob imposante Architektur, malerische Altstädte, traditionsreiche Kurorte oder stille Nationalparks – jede Region hat ihren eigenen Charakter und erzählt ein Stück europäischer Geschichte. Von Böhmen bis Mähren warten unvergessliche Erlebnisse auf dich, die Tschechien zu einem der spannendsten Reiseziele Mitteleuropas machen.


Top Sehenswürdigkeiten in Tschechien

Prag (Praha)

Die Hauptstadt Tschechiens zählt zu den beeindruckendsten Metropolen Europas und verbindet auf einzigartige Weise Geschichte, Architektur und lebendige Gegenwart. Prag liegt malerisch an der Moldau und wird von der Silhouette der Prager Burg dominiert, die hoch über der Stadt thront. Kaum ein anderer Ort vereint so viele Epochen auf engem Raum – Romanik, Gotik, Renaissance, Barock und Jugendstil prägen das Stadtbild und machen jeden Spaziergang zu einer Reise durch die Jahrhunderte.

Das Herz der Stadt bildet die Altstadt mit dem Altstädter Ring, dem historischen Rathaus und der weltberühmten Astronomischen Uhr. Nur wenige Schritte entfernt spannt sich die Karlsbrücke über die Moldau – gesäumt von barocken Heiligenfiguren und mit Blick auf die Türme der Kleinseite. Auf der gegenüberliegenden Flussseite erhebt sich die Prager Burg mit dem imposanten Veitsdom, der zu den bedeutendsten gotischen Kathedralen Mitteleuropas zählt.

Neben den historischen Wahrzeichen begeistert Prag auch durch seine Atmosphäre. Enge Gassen, kleine Cafés, traditionelle Bierstuben und moderne Designläden schaffen einen spannenden Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Abends spiegeln sich die beleuchteten Fassaden im Wasser der Moldau und verleihen der Stadt eine fast magische Stimmung.

Prag ist nicht nur politisches und kulturelles Zentrum des Landes, sondern auch ein Ort der Inspiration für Künstler, Schriftsteller und Reisende aus aller Welt. Wer Tschechien wirklich verstehen möchte, beginnt seine Entdeckung hier.


Krumau an der Moldau (Český Krumlov)

Die mittelalterliche Stadt Krumau an der Moldau in Südböhmen gilt als eines der schönsten Ziele des Landes. Das historische Zentrum liegt malerisch in einer Schleife der Moldau und steht vollständig unter UNESCO-Schutz. Das mächtige Schloss mit seinem charakteristischen Rundturm, enge Kopfsteinpflastergassen, alte Bürgerhäuser und die idyllische Uferpromenade verleihen Krumau ein märchenhaftes Flair. Besonders stimmungsvoll zeigt sich die Stadt am Abend, wenn die Fassaden warm beleuchtet werden und sich in der Moldau spiegeln.


Schloss Frauenberg (Zámek Hluboká nad Vltavou)

Das prachtvolle Schloss Hluboká liegt unweit von České Budějovice in Südböhmen und zählt zu den elegantesten Bauwerken Tschechiens. Ursprünglich eine gotische Burg, wurde es im 19. Jahrhundert im Stil des englischen Windsor Castle umgestaltet. Heute beeindruckt es mit weißen Fassaden, Türmen und kunstvoll verzierten Innenräumen voller Kristalllüster, Gobelins und Holzvertäfelungen. Der weitläufige Schlosspark mit alten Bäumen und gepflegten Wegen lädt zu Spaziergängen ein – besonders im Frühling, wenn die Anlage in voller Blüte steht.


Küttenberg (Kutná Hora)

Die historische Silberstadt Küttenberg in Mittelböhmen war im Mittelalter eine der reichsten Städte Europas. Ihr Wohlstand gründete auf den ergiebigen Silberminen, die zeitweise sogar die Prager Krone mitfinanzierten. Heute zählt die Stadt mit ihren prächtigen gotischen Bauwerken zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders eindrucksvoll ist die Kathedrale der Heiligen Barbara (Chrám svaté Barbory), ein Meisterwerk spätgotischer Architektur. Ebenso faszinierend ist das Beinhaus von Sedlec (Kostnice Sedlec), in dem die Gebeine von etwa 40.000 Menschen kunstvoll arrangiert sind – eine Mischung aus Geschichte, Kunst und stiller Ehrfurcht.


Karlsbad (Karlovy Vary)

Karlsbad ist der berühmteste Kurort Tschechiens und seit Jahrhunderten ein Symbol für Heilkunst und Eleganz. Die Stadt liegt malerisch im Tal der Teplá und ist bekannt für ihre heißen Thermalquellen, von denen Besucher an den Kolonnaden direkt trinken können. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Karlsbad zu einem mondänen Treffpunkt des europäischen Adels und der Künstlerelite – darunter Goethe, Beethoven und später auch Sigmund Freud. Heute begeistert der Ort mit prachtvollen Jugendstilbauten, gepflegten Parkanlagen, luxuriösen Kurhotels und dem traditionellen Karlsbader Becherovka-Likör, der hier seinen Ursprung hat.


Marienbad (Mariánské Lázně)

Marienbad ist einer der elegantesten Kurorte Europas und bekannt für seine Heilquellen, die schon seit dem 19. Jahrhundert Gäste aus aller Welt anziehen. Die Stadt liegt in einem grünen Talkessel des Kaiserwalds und besticht durch prachtvolle Kolonnaden, weitläufige Parks und architektonische Harmonie im Stil der Belle Époque. Schon Persönlichkeiten wie Kaiser Franz Josef I.Goethe und Mark Twain kamen hierher zur Erholung. Besonders sehenswert ist die gusseiserne Kurkolonnade mit ihrer singenden Fontäne, deren Musik- und Lichtspiele mehrmals täglich Besucher verzaubern.


Burg Elbogen (Hrad Loket)

Die Burg Elbogen thront majestätisch auf einem Granitfelsen über einer Schleife des Flusses Ohře und gehört zu den ältesten und eindrucksvollsten Burgen Westböhmens. Ihre Ursprünge reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als sie strategisch an der Handelsroute zwischen Prag und Bayern errichtet wurde. Heute begeistert Loket mit gut erhaltenen Mauern, einem historischen Museum und einer authentischen mittelalterlichen Atmosphäre. Besonders reizvoll ist der Blick von der Altstadtbrücke auf die imposante Silhouette der Burg – ein Motiv, das schon Johann Wolfgang von Goethe in seinen Aufenthalten inspirierte.


Burg Karlštejn (Hrad Karlštejn)

Die Burg Karlštejn liegt malerisch inmitten bewaldeter Hügel südwestlich von Prag und zählt zu den bedeutendsten gotischen Bauwerken Tschechiens. Sie wurde im 14. Jahrhundert von Kaiser Karl IV. gegründet, um die Reichskleinodien und heiligen Reliquien des Heiligen Römischen Reichs sicher aufzubewahren. Das eindrucksvolle Burgensemble mit seinen Türmen, Mauern und Kapellen ist bis heute hervorragend erhalten. Besonders sehenswert ist die Kapelle des Heiligen Kreuzes mit ihrer vergoldeten Ausstattung und den Gemälden von Meister Theoderich. Ein Spaziergang hinauf zur Burg bietet herrliche Ausblicke auf das Tal und die malerischen Dörfer der Umgebung.


Kulturlandschaft Eisgrub und Feldsberg (Lednicko-valtický areál)

Eisgrub und Feldsberg in Südmähren gilt als eine der schönsten Kulturlandschaften Europas und gehört zum UNESCO-Welterbe. Die Fürstenfamilie Liechtenstein schuf hier im 18. und 19. Jahrhundert ein einzigartiges Zusammenspiel aus prunkvollen Schlössern, Pavillons, Alleen, Teichen und englischen Landschaftsgärten. Besonders beeindruckend ist das neugotische Schloss Lednice mit seinen Türmen, filigranen Ornamenten und prachtvollen Sälen. Zwischen beiden Schlössern erstreckt sich ein weitläufiger Park mit romantischen Bauwerken wie der Minarett-Aussicht, dem Dianatempel und kleinen Bootskanälen – ein Paradies für Spaziergänge, Radtouren und Weinliebhaber.


Olmütz (Olomouc)

Olmütz, die historische Hauptstadt Mährens, zählt zu den schönsten und kulturreichsten Städten Tschechiens. Ihr Herzstück ist der weitläufige Obere Platz (Horní náměstí) mit der barocken Dreifaltigkeitssäule, die als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet ist. Prächtige Kirchen, Paläste und Springbrunnen prägen das Stadtbild und erinnern an die Zeit, als Olmütz Sitz des Erzbistums und kulturelles Zentrum der Habsburger war. Heute verbindet die Stadt ihre reiche Geschichte mit jungem Leben – dank ihrer großen Universität, zahlreicher Cafés, Festivals und eines charmanten, beinahe italienischen Stadtflairs.


Brünn (Brno)

Brünn ist die lebendige Hauptstadt Mährens und nach Prag die zweitgrößte Stadt Tschechiens. Sie vereint Geschichte, Architektur und modernes Stadtleben auf eindrucksvolle Weise. Hoch über der Stadt wacht die Festung Špilberk, während die Villa Tugendhat – ein Meisterwerk der modernen Architektur von Ludwig Mies van der Rohe – zum UNESCO-Welterbe gehört. In der Altstadt laden gemütliche Plätze, versteckte Innenhöfe und unzählige Cafés zum Verweilen ein. Brünn ist zudem bekannt für sein junges Publikum, spannende Kulturveranstaltungen, eine aufstrebende Gastronomieszene und ein pulsierendes Nachtleben, das der Stadt ihren dynamischen Charakter verleiht.


Mährischer Karst (Moravský Kras)

Der Mährische Karst nördlich von Brünn ist eines der faszinierendsten Naturgebiete Tschechiens. Über 1.000 Höhlen und Schluchten durchziehen das Kalksteinmassiv, von denen einige für Besucher zugänglich sind. Besonders bekannt ist die spektakuläre Macocha-Schlucht, die mit einer Tiefe von rund 138 Metern zu den größten ihrer Art in Europa zählt. Unterirdisch fließt der Fluss Punkva, auf dem du bei einer Bootsfahrt durch geheimnisvoll beleuchtete Tropfsteinhöhlen gleitest. Gut ausgebaute Wander- und Radwege führen durch Wälder, Täler und Naturreservate – ein Paradies für Entdecker und Naturliebhaber.


Nationalpark Böhmische Schweiz (Národní park České Švýcarsko)

Die Böhmische Schweiz im Norden Tschechiens ist ein wahres Naturjuwel mit bizarren Sandsteinfelsen, tiefen Schluchten und atemberaubenden Aussichten. Herzstück des Nationalparks ist das berühmte Pravčická brána, das größte natürliche Felsentor Europas und Symbol der Region. Wanderwege führen zu Aussichtspunkten wie dem Marienfels oder durch die mystische Edmundsklamm, wo Boote lautlos durch die enge Felsschlucht gleiten. Besonders im Morgennebel entfaltet die Landschaft ihre märchenhafte Stimmung – ein Paradies für Fotografen, Wanderer und alle, die unberührte Natur suchen.


Böhmisches Paradies (Český ráj)

Das Böhmische Paradies nordöstlich von Prag ist die älteste geschützte Landschaft Tschechiens und trägt seinen Namen völlig zu Recht. Die Region begeistert mit markanten Sandsteinfelsen, geheimnisvollen Schluchten, stillen Teichen und romantischen Burgruinen. Besonders bekannt sind die Prachovské skály, eine Felsenstadt aus steil aufragenden Türmen, durch die sich schmale Pfade und Aussichtspunkte schlängeln. Inmitten dieser märchenhaften Kulisse liegen Burgen wie Trosky und Kost, die das Landschaftsbild prägen. Das Böhmische Paradies ist ideal zum Wandern, Klettern oder einfach zum Innehalten und Genießen der stillen Schönheit der Natur.


Schloss Telč (Zámek Telč)

Das Schloss Telč gehört zu den schönsten Renaissance-Residenzen Mitteleuropas und bildet gemeinsam mit dem farbenfrohen Marktplatz das Herzstück der UNESCO-geschützten Altstadt. Es entstand im 16. Jahrhundert, als die mittelalterliche Burg in ein prächtiges Renaissanceschloss umgestaltet wurde. Besonders beeindruckend sind die reich verzierten Säle, kunstvollen Kassettendecken und der weitläufige Schlosspark. Rund um das Schloss reihen sich pastellfarbene Bürgerhäuser mit Bogengängen aneinander – ein harmonisches Ensemble, das Telč den Ruf eines der malerischsten Orte Tschechiens eingebracht hat.


Schloss Litomyšl (Zámek Litomyšl)

Das Schloss Litomyšl in Ostböhmen ist ein Meisterwerk der Renaissance-Architektur und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es wurde im 16. Jahrhundert für die Adelsfamilie Pernstein erbaut und besticht durch seine außergewöhnliche Sgraffito-Fassade, die mit über 8.000 kunstvoll gestalteten Ornamenten geschmückt ist. Im Inneren erwarten dich prachtvolle Säle, ein barockes Schlosstheater und historische Wohnräume, die Einblicke in das Leben des Adels geben. Umgeben wird das Schloss von einem gepflegten Park mit Blick über die Altstadt, in der jedes Jahr das internationale Musikfestival Smetanova Litomyšl stattfindet – zu Ehren des hier geborenen Komponisten Bedřich Smetana.


Burg Pernstein (Hrad Pernštejn)

Der Burg Pernstein im Süden Mährens gilt als eine der beeindruckendsten und besterhaltenen Burgen Tschechiens. Hoch über dem Tal der Nedvědička erhebt sich die mächtige Anlage mit ihren charakteristischen Türmen und Zinnen – ein Paradebeispiel mittelalterlicher Wehrarchitektur. Die Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde über die Jahrhunderte kontinuierlich erweitert, ohne ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren. Im Inneren beeindrucken dunkle Holzvertäfelungen, enge Gänge und steinerne Wendeltreppen, die das authentische Flair vergangener Zeiten bewahren. Durch ihre märchenhafte Erscheinung diente Pernštejn oft als Kulisse für Filme und historische Serien.


Schloss Konopiště (Zámek Konopiště)

Das Schloss Konopiště, rund 40 Kilometer südlich von Prag gelegen, ist eines der bekanntesten und geschichtsträchtigsten Schlösser Tschechiens. Es wurde im 13. Jahrhundert als gotische Festung errichtet und später zu einer prachtvollen Residenz umgebaut. Weltberühmt wurde Konopiště als Wohnsitz des österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand d’Este, dessen Ermordung 1914 den Ersten Weltkrieg auslöste. Besucher können heute seine prunkvollen Wohnräume, die beeindruckende Waffensammlung und den weitläufigen Schlosspark mit Rosengarten besichtigen. Besonders reizvoll ist ein Spaziergang rund um den Schlossteich, wo Pfauen frei durch die Anlage streifen.


Schloss Kroměříž (Zámek Kroměříž)

Das Schloss Kroměříž in Ostmähren gehört zu den prachtvollsten barocken Residenzen Tschechiens und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es wurde im 17. Jahrhundert als Sommerresidenz der Bischöfe von Olmütz erbaut und verbindet beeindruckende Architektur mit kunstvoll gestalteten Gartenanlagen. Besonders sehenswert sind die reich ausgestatteten Prunksäle, die historische Bibliothek und die berühmte Gemäldegalerie mit Werken von Tizian, Veronese und van Dyck. Hinter dem Schloss erstreckt sich der Blumengarten (Květná zahrada) – ein geometrisch angelegtes Gartenkunstwerk mit Pavillons, Brunnen und duftenden Blumenbeeten. Kroměříž gilt als Paradebeispiel barocker Pracht und bischöflicher Kultur in Mähren.


Nationalpark Böhmerwald (Národní park Šumava)

Der Nationalpark Böhmerwald liegt im Südwesten des Landes entlang der Grenze zu Deutschland und Österreich. Er ist Teil des weitläufigen Gebirgszugs, der sich mit dem Bayerischen Wald zum größten zusammenhängenden Waldgebiet Mitteleuropas verbindet. Charakteristisch sind dichte Fichtenwälder, klare Gletscherseen, Hochmoore und wilde Flussläufe. Besonders bekannt sind der Boubín-Urwald, der geheimnisvolle Schwarze See (Černé jezero) und das Tal der jungen Moldau. Šumava bietet das ganze Jahr über Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren oder Skilanglaufen – eine Region, in der Natur noch ihre ursprüngliche Kraft bewahrt hat.


Nationalpark Podyjí (Národní park Podyjí)

Der Nationalpark Podyjí  im Süden Mährens, direkt an der Grenze zu Österreich, ist der kleinste, aber einer der landschaftlich reizvollsten Nationalparks Tschechiens. Er schützt das wildromantische Tal der Thaya (Dyje), die sich tief in das Granitgestein eingeschnitten hat und in engen Schleifen durch unberührte Wälder fließt. Auf den Hängen wachsen seltene Pflanzen, und Weinberge wechseln sich mit Wiesen und Felsen ab – ein Paradies für Naturfreunde, Wanderer und Vogelbeobachter. Besonders lohnend ist der Aussichtspunkt Sealsfieldův kámen, von dem du einen weiten Blick über das Flusstal und die malerische Umgebung von Znojmo genießen kannst.


Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt (Adršpašsko-teplické skály)

Die Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt im Nordosten Tschechiens ist eines der spektakulärsten Naturwunder des Landes. Riesige Sandsteinformationen ragen hier wie steinerne Türme, Tore und Wände aus dem Boden und bilden ein Labyrinth aus Schluchten, Pfaden und Treppen. Besucher können auf gut ausgebauten Wegen zwischen den Felsen wandern, an glasklaren Seen verweilen oder die Aussicht von felsigen Plattformen genießen. Besonders eindrucksvoll sind die „Liebenden“ (Milenci) – zwei Felsen, die wie umarmte Figuren wirken – sowie der kleine Adršpacher See mit smaragdgrünem Wasser. Im Winter verwandelt sich die Landschaft in eine fast surreale Märchenwelt aus Eis und Stein.


Riesengebirge (Krkonoše)

Das Riesengebirge im Norden Tschechiens ist das höchste Gebirge des Landes und Teil des gleichnamigen Nationalparks Krkonošský národní park. Es beeindruckt mit schroffen Gipfeln, tiefen Tälern, klaren Bächen und dichten Bergwäldern. Wahrzeichen der Region ist die Schneekoppe (Sněžka) – mit 1.603 Metern der höchste Berg Tschechiens – von deren Gipfel du bei klarer Sicht bis nach Polen und Deutschland blickst. Beliebte Orte wie Špindlerův Mlýn und Pec pod Sněžkou bieten im Sommer ideale Ausgangspunkte für Wanderungen und im Winter hervorragende Skibedingungen. Das Riesengebirge vereint wilde Natur, Mythen um den Berggeist Rübezahl und echte Ruhe inmitten alpiner Schönheit.


Wittingau (Třeboň)

Wittingau liegt im Herzen Südböhmens und ist berühmt für seine jahrhundertealte Fischzuchttradition und die idyllische Teichlandschaft, die die Stadt umgibt. Bereits im 14. Jahrhundert legten die Mönche des Augustinerklosters ein ausgeklügeltes System von Teichen und Kanälen an, das heute unter Naturschutz steht. Besonders beeindruckend ist der weitläufige Rybník Svět (Weltteich), an dem Spazierwege und Aussichtspunkte vorbeiführen. Die historische Altstadt mit dem Schloss Třeboň, den alten Stadtmauern und den gemütlichen Gasthäusern lädt zum Verweilen ein. Třeboň ist außerdem ein traditionsreicher Kurort – ideal für Erholung, Radtouren und sanften Naturtourismus.


Znaim (Znojmo)

Znaim liegt malerisch auf einem Felsplateau über dem Flusstal der Thaya (Dyje) im Süden Mährens und ist eine der ältesten Städte Tschechiens. Die gut erhaltene Altstadt mit ihren engen Gassen, romanischen Kirchen und der imposanten St.-Nikolaus-Kirche erzählt von einer reichen Geschichte als königliche Grenzstadt. Unter der Erde verbirgt sich das berühmte Znaimer Untergrundlabyrinth, ein verzweigtes System historischer Gänge. Über der Stadt thront die Burgruine mit einem herrlichen Blick auf den Podyjí Nationalpark. Znaim ist außerdem Zentrum des südmährischen Weinbaus – in den umliegenden Kellern und Weindörfern lässt sich regionale Gastfreundschaft mit edlen Tropfen erleben.


Pilsen (Plzeň)

Pilsen ist die viertgrößte Stadt des Landes und die Geburtsstätte des weltberühmten Pilsner Biers. Hier wurde 1842 in der Brauerei Pilsner Urquell das erste untergärige Bier gebraut – ein Meilenstein der Braukunst, der bis heute Besucher aus aller Welt anzieht. Neben der traditionsreichen Braukultur bietet Pilsen eine sehenswerte Altstadt mit der gotischen St.-Bartholomäus-Kathedrale, deren Turm der höchste des Landes ist. Auch die Große Synagoge, die drittgrößte Europas, sowie zahlreiche Museen und Theater prägen das lebendige Kulturleben. Pilsen vereint Industriegeschichte, Jugendstilarchitektur und typisch böhmische Geselligkeit in einem charmanten Gesamtbild.


Schloss Orlík (Zámek Orlík nad Vltavou)

Das Schloss Orlík liegt malerisch auf einem Felsen über dem Moldaustausee und zählt zu den romantischsten Residenzen Tschechiens. Ursprünglich im 13. Jahrhundert als gotische Burg errichtet, wurde sie später in ein neugotisches Schloss umgebaut, das heute mit seinen Türmen, Zinnen und der hellen Fassade an ein Märchenschloss erinnert. Im Inneren erwarten dich reich ausgestattete Säle mit historischen Möbeln, Gemälden und Waffen – Relikte aus der Zeit, als Orlík im Besitz der Fürstenfamilie Schwarzenberg war. Vom Schlosspark aus bietet sich ein herrlicher Blick auf die Moldau, deren ruhige Wasserflächen das majestätische Anwesen spiegeln.


Zisterzienserkloster Hohenfurth (Cisterciácký klášter Vyšší Brod)

Das Zisterzienserkloster Hohenfurth im Süden Böhmens wurde 1259 gegründet und ist bis heute eines der bedeutendsten Klöster des Landes. Seine barocke Basilika, die prachtvolle Bibliothek und das gotische Kreuzgangensemble spiegeln Jahrhunderte spiritueller und kultureller Geschichte wider. Der nahe Moldauradweg macht das Kloster zudem zu einem idealen Ziel für Radreisende.


Berg Říp (Hora Říp)

Der 456 Meter hohe Berg Říp in Mittelböhmen gilt als mythischer Ursprungsort der tschechischen Nation. Der Legende nach bestieg der Urvater Čech diesen Hügel und erklärte das Land ringsum zu seiner neuen Heimat. Auf dem Gipfel steht die romanische Rotunde des heiligen Georg, eines der ältesten erhaltenen Bauwerke des Landes. Der Aufstieg ist kurz, aber symbolträchtig – ein Ort, der Geschichte und Nationalstolz vereint.


Burg Bouzov (Hrad Bouzov)

Die romantische Burg Bouzov in Mähren ist eine der schönsten Burgen Tschechiens und wirkt wie aus einem Märchen entsprungen. Mit ihren Türmen, Zugbrücken und Zinnen diente sie oft als Filmkulisse. Ursprünglich im 14. Jahrhundert erbaut, wurde sie im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil prachtvoll restauriert. Besonders sehenswert sind die Rittersäle, die Schlosskapelle und der malerische Burghof.


Burg Bezděz (Hrad Bezděz)

Hoch über dem Máchasee erhebt sich die imposante Burg Bezděz, eine der eindrucksvollsten gotischen Ruinen des Landes. Sie wurde im 13. Jahrhundert von König Přemysl Ottokar II. erbaut und galt lange als uneinnehmbar. Vom Aussichtsturm genießt du einen fantastischen Blick über Nordböhmen und die umliegenden Wälder – ein beliebtes Ziel für Wanderer und Geschichtsliebhaber.