Brünn (Brno) ist die größte Stadt Mährens und nach Prag die zweitgrößte Stadt Tschechiens. Die südmährische Metropole verbindet eine historische Altstadt mit mächtigen Festungsanlagen, moderner Architektur, unterirdischen Sehenswürdigkeiten und einer lebendigen Gastronomie- und Kulturszene. Viele wichtige Orte liegen nah beieinander und lassen sich bequem zu Fuß entdecken.

Sehenswürdigkeiten und historische Altstadt
Zu den bekanntesten Wahrzeichen gehören die Burg Spielberg (Hrad Špilberk) und die St.-Peter-und-Paul-Kathedrale auf dem Petrov. In der Altstadt erwarten dich außerdem der Freiheitsplatz, der Krautmarkt, das Alte Rathaus und zahlreiche Kirchen, Bürgerhäuser und historische Innenhöfe.
Architektur und Villa Tugendhat
Brünn ist eines der wichtigsten Ziele für moderne Architektur in Tschechien. Die zum UNESCO-Welterbe gehörende Villa Tugendhat gilt als Meisterwerk des Funktionalismus. Weitere bekannte Bauwerke sind die Villa Löw-Beer, die Villa Stiassni, die Villa Jurkovič und das Brünner Messegelände.
Brünner Unterwelt
Unter den Straßen der Innenstadt verbirgt sich ein weitläufiges Netz historischer Keller, Bunker und technischer Anlagen. Besonders sehenswert sind das Labyrinth unter dem Krautmarkt, das Beinhaus bei St. Jakob, der Atombunker 10-Z und die monumentalen Wasserspeicher am Gelben Berg.
Kultur, Wissenschaft und Stadtgeschichte
Brünn ist eng mit Gregor Johann Mendel und dem Komponisten Leoš Janáček verbunden. Museen, Theater, Konzerthäuser und wissenschaftliche Einrichtungen erzählen von der Geschichte der Stadt und ihrer Bedeutung als Universitäts-, Forschungs- und Kulturzentrum.
Essen, Trinken und Ausgehen
Die Innenstadt bietet traditionelle Gaststätten, moderne Restaurants, Kaffeehäuser, Weinbars und ein lebendiges Nachtleben. Durch die Lage in Südmähren spielen regionale Weine eine wichtige Rolle. Rund um den Jakobsplatz und den Freiheitsplatz findest du zahlreiche beliebte Lokale.
Natur und Ausflüge rund um Brünn
Die Brünner Talsperre, die Burg Veveří und die städtischen Parks bieten abwechslungsreiche Möglichkeiten für Erholung und Freizeit. Von Brünn erreichst du außerdem bekannte Ausflugsziele wie den Mährischen Karst, Nikolsburg (Mikulov), die Pollauer Berge (Pálava) und die Kulturlandschaft Lednice–Valtice.

Sehenswürdigkeiten & Highlights
- St. Peter und Paul-Kathedrale (Katedrála svatého Petra a Pavla)
- Burg Spielberg (Hrad Špilberk)
- Villa Tugendhat (Vila Tugendhat)
- Altstadt Brünn (Historické centrum Brna)
- Krautmarkt (Zelný trh)
- Brünner Untergrund – Labyrinth unter dem Zelný trh
- Ossarium St. Jakob (Kostnice u svatého Jakuba)
- Freiheitsplatz (Náměstí Svobody)
- Altes Rathaus (Stará radnice)
- Kapuzinergruft (Kapucínská hrobka)
- Atombunker 10-Z
Erlebnisse & Aktivitäten
- Top Aktivitäten in Brünn
- Aussichtspunkte in Brünn
- Brünn bei Nacht erleben
- Stadtführungen in Brünn
- Shopping in Brünn
- Brünner Messegelände (Brněnské výstaviště)
Essen, Trinken & Nightlife
Reiseplanung & Tipps
Natur, Freizeit und Ausflüge
- Brünner Talsperre (Brněnská přehrada)
- Burg Veveří (Hrad Veveří)
- Stadtpark Lužánky
- Wildgehege Holedná (Obora Holedná)
- Mährischer Karst (Moravský kras)
- Aqualand Moravia

Brünn entdecken: Lerne die Stadt kennen
Brünn (Brno) ist die größte Stadt Mährens und nach Prag die zweitgrößte Stadt Tschechiens. Die südmährische Metropole verbindet eine kompakte historische Altstadt mit mächtigen Festungsanlagen, moderner Architektur, geheimnisvollen unterirdischen Räumen und einer lebendigen Kultur- und Gastronomieszene. Zwischen traditionsreichen Kaffeehäusern, mährischen Weinstuben, Universitäten und ungewöhnlichen Sehenswürdigkeiten zeigt Brünn einen eigenständigen Charakter, der sich deutlich von anderen tschechischen Städten unterscheidet.
Das historische Zentrum lässt sich bequem zu Fuß erkunden. Über der Innenstadt erheben sich zwei markante Stadthügel: der Petrov mit der St.-Peter-und-Paul-Kathedrale und der Spielberg mit der gleichnamigen Burg. Dazwischen liegen zentrale Plätze, Kirchen, Märkte, Bürgerhäuser und Zugänge zur Brünner Unterwelt. Auch bekannte Bauwerke der Moderne wie die Villa Tugendhat befinden sich nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt.
Brünn ist nicht nur ein Ziel für klassische Städtereisen. Die Stadt eignet sich ebenso für Architekturfreunde, Kulturreisende, Genießer, Familien und Besucher, die ungewöhnliche Orte abseits der bekanntesten Reiserouten Tschechiens entdecken möchten.
Mährische Metropole mit langer Geschichte
Die erste schriftliche Erwähnung Brünns stammt aus dem Jahr 1091. Im Mittelalter entwickelte sich die Siedlung zu einem wichtigen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Zentrum Mährens. Im Jahr 1243 erhielt Brünn umfassende Stadtrechte und gewann zunehmend an Bedeutung.
Eine der bekanntesten historischen Episoden ereignete sich 1645 während des Dreißigjährigen Krieges. Damals widerstand Brünn einer Belagerung durch schwedische Truppen. Mit diesem Ereignis ist die Legende verbunden, dass der schwedische Heerführer den Rückzug angeordnet habe, falls die Stadt nicht bis zum Mittagsläuten erobert sei. Die Brünner sollen daraufhin bereits um elf Uhr die Glocken geläutet haben. Noch heute erklingen die Mittagsglocken der St.-Peter-und-Paul-Kathedrale deshalb um 11 Uhr.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Brünn zu einem bedeutenden Industriezentrum der Habsburgermonarchie. Besonders die Textilindustrie prägte das Stadtbild und brachte Brünn den Beinamen „mährisches Manchester“ ein. Fabriken, Maschinenbauunternehmen, Eisenbahnverbindungen und später das Messewesen machten die Stadt zu einem der wichtigsten Wirtschaftsstandorte der Region.
Heute ist Brünn eine moderne Universitäts-, Forschungs- und Messestadt. Zahlreiche Studenten, internationale Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und Kultureinrichtungen tragen zur jungen und weltoffenen Atmosphäre bei.
Die Burg Spielberg über der Stadt
Die Burg Spielberg (Hrad Špilberk) gehört zu den wichtigsten Wahrzeichen Brünns. Sie wurde im 13. Jahrhundert als königliche Burg errichtet und später zu einer mächtigen Festung ausgebaut. Aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage konnte sie weite Teile der Stadt und der umliegenden Landschaft kontrollieren.
Besonders bekannt wurde der Spielberg als Gefängnis der Habsburgermonarchie. In den dunklen Kasematten und Gefängnisräumen wurden politische Gefangene, Revolutionäre und andere Häftlinge festgehalten. Die Festung erhielt dadurch den Ruf eines der gefürchtetsten Gefängnisse Europas.
Heute beherbergt die Anlage das Museum der Stadt Brünn. Historische Ausstellungen vermitteln die Geschichte der Burg, der Stadt und des Gefängnisses. Besichtigt werden können unter anderem die Kasematten, ehemalige Haftbereiche, Festungsanlagen und Aussichtspunkte. Rund um die Burg erstreckt sich zudem ein weitläufiger Park, der sich für Spaziergänge eignet und immer wieder Ausblicke über Brünn bietet.
St.-Peter-und-Paul-Kathedrale auf dem Petrov
Die St.-Peter-und-Paul-Kathedrale (Katedrála svatého Petra a Pavla) steht auf dem Petrov-Hügel und prägt gemeinsam mit dem Spielberg die Silhouette Brünns. Ihre beiden neugotischen Türme sind bereits aus großer Entfernung sichtbar und gehören zu den bekanntesten Motiven der Stadt.
An der Stelle der heutigen Kathedrale befand sich vermutlich bereits im 11. oder 12. Jahrhundert eine romanische Kirche. Das Gotteshaus wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert und in unterschiedlichen Baustilen umgestaltet. Der Innenraum ist vor allem barock geprägt, während die hohen Türme erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihre heutige neugotische Form erhielten.
Von den Aussichtspunkten rund um die Kathedrale eröffnet sich ein weiter Blick über die Dächer der Altstadt. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis in die südmährische Landschaft. Die Kathedrale ist außerdem eng mit der Legende vom vorgezogenen Mittagsläuten verbunden.
Freiheitsplatz und das Herz der Innenstadt
Der Freiheitsplatz (Náměstí Svobody) bildet das lebendige Zentrum Brünns. Der langgestreckte Platz ist von historischen Bürgerhäusern, Geschäften, Restaurants und Cafés umgeben. Hier finden regelmäßig Märkte, Kulturveranstaltungen und saisonale Feste statt.
Besondere Aufmerksamkeit zieht die schwarze astronomische Uhr auf sich. Das moderne Kunstwerk erinnert in seiner Form eher an ein Projektil oder eine große Steinskulptur als an eine klassische Uhr. Jeden Tag um 11 Uhr wird aus dem Inneren eine Glaskugel freigegeben, die Besucher über mehrere Öffnungen auffangen können. Das Ereignis erinnert an die erfolgreiche Verteidigung Brünns gegen die Schweden.
Zu den auffälligen Gebäuden am Freiheitsplatz gehört das Haus zu den vier Riesen. An seiner Fassade tragen vier mächtige Figuren das Gebäude scheinbar auf ihren Schultern. Weitere historische Fassaden und kleine Durchgänge machen den Platz zu einem guten Ausgangspunkt für einen Rundgang durch die Innenstadt.
Krautmarkt, Parnassbrunnen und historische Keller
Der Krautmarkt (Zelný trh) ist einer der ältesten und atmosphärischsten Plätze Brünns. Seit Jahrhunderten werden hier Obst, Gemüse, Blumen und regionale Produkte verkauft. Der Markt vermittelt bis heute einen Eindruck vom traditionellen Alltagsleben in der Stadt.
Im Zentrum des Platzes steht der barocke Parnassbrunnen. Die reich verzierte Brunnenanlage zeigt mythologische Figuren, Tiere und felsartige Formen. Rund um den Platz befinden sich mehrere bedeutende Gebäude, darunter das Theater Reduta, das Dietrichstein-Palais und historische Bürgerhäuser.
Unter dem Krautmarkt erstreckt sich ein weitläufiges System mittelalterlicher Keller. Das Labyrinth unter dem Krautmarkt (Labyrint pod Zelným trhem) führt durch Räume, die früher zur Lagerung von Lebensmitteln, Wein und Bier genutzt wurden. Während einer Führung erfährst du mehr über den Handel, das Leben der Stadtbewohner und die Nutzung der unterirdischen Anlagen.
Altes Rathaus und Brünner Sagen
Das Alte Rathaus (Stará radnice) zählt zu den ältesten erhaltenen weltlichen Bauwerken Brünns. Sein markanter Turm bietet eine gute Aussicht auf die Altstadt. Besonders bekannt ist das spätgotische Eingangsportal mit seinem auffällig verbogenen mittleren Türmchen.
Mit dem schiefen Türmchen ist die Geschichte des Steinmetzen Anton Pilgram verbunden. Der Überlieferung nach soll er das Türmchen absichtlich verbogen haben, nachdem die Stadt seinen vereinbarten Lohn nicht vollständig bezahlt hatte.
Im Durchgang des Alten Rathauses hängen zwei weitere Wahrzeichen: der Brünner Drache und das Brünner Wagenrad. Beim sogenannten Drachen handelt es sich tatsächlich um ein ausgestopftes Krokodil. Der Legende nach soll ein gefährliches Ungeheuer einst die Bewohner der Stadt bedroht haben. Das große hölzerne Wagenrad erinnert dagegen an eine Wette, bei der ein Handwerker das Rad innerhalb eines Tages angefertigt und nach Brünn gebracht haben soll.
Diese Geschichten zeigen den humorvollen Umgang der Stadt mit ihren Legenden und gehören zu den beliebtesten Erzählungen Brünns.
Geheimnisse der Brünner Unterwelt
Brünn besitzt ein ungewöhnlich vielfältiges Netz zugänglicher unterirdischer Sehenswürdigkeiten. Neben dem Labyrinth unter dem Krautmarkt gehört das Beinhaus bei St. Jakob (Kostnice u svatého Jakuba) zu den eindrucksvollsten Orten.
Das Beinhaus befindet sich unter der St.-Jakobs-Kirche und enthält die sterblichen Überreste von mehreren Zehntausend Menschen. Es entstand im Zusammenhang mit dem früheren Friedhof rund um die Kirche. Heute werden die Gebeine in stillen, modern gestalteten Räumen präsentiert.
Eine ganz andere Epoche repräsentiert der Atombunker 10-Z. Die ursprünglich als Luftschutzanlage genutzten Räume wurden während der kommunistischen Zeit zu einem Schutzbunker für ausgewählte Vertreter der Stadtverwaltung ausgebaut. Erhaltene technische Anlagen, Schleusen, Kommunikationsräume und einfache Unterkünfte vermitteln einen Eindruck von den Bedrohungsszenarien des Kalten Krieges.
Zu den außergewöhnlichsten unterirdischen Bauwerken gehören die Wasserspeicher am Gelben Berg (Vodojemy Žlutý kopec). Die monumentalen Backstein- und Betonhallen erinnern an Kathedralen und dienten früher der Wasserversorgung Brünns. Durch ihre besondere Architektur zählen sie heute zu den faszinierendsten technischen Denkmälern der Stadt.
Villa Tugendhat und Brünner Funktionalismus
Die Villa Tugendhat ist das international bekannteste moderne Bauwerk Brünns. Sie wurde zwischen 1929 und 1930 nach Plänen des Architekten Ludwig Mies van der Rohe für das Ehepaar Greta und Fritz Tugendhat errichtet. Seit 2001 gehört die Villa zum UNESCO-Welterbe.
Das Gebäude gilt als Meisterwerk des Funktionalismus. Offene Räume, große Glasflächen, edle Materialien und eine enge Verbindung zwischen Innenraum und Garten waren zur Entstehungszeit außergewöhnlich modern. Zu den bekanntesten Elementen gehören die große Glasfront, die Onyxwand und die technisch innovative Konstruktion.
Aufgrund der großen Nachfrage sollten Besichtigungen frühzeitig reserviert werden. Auch der Garten und ausgewählte Bereiche der Villa können je nach Besuchsangebot zugänglich sein.
Brünn besitzt neben der Villa Tugendhat zahlreiche weitere bedeutende Bauwerke des 20. Jahrhunderts. Dazu gehören die Villa Löw-Beer, die Villa Stiassni, die Villa Jurkovič, das Hotel Avion, das Kaffeehaus ERA und mehrere funktionalistische Wohnhäuser. Architekturfreunde können in Brünn deshalb problemlos mehrere Tage verbringen.
Gregor Mendel und die Wissenschaftsstadt Brünn
Brünn ist eng mit Gregor Johann Mendel verbunden, der als Begründer der klassischen Genetik gilt. Der Augustinermönch führte im Klostergarten in Altbrünn seine berühmten Kreuzungsversuche mit Erbsenpflanzen durch. Aus seinen Beobachtungen leitete er grundlegende Regeln der Vererbung ab.
Das Mendel-Museum befindet sich auf dem Gelände des Augustinerklosters nahe dem Mendelplatz. Die Ausstellung widmet sich seinem Leben, seinen wissenschaftlichen Methoden und der Bedeutung seiner Entdeckungen. Auch der historische Klostergarten und das Umfeld seiner Forschungsarbeit lassen sich erkunden.
Die wissenschaftliche Tradition setzt sich bis heute fort. Brünn besitzt mehrere Universitäten, Forschungszentren, Technologieunternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen. Für Familien und neugierige Besucher bietet sich das VIDA!-Science-Center an, in dem naturwissenschaftliche und technische Phänomene anhand interaktiver Stationen vermittelt werden.
Leoš Janáček und die Musikstadt Brünn
Der Komponist Leoš Janáček verbrachte einen großen Teil seines Lebens in Brünn. Die Stadt spielte eine zentrale Rolle für seine musikalische Entwicklung und sein späteres Werk. Mehrere Orte erinnern an ihn, darunter seine ehemalige Wohnstätte, die heute als Janáček-Gedenkstätte zugänglich ist.
Auch das Brünner Musik- und Theaterleben ist eng mit seinem Namen verbunden. Das Janáček-Theater gehört zu den wichtigsten Bühnen der Stadt. Weitere bedeutende Kulturorte sind das Mahen-Theater, das Theater Reduta, die Philharmonie Brünn und das Vereinshaus.
Konzerte, Opern, Theateraufführungen und Festivals prägen den Veranstaltungskalender. Gleichzeitig besitzt Brünn eine lebendige alternative Kulturszene mit kleineren Bühnen, Clubs und unabhängigen Veranstaltungsorten.
Cafés, Kneipen und mährischer Wein
Brünn hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen als Genussstadt gemacht. In der Innenstadt findest du traditionelle tschechische Gaststätten, moderne Restaurants, kleine Bistros, Weinbars, Kaffeehäuser und Cocktailbars.
Besonders lebhaft ist das Umfeld des Jakobsplatzes. In den warmen Monaten treffen sich hier viele Bewohner und Besucher vor den umliegenden Lokalen. Die lockere Atmosphäre wird stark von den zahlreichen Studenten der Stadt geprägt.
Durch die Lage in Südmähren spielt Wein eine wichtige Rolle. In den Weinstuben und Restaurants werden häufig Weine aus den Anbaugebieten rund um Nikolsburg, Pálava, Znaim und Groß Pawlowitz angeboten. Neben bekannten Rebsorten kannst du regionale Weine und junge Jahrgangsweine probieren.
Auch die moderne Brünner Kaffeekultur gehört zum Stadtbild. Historische Bezüge zur Kaffeehaustradition verbinden sich mit kleinen Röstereien und zeitgemäßen Cafés.
Parks und grüne Seiten der Stadt
Trotz ihrer Größe besitzt Brünn zahlreiche Parks und Grünflächen. Rund um die Burg Spielberg erstreckt sich ein großzügiger Park mit Spazierwegen und Aussichtspunkten. Der Stadtpark Lužánky gilt als ältester öffentlich zugänglicher Stadtpark Tschechiens und ist ein beliebter Treffpunkt für Sport, Erholung und Freizeit.
Weitere Naturziele liegen außerhalb des unmittelbaren Zentrums. Das Wildgehege Holedná verbindet Waldwege mit Aussichtspunkten und Tierbeobachtungen. Auf dem Kuhberg befinden sich eine Sternwarte und ein Planetarium, die wissenschaftliche Programme und Beobachtungen des Nachthimmels anbieten.
Dank des gut ausgebauten öffentlichen Verkehrs erreichst du viele Parks, Wälder und Freizeitgebiete ohne Auto.
Brünner Talsperre und Burg Veveří
Die Brünner Talsperre (Brněnská přehrada) ist das wichtigste Naherholungsgebiet der Stadt. Der Stausee liegt nordwestlich des Zentrums und bietet Möglichkeiten zum Baden, Wandern, Radfahren und Wassersport.
Während der wärmeren Monate verkehren Ausflugsschiffe auf dem Stausee. Eine beliebte Strecke führt zur Burg Veveří (Hrad Veveří), die auf einem bewaldeten Felssporn über dem Wasser liegt. Die weitläufige Burganlage gehört zu den ältesten Burgen Mährens und kann mit einem Ausflug an die Talsperre verbunden werden.
In der Nähe des Stausees befindet sich außerdem der Brünner Zoo. Dadurch eignet sich das Gebiet auch für einen Tagesausflug mit Kindern.
Ausflüge in die Umgebung von Brünn
Brünn ist ein guter Ausgangspunkt für Entdeckungen in Südmähren. Eines der bekanntesten Naturziele ist der Mährische Karst (Moravský kras) nördlich der Stadt. Das Karstgebiet ist für seine Höhlen, Felsformationen und die tiefe Macocha-Schlucht bekannt.
Südlich von Brünn beginnt die südmährische Weinlandschaft. Besonders beliebt sind Nikolsburg (Mikulov), die Pollauer Berge (Pálava) und die Kulturlandschaft Lednice–Valtice. Weinorte, Schlösser, Radwege und Aussichtspunkte lassen sich zu unterschiedlichen Tagesausflügen kombinieren.
Ein weiteres sehenswertes Ziel ist die Burg Pernstein (Hrad Pernštejn), die zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Burganlagen Tschechiens gehört. Auch das Schlachtfeld von Austerlitz (Slavkov u Brna) liegt in der näheren Umgebung und erinnert an die berühmte Schlacht von 1805.
Wie viele Tage solltest du für Brünn einplanen?
Für einen ersten Besuch solltest du mindestens zwei volle Tage einplanen. In dieser Zeit kannst du die historische Innenstadt, den Spielberg, die Kathedrale, den Krautmarkt und eine der unterirdischen Sehenswürdigkeiten kennenlernen.
Drei Tage sind ideal, wenn du zusätzlich die Villa Tugendhat, das Mendel-Museum oder weitere Architekturdenkmäler besuchen möchtest. Bei einem längeren Aufenthalt bleibt außerdem Zeit für die Brünner Talsperre, die Burg Veveří oder einen Ausflug in den Mährischen Karst.
Brünn eignet sich sowohl für ein klassisches Wochenende als auch als Ausgangspunkt für eine längere Reise durch Südmähren.
Kurzinfos
- Deutscher Name: Brünn
- Tschechischer Name: Brno
- Region: Südmähren
- Historische Landschaft: Mähren
- Erste schriftliche Erwähnung: 1091
- Stadtrechte: 1243
- Bekannteste Wahrzeichen: Burg Spielberg und St.-Peter-und-Paul-Kathedrale
- UNESCO-Welterbe: Villa Tugendhat
- Besonderheiten: Funktionalistische Architektur, Brünner Unterwelt, Mendels Forschungsstätte und zahlreiche Stadtlegenden
- Empfohlene Aufenthaltsdauer: Zwei bis drei Tage
- Geeignet für: Städtereisende, Architekturfreunde, Kulturinteressierte, Genießer und Familien
- Wichtigstes Naherholungsgebiet: Brünner Talsperre
- Nahe Ausflugsziele: Mährischer Karst, Nikolsburg, Pálava, Lednice–Valtice und Burg Pernstein






