Nationalpark Böhmische Schweiz (Národní park České Švýcarsko)

Die Böhmische Schweiz (České Švýcarsko) gehört zu den beeindruckendsten Naturlandschaften Tschechiens. Sie liegt im Norden des Landes an der Grenze zu Sachsen und bildet zusammen mit der Sächsischen Schweiz das berühmte Elbsandsteingebirge. Charakteristisch sind die bizarren Sandsteinfelsen, tief eingeschnittenen Täler, uralten Wälder und mystischen Schluchten, die zu den schönsten Landschaften Mitteleuropas zählen.

Im Jahr 2000 wurde das Gebiet zum Nationalpark Böhmische Schweiz (Národní park České Švýcarsko) erklärt – der jüngste Nationalpark des Landes. Auf einer Fläche von rund 79 Quadratkilometern schützt er eine einzigartige Natur, in der seltene Pflanzen- und Tierarten wie der Schwarzstorch, die Wildkatze oder der Uhu heimisch sind.

Das Wahrzeichen: Das Prebischtor (Pravčická brána)

Das bekannteste Highlight des Nationalparks ist das Prebischtor (Pravčická brána) – das größte natürliche Sandstein-Felsentor Europas. Es ist etwa 26 Meter breit und 16 Meter hoch und gilt als Symbol der Region. Vom benachbarten Aussichtspunkt aus eröffnet sich ein spektakulärer Blick auf das Felsmassiv und die umliegende Landschaft.

Magische Schluchten und Felsenlabyrinthe

Ein weiteres Highlight ist die Edmundsklamm (Edmundova soutěska), auch Kamnitzklamm genannt. Hier gleitet man mit einem Boot lautlos über den Fluss durch eine enge, moosbewachsene Felsenschlucht – ein unvergessliches Erlebnis.
Ebenfalls sehenswert sind die Tyssaer Wände (Tiské stěny), ein faszinierendes Felsenlabyrinth mit verwunschenen Pfaden, das besonders bei Wanderern und Kletterern beliebt ist.

Naturerlebnis und Aktivitäten

Die Böhmische Schweiz ist ein Paradies für Wanderer, Kletterer und Naturliebhaber. Über 700 Kilometer markierte Wege führen durch Schluchten, über Felsen und zu malerischen Aussichtspunkten wie dem Rosenberg (Růžovský vrch) oder der Kaiseraussicht (Stoličná hora).
Auch Radfahrer kommen auf ihre Kosten – etwa auf dem Elberadweg, der durch die Region verläuft. Wer es gemütlicher mag, kann auf einer Bootstour, bei einer geführten Wanderung oder mit der Kamera auf Entdeckungstour gehen.

Beste Reisezeit und Tipps

Die beste Zeit für einen Besuch ist von Frühling bis Herbst, wenn die Natur in satten Farben erstrahlt und die Sicht von den Aussichtspunkten klar ist. Ausgangspunkt vieler Touren ist das Grenzstädtchen Hřensko, das mit dem Auto oder Zug über Děčín leicht zu erreichen ist.
Da der Nationalpark streng geschützt ist, sollten Besucher auf den markierten Wegen bleiben und die Natur respektieren – so bleibt diese einmalige Landschaft auch für kommende Generationen erhalten.