Ohře-Radweg (Cyklostezka Ohře)

Der Ohře-Radweg (Cyklostezka Ohře), auf Deutsch auch Eger-Radweg genannt, begleitet die Eger (Ohře) vom bayerischen Fichtelgebirge durch West- und Nordböhmen bis zur Elbe. Auf knapp 300 Kilometern verbindet er historische Städte, bewaldete Flusstäler, Burgen, frühere Kurorte und mehrere sehr unterschiedliche Landschaften.

Für einen Aufenthalt in Karlsbad (Karlovy Vary) ist vor allem der regionale Abschnitt interessant. Nach Westen führt der Radweg durch das Tal zu den Hans-Heiling-Felsen (Svatošské skály) und weiter nach Elbogen (Loket). In östlicher Richtung erreichst du Kyselka, Radošov, Klösterle an der Eger (Klášterec nad Ohří) und Kaaden (Kadaň).

Die Strecke ist jedoch kein durchgehend asphaltierter und vollständig vom Verkehr getrennter Flussradweg. Asphaltierte Abschnitte wechseln sich mit Schotterwegen, Waldwegen und ruhigen Straßen ab. Besonders westlich von Karlsbad findest du mehrere angenehme und auch für weniger geübte Radfahrer geeignete Touren.

Verlauf des Ohře-Radwegs

Die Eger entspringt im bayerischen Fichtelgebirge. Von dort führt der Radweg in Richtung der deutsch-tschechischen Grenze und anschließend durch Eger (Cheb).

Weiter geht es über Königsberg an der Eger (Kynšperk nad Ohří), Falkenau (Sokolov), Elbogen und Karlsbad. Hinter der Kurstadt folgt die Route dem Fluss über Kyselka, Klösterle an der Eger, Kaaden, Saaz (Žatec) und Laun (Louny).

Bei Leitmeritz (Litoměřice) mündet die Eger schließlich in die Elbe. Dort besteht Anschluss an weitere Fernradwege entlang des Elbtals.

Der gesamte länderübergreifende Radweg ist knapp 300 Kilometer lang. Davon verlaufen ungefähr 225 Kilometer auf tschechischem Gebiet.

Innerhalb der Karlsbader Region folgt die Strecke der Eger auf rund 100 bis 110 Kilometern. Die unterschiedlichen Längenangaben entstehen durch Varianten, neue Teilstücke und verschiedene regionale Abgrenzungen.

Beschilderung als Radroute Nummer 6

Auf tschechischem Gebiet ist der Ohře-Radweg überwiegend als Radroute Nummer 6 ausgeschildert.

Die gelben Radwegweiser zeigen häufig nur die Routennummer und die nächsten Orte. Der Name Cyklostezka Ohře erscheint nicht an jeder Kreuzung.

Ältere Karten und Tourismusinformationen verwenden teilweise noch die Nummer 204. Für die aktuelle Orientierung ist jedoch in erster Linie die Nummer 6 wichtig.

Zwischen der deutschen Grenze, Eger und Karlsbad gehört die Route außerdem zum europäischen Fernradweg EuroVelo 4.

In Karlsbad trennen sich die Wege. EuroVelo 4 verlässt das Egertal in Richtung Zentralböhmen und Prag. Der Ohře-Radweg folgt weiterhin der Eger nach Kyselka und Kaaden.

An diesem Abzweig solltest du genau auf die Beschilderung und deine Navigation achten.

Der Ohře-Radweg in Karlsbad

Der Radweg erreicht Karlsbad von Westen durch das bewaldete Egertal. Nach den Hans-Heiling-Felsen führt die Strecke über Doubí und Tašovice in das Stadtgebiet.

Anschließend verläuft sie in der Nähe des Eger-Mäanders (Meandr Ohře) durch Tuhnice. Dort gibt es Sportflächen, Wege und eine asphaltierte Runde, die auch von Inline-Skatern genutzt wird.

Das historische Kurzentrum liegt nicht direkt an der Eger. Kolonnaden, Sprudel und Grandhotel Pupp befinden sich im Tal der Tepl (Teplá), das südlich vom eigentlichen Fernradweg abzweigt.

Für eine Besichtigung musst du den Ohře-Radweg daher verlassen und in Richtung Kurzentrum fahren. In stark besuchten Fußgängerbereichen solltest du das Fahrrad schieben und die örtliche Beschilderung beachten.

Karlsbad eignet sich gut als Etappenort. Die Stadt besitzt Bahnhöfe, Fahrradverleihe, Unterkünfte, Werkstätten und zahlreiche Möglichkeiten zur Verpflegung.

Von Karlsbad zu den Hans-Heiling-Felsen

Die Fahrt zu den Hans-Heiling-Felsen (Svatošské skály) gehört zu den schönsten kurzen Radtouren rund um Karlsbad.

Ein besonders angenehmer Ausgangspunkt ist Doubí. Von dort führt der Weg entlang der Eger durch ein enges und bewaldetes Tal.

Der Abschnitt ist weitgehend frei von normalem Autoverkehr. Asphalt, fester Schotter und kurze naturbelassene Passagen wechseln sich ab.

Die Hans-Heiling-Felsen bestehen aus markanten Granitformationen, die unmittelbar am Fluss aufragen. Mehrere Felsen tragen Namen, die mit einer regionalen Sage über eine versteinerte Hochzeitsgesellschaft verbunden sind.

In der Umgebung befinden sich saisonale Einkehrmöglichkeiten. An Wochenenden und während der Ferien kann es auf dem Weg jedoch voll werden.

Radfahrer teilen sich den Abschnitt mit Wanderern, Spaziergängern und Familien. Besonders an schmalen Stellen und in der Nähe der Felsen ist langsames Fahren wichtig.

Ab Doubí ergibt die Hin- und Rückfahrt ungefähr 14 Kilometer. Vom zentraleren Karlsbader Stadtgebiet kommen je nach Ausgangspunkt mehrere Kilometer hinzu.

Von Karlsbad nach Elbogen

Wer die Tour verlängern möchte, fährt von den Hans-Heiling-Felsen weiter nach Elbogen (Loket).

Die historische Stadt liegt in einer engen Schleife der Eger. Über den Dächern erhebt sich die mittelalterliche Burg Elbogen (Hrad Loket).

Von Doubí bis Elbogen sind es ungefähr zehn Kilometer. Je nach Startpunkt in Karlsbad beträgt die einfache Strecke etwa 14 bis 17 Kilometer.

Der Radweg verläuft überwiegend durch das Tal und besitzt nur wenige kurze Anstiege. Der Untergrund besteht aus Asphalt, befestigtem Schotter und einzelnen naturbelassenen Abschnitten.

Ein Trekkingrad, Tourenrad, Gravelbike oder E-Bike ist für die Strecke besonders gut geeignet. Mit einem normalen Citybike ist die Tour bei trockenem Wetter ebenfalls möglich.

In Elbogen lohnt sich eine längere Pause. Die Altstadt, die Burg, die Stadtmauer und die Aussicht auf die Flussschleife machen den Ort zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Region.

Mit Hin- und Rückfahrt, Burgbesuch und Mittagspause solltest du vier bis sechs Stunden einplanen. Die gesamte Tour umfasst je nach Startpunkt ungefähr 28 bis 34 Kilometer.

Die kompakte Tour Doubí–Elbogen

Wer den Karlsbader Stadtverkehr vermeiden möchte, kann die Tour erst in Doubí beginnen.

Von dort beträgt die einfache Entfernung nach Elbogen ungefähr zehn Kilometer. Die Strecke führt fast vollständig durch das landschaftlich reizvolle Egertal.

Diese Variante eignet sich besonders für Familien mit älteren Kindern, gelegentliche Radfahrer und Besucher, die nur einen halben oder entspannten ganzen Tag zur Verfügung haben.

Bei der Anreise mit dem Auto muss ein geeigneter Parkplatz gesucht werden. Alternativ kann Doubí mit einem Karlsbader Stadtbus erreicht werden, wobei die Mitnahme eines Fahrrads in gewöhnlichen Stadtbussen nicht vorausgesetzt werden sollte.

Von Elbogen nach Falkenau und Eger

Westlich von Elbogen führt die Route über Königswerth (Královské Poříčí), Falkenau und Königsberg an der Eger bis nach Eger.

Der Abschnitt zwischen Eger und Falkenau ist auf weiten Teilen asphaltiert und vergleichsweise leicht zu fahren.

Zwischen Falkenau, Elbogen und Karlsbad treten häufiger befestigte Schotterwege und Waldabschnitte auf. Für schmale Rennradreifen ist dieser Teil deshalb weniger angenehm.

Eger bietet mit seiner Burg, dem historischen Marktplatz und dem Stöckl (Špalíček) ein sehenswertes Etappenziel.

Von Karlsbad bis Eger sind auf der Radroute ungefähr 60 bis 65 Kilometer einzuplanen. Die Fahrt eignet sich damit vor allem für sportliche Tagesradler oder als Teil einer mehrtägigen Tour.

Eine praktische Möglichkeit ist die Fahrt in eine Richtung mit dem Fahrrad und die Rückkehr mit der Bahn. Vorher sollte jedoch geprüft werden, ob der gewählte Zug Fahrräder mitnimmt und eine Reservierung erforderlich ist.

Von Karlsbad nach Kyselka

Östlich von Karlsbad folgt die Route der Eger in Richtung Kyselka.

Der frühere Kurort ist eng mit Heinrich Mattoni und der Geschichte des abgefüllten Mineralwassers verbunden. Zu den wichtigsten Zielen gehören das Mattoni-Museum, das ehemalige Kurareal und die historische Holzbrücke von Radošov.

Die einfache Entfernung ab Karlsbad beträgt je nach Ausgangspunkt ungefähr 15 bis 17 Kilometer. Für Hin- und Rückfahrt solltest du mit rund 30 bis 35 Kilometern rechnen.

Dieser Abschnitt ist etwas anspruchsvoller als die Fahrt nach Elbogen. Der Weg verläuft nicht überall auf einer eigenständigen Fahrradtrasse.

Asphaltierte und befestigte Abschnitte wechseln sich mit Straßen und kleineren Steigungen ab. Einige Stellen besitzen normalen Autoverkehr.

Die Tour eignet sich vor allem für geübte Freizeitradler, Trekkingräder, Gravelbikes und E-Bikes. Für kleine Kinder und unsichere Radfahrer ist der Abschnitt weniger geeignet.

Mit Museumsbesuch und Rundgang durch Kyselka wird daraus ein vollständiger Tagesausflug.

Von Karlsbad nach Kaaden

Die längere Etappe von Karlsbad nach Kaaden (Kadaň) führt über Kyselka, Radošov, Vojkovice, Stráž nad Ohří und Klösterle an der Eger.

Die Strecke ist ungefähr 56 Kilometer lang und besitzt insgesamt rund 400 Höhenmeter.

Neue asphaltierte Radwege wechseln sich mit Schotterwegen, Waldabschnitten und ruhigen Straßen ab.

Zwischen Radošov und Vojkovice führt die Route teilweise über eine schmale Straße. Dort musst du mit gelegentlichem Autoverkehr rechnen.

Hinter Stráž nad Ohří gibt es unbefestigte Wege, die nach starkem Regen schlammig oder rutschig werden können.

Die Etappe eignet sich für Tourenradfahrer, Gravelbikes und E-Bikes. Für kleine Kinder oder sehr ungeübte Fahrer ist sie nicht zu empfehlen.

Kaaden besitzt ein gut erhaltenes historisches Zentrum, das Franziskanerkloster und das schmale Scharfrichtergässchen. Für eine entspannte Tour ist eine Übernachtung oder die Weiterfahrt mit der Bahn sinnvoll.

Landschaft entlang der Strecke

Der Ohře-Radweg führt durch mehrere sehr unterschiedliche Landschaftsräume.

Im Westen beginnt die Strecke im Fichtelgebirge und erreicht anschließend das Egerer Becken. Rund um Eger und Falkenau ist das Tal teilweise offen und vergleichsweise flach.

Zwischen Elbogen und Karlsbad wird die Landschaft enger. Wälder, Granitfelsen und steile Hänge begleiten den Fluss.

Die Hans-Heiling-Felsen bilden den eindrucksvollsten natürlichen Abschnitt in der Nähe von Karlsbad.

Östlich der Kurstadt verläuft die Eger zwischen den Ausläufern des Erzgebirges und dem Duppauer Gebirge. Das Tal wird an mehreren Stellen eng, felsig und schwer zugänglich.

Gerade dort kann der Radweg nicht immer direkt am Ufer verlaufen. Deshalb sind Umfahrungen, Straßenabschnitte und kleinere Steigungen notwendig.

Oberfläche und Wegqualität

Der Ohře-Radweg ist nicht durchgehend asphaltiert.

Zwischen der deutschen Grenze, Eger und Falkenau findest du viele ausgebaute Asphaltabschnitte.

In Richtung Elbogen und Karlsbad kommen feste Schotterwege, Waldwege und kurze naturbelassene Passagen hinzu.

Östlich von Karlsbad wechseln sich Asphalt, Schotter, Waldweg und Straßenabschnitte noch stärker ab.

Nach längeren Regenfällen können einzelne Naturwege schwerer befahrbar sein. Lose Steine, Pfützen und schlammige Stellen sind besonders in Waldgebieten möglich.

Für die gesamte Fernroute ist ein Fahrrad mit etwas breiteren Reifen sinnvoll. Reine Rennräder eignen sich vor allem für die stärker asphaltierten Teilstücke westlich von Falkenau.

Schwierigkeit und Höhenprofil

Der Verlauf entlang eines Flusses bedeutet nicht, dass die gesamte Strecke vollkommen flach ist.

Zwischen Eger und Karlsbad ist das Profil insgesamt leicht. Kurze Anstiege entstehen vor allem bei Brücken, Ortsdurchfahrten und Stellen, an denen die Route das unmittelbare Flussufer verlässt.

In Richtung Kyselka, Klösterle und Kaaden wird der Weg anspruchsvoller. Dort treten häufiger kurze Steigungen und wechselnde Oberflächen auf.

Wer der Eger von Westen nach Osten folgt, fährt grundsätzlich in Fließrichtung. Das ergibt über die gesamte Strecke betrachtet ein günstigeres Höhenprofil.

Trotzdem solltest du für längere Tagesetappen ausreichend Kondition besitzen. Gegenwind, Schotter und Umfahrungen können die Fahrt zusätzlich erschweren.

Welches Fahrrad eignet sich?

Ein Trekkingrad oder Tourenrad ist für den Ohře-Radweg besonders vielseitig.

Ein Gravelbike passt gut zur Mischung aus Asphalt, Schotter und festen Waldwegen.

Mit einem E-Bike lassen sich längere Etappen und die hügeligeren Abschnitte östlich von Karlsbad angenehmer bewältigen.

Ein Mountainbike ist nicht zwingend erforderlich, bietet auf unbefestigten Wegen aber zusätzlichen Komfort.

Ein Citybike genügt für kürzere Touren nach Doubí, zu den Hans-Heiling-Felsen oder bei trockenem Wetter bis Elbogen.

Mit einem Rennrad solltest du dich auf die stärker asphaltierten Abschnitte beschränken oder eine alternative Straßenroute wählen. Schotter und lose Steine können zwischen Falkenau, Elbogen und Karlsbad problematisch sein.

Ist der Radweg für Familien geeignet?

Mehrere westliche Abschnitte eignen sich gut für Familien.

Besonders beliebt ist die Strecke von Doubí zu den Hans-Heiling-Felsen. Sie ist kurz, landschaftlich abwechslungsreich und überwiegend frei vom normalen Autoverkehr.

Auch die Weiterfahrt nach Elbogen ist mit älteren Kindern möglich, wenn sie längere Strecken und Schotterwege gewohnt sind.

Im Bereich des Eger-Mäanders in Karlsbad gibt es kürzere Freizeitwege und asphaltierte Flächen, die sich für einfache Runden eignen.

Trotzdem handelt es sich nicht überall um einen breiten Familienradweg. Fußgänger, schmale Brücken, Schotter und unübersichtliche Kurven verlangen Rücksicht.

Östlich von Kyselka beziehungsweise Radošov werden Straßenabschnitte und Wegqualität anspruchsvoller. Dieser Teil ist für kleine Kinder weniger geeignet.

Beschilderung und Navigation

Die Route ist größtenteils mit der Nummer 6 markiert.

In Städten und größeren Orten sind häufig die nächsten Ziele ausgeschildert. An einigen Abzweigungen kann die Wegführung dennoch unübersichtlich wirken.

Eine zusätzliche Navigation ist deshalb sinnvoll. Besonders geeignet sind aktuelle Radkarten, Mapy.com beziehungsweise Mapy.cz und ein aktueller GPX-Track.

Die Orientierung nur am Fluss reicht nicht aus. Der Radweg wechselt mehrfach die Uferseite und verlässt an einigen Stellen das direkte Flusstal.

Auch Baustellen können zu kurzfristigen Umleitungen führen. Ältere GPS-Tracks und gedruckte Karten entsprechen daher nicht immer dem aktuellen Verlauf.

Der Radweg ist noch nicht vollständig ausgebaut

Der Ohře-Radweg ist eine bestehende Fernroute, aber noch nicht überall als eigenständiger Radweg fertiggestellt.

In der Karlsbader Region sind große Teile bereits gut ausgebaut. Besonders östlich von Karlsbad bestehen jedoch weiterhin Lücken.

Das enge Tal bietet wenig Platz zwischen Fluss, Bahnstrecke, Straße und Felsen. Neue Radwege lassen sich deshalb nur mit größerem technischen Aufwand anlegen.

Bis 2030 sollen weitere Abschnitte ergänzt und problematische Straßenstellen entschärft werden.

Für die aktuelle Tourenplanung bedeutet das: Der Radweg ist grundsätzlich befahrbar, aber nicht überall vom Autoverkehr getrennt.

Anreise mit der Bahn

Die Bahnstrecke durch das Egertal ermöglicht mehrere praktische Kombinationen.

Bahnhöfe befinden sich unter anderem in Eger, Falkenau und Karlsbad. Auch für weitere Orte entlang der Eger gibt es je nach Strecke Bahnanschlüsse.

In geeigneten Zügen der Tschechischen Bahnen (České dráhy) können Fahrräder mitgenommen werden. Die Kapazität unterscheidet sich jedoch je nach Fahrzeug.

Bei manchen Zügen ist eine Fahrradplatzreservierung möglich oder vorgeschrieben. In der Verbindungssuche solltest du deshalb die Option zur Fahrradmitnahme aktivieren.

Besonders an Sommerwochenenden können die Fahrradplätze schnell belegt sein.

Für die Rückfahrt von Elbogen ist außerdem zu beachten, dass nicht jede Verbindung direkt nach Karlsbad führt. Teilweise ist ein Umstieg notwendig.

Fahrradverleih in Karlsbad

An den Karlsbader Bahnhöfen gibt es saisonal beziehungsweise nach aktuellem Angebot Fahrradverleihe von ČD Bike.

Je nach Standort stehen normale Fahrräder, Kinderfahrräder oder E-Bikes zur Verfügung.

Eine Reservierung ist besonders in der Hauptsaison und an Wochenenden sinnvoll. Nicht jedes Modell ist jederzeit spontan verfügbar.

Teilweise können ausgeliehene Fahrräder an einer anderen Station des Verleihnetzes zurückgegeben werden. Diese Möglichkeit eignet sich für Streckentouren, muss aber vorab bestätigt werden.

Daneben gibt es private Fahrrad- und E-Bike-Verleiher in Karlsbad und der Umgebung.

Vor der Buchung solltest du klären, ob Schloss, Helm, Reparaturset und Rücktransport im Angebot enthalten sind.

Beste Reisezeit

Die angenehmste Zeit für den Ohře-Radweg liegt zwischen Frühjahr und Herbst.

Im Frühling sind die Wälder frisch und die Wege noch weniger besucht. Nach längerem Regen können Schotter- und Naturwege jedoch weich oder schlammig sein.

Im Sommer bieten die bewaldeten Täler westlich von Karlsbad viel Schatten. Offene Abschnitte zwischen Eger und Falkenau können dagegen sehr warm werden.

Der Herbst eignet sich mit seinen gefärbten Wäldern besonders gut für die Strecke nach Elbogen. Nasses Laub kann auf Waldwegen allerdings rutschig sein.

Im Winter wird der Radweg nicht durchgehend geräumt. Schnee, Eis und geschlossene Ausflugslokale können die Nutzung deutlich einschränken.

Verpflegung entlang des Wegs

In Eger, Falkenau, Elbogen und Karlsbad gibt es zahlreiche Restaurants, Cafés und Geschäfte.

Bei den Hans-Heiling-Felsen befinden sich saisonale Einkehrmöglichkeiten. Öffnungszeiten können jedoch vom Wetter und von der Jahreszeit abhängen.

Auch in Kyselka, Radošov und weiteren Orten östlich von Karlsbad gibt es gastronomische Angebote. Nicht alle sind täglich oder ganzjährig geöffnet.

Für längere Etappen solltest du deshalb ausreichend Getränke und einen kleinen Proviant mitnehmen.

Ein Reparaturset, eine Luftpumpe und ein Ersatzschlauch sind auf den abgelegeneren Abschnitten ebenfalls sinnvoll.

Mehrtägige Tour auf dem Ohře-Radweg

Für die gesamte Strecke vom Fichtelgebirge bis zur Elbe solltest du mindestens fünf bis sechs Tage einplanen.

Bei kürzeren Etappen, Stadtbesichtigungen und längeren Pausen sind sieben bis zehn Tage angenehmer.

Mögliche Etappenorte sind Eger, Falkenau, Elbogen, Karlsbad, Kaaden, Saaz und Laun.

Karlsbad eignet sich besonders für einen Ruhetag. Neben den Kolonnaden und Heilquellen kannst du Museen, Kurhäuser und Aussichtspunkte besuchen.

Die Etappenlängen sollten nicht nur nach Kilometern geplant werden. Oberfläche, Höhenmeter, Wetter und mögliche Besichtigungen beeinflussen den tatsächlichen Zeitbedarf deutlich.

Tourenvorschlag: Karlsbad–Hans-Heiling-Felsen

Diese kurze Tour eignet sich für einen halben Tag.

Vom Karlsbader Stadtgebiet fährst du über Tuhnice und Tašovice nach Doubí. Anschließend folgt der landschaftlich schönste Teil durch das bewaldete Egertal.

An den Hans-Heiling-Felsen kannst du eine Pause einlegen und anschließend auf derselben Strecke zurückfahren.

Je nach Startpunkt ergibt sich eine Gesamtlänge von ungefähr 15 bis 22 Kilometern.

Die Tour ist technisch leicht, enthält aber Schotter und gemeinsam mit Fußgängern genutzte Abschnitte.

Tourenvorschlag: Karlsbad–Elbogen

Die Fahrt nach Elbogen ist die empfehlenswerteste klassische Tagestour ab Karlsbad.

Du folgst zunächst derselben Route wie zu den Hans-Heiling-Felsen. Danach führt der Radweg weiter durch das Tal nach Elbogen.

In der Stadt kannst du die Burg besuchen, durch die Altstadt laufen und am Marktplatz oder Fluss eine Pause einlegen.

Für Hin- und Rückfahrt solltest du je nach Ausgangspunkt mit ungefähr 28 bis 34 Kilometern rechnen.

Mit Besichtigung und Essen füllt die Tour einen entspannten ganzen Tag.

Tourenvorschlag: Karlsbad–Kyselka

Diese Tour führt in die entgegengesetzte Richtung.

Von Karlsbad folgst du der Eger über Dalovice und weitere Orte nach Radošov und Kyselka.

Dort lassen sich das Mattoni-Museum, das ehemalige Kurareal und die historische Holzbrücke miteinander verbinden.

Die gesamte Hin- und Rückfahrt umfasst ungefähr 30 bis 35 Kilometer.

Wegen der Straßenabschnitte und des etwas anspruchsvolleren Profils eignet sich diese Tour für geübtere Radfahrer.

Tourenvorschlag: Eger–Karlsbad

Die Streckentour von Eger nach Karlsbad umfasst ungefähr 60 bis 65 Kilometer.

Da du überwiegend in Fließrichtung der Eger fährst, besitzt die Strecke insgesamt ein günstiges Profil.

Unterwegs passierst du Falkenau, Elbogen und die Hans-Heiling-Felsen.

Für die Tour solltest du einen ganzen Tag einplanen. Eine Übernachtung in Karlsbad oder eine vorher organisierte Bahnfahrt zum Startpunkt macht die Planung einfacher.

Rücksicht auf Fußgänger und Natur

Mehrere Abschnitte des Ohře-Radwegs werden gemeinsam von Radfahrern und Fußgängern genutzt.

Das gilt besonders für das Tal bei den Hans-Heiling-Felsen, Brücken, Ausflugslokale und Wege in der Nähe von Städten.

Die Geschwindigkeit sollte an unübersichtlichen Stellen deutlich reduziert werden. Klingeln ersetzt kein vorsichtiges Fahren.

Der Radweg führt außerdem durch sensible Natur- und Landschaftsbereiche. Abkürzungen abseits der Wege können Vegetation und Uferzonen beschädigen.

Abfälle sollten vollständig mitgenommen und Rastplätze sauber hinterlassen werden.

Kurzinfos

Name: Ohře-Radweg
Tschechischer Name: Cyklostezka Ohře
Weiterer deutscher Name: Eger-Radweg
Fluss: Eger (Ohře)
Start: Quellgebiet im bayerischen Fichtelgebirge
Ende: Mündung in die Elbe bei Leitmeritz
Gesamtlänge: Knapp 300 Kilometer
Länge in Tschechien: Ungefähr 225 Kilometer
Länge in der Karlsbader Region: Rund 100 bis 110 Kilometer
Tschechische Routennummer: 6
EuroVelo: Zwischen deutscher Grenze und Karlsbad Teil von EuroVelo 4
Wichtige Orte: Eger, Falkenau, Elbogen, Karlsbad, Kyselka, Klösterle an der Eger, Kaaden, Saaz, Laun und Leitmeritz
Beliebteste Tour ab Karlsbad: Hans-Heiling-Felsen und Elbogen
Doubí–Elbogen: Ungefähr zehn Kilometer einfach
Karlsbad–Elbogen: Je nach Startpunkt etwa 28 bis 34 Kilometer hin und zurück
Karlsbad–Kyselka: Rund 30 bis 35 Kilometer hin und zurück
Karlsbad–Kaaden: Ungefähr 56 Kilometer einfach
Oberfläche: Asphalt, befestigter Schotter, Waldwege und ruhige Straßen
Leichtester längerer Abschnitt: Eger bis Karlsbad
Anspruchsvollerer Abschnitt: Karlsbad über Kyselka in Richtung Kaaden
Geeignete Fahrräder: Trekkingrad, Tourenrad, Gravelbike und E-Bike
Rennrad: Vor allem für die stärker asphaltierten westlichen Abschnitte geeignet
Familienfreundlich: Besonders Doubí–Hans-Heiling-Felsen und mit älteren Kindern bis Elbogen
Autoverkehr: Westlich von Karlsbad meist gering; östlich mehrere Straßenabschnitte
Navigation: Beschilderung Nummer 6 und aktueller GPX-Track
Bahnanschluss: Unter anderem in Eger, Falkenau und Karlsbad
Fahrradmitnahme: In geeigneten Zügen möglich, Kapazität und Reservierung prüfen
Fahrradverleih: An den Karlsbader Bahnhöfen und bei privaten Anbietern
Beste Reisezeit: Frühjahr bis Herbst
Zeitbedarf: Halber Tag zu den Hans-Heiling-Felsen, ganzer Tag nach Elbogen
Wichtig: Wetter, Wegzustand, Baustellen, Umleitungen und Zugverbindungen vor der Fahrt aktuell prüfen