Parks, Gärten und begrünte Promenaden gehören fest zum Stadtbild von Karlsbad (Karlovy Vary). Sie entstanden nicht allein zur Verschönerung der Kurstadt, sondern waren ein wichtiger Bestandteil des historischen Kuralltags. Langsames Gehen, Ruhepausen und Bewegung an der frischen Luft ergänzten die Trinkkur und weitere Behandlungen.
Die bekanntesten Anlagen liegen entlang der Tepl (Teplá) zwischen dem Elisabethbad, den Kolonnaden und dem südlichen Kurgebiet. Andere Parks ziehen sich an den steilen Hängen hinauf oder gehen beinahe unmerklich in die Karlsbader Kurwälder über.
Bei einem Stadtspaziergang kannst du deshalb sehr unterschiedliche Grünanlagen kennenlernen: streng gestaltete Alleen, kleine Aussichtsgärten, historische Friedhofsparks, Landschaftsparks und einen japanischen Steingarten.
Parks als Teil der Karlsbader Kurtradition
Die Karlsbader Parks entstanden in enger Verbindung mit der Entwicklung des Kurortes.
Kurgäste sollten sich nicht nur in Badehäusern und an den Quellen aufhalten. Regelmäßige Spaziergänge gehörten zum Tagesablauf und wurden teilweise sogar ärztlich empfohlen.
Die Anlagen boten ebene Wege für die Bewegung während der Trinkkur, schattige Sitzplätze für Ruhepausen und gepflegte Flächen für gesellschaftliche Begegnungen.
Auch Konzerte, Märkte und öffentliche Veranstaltungen fanden in den Parks statt. Musikpavillons, Denkmäler und Quellen wurden bewusst in die Gestaltung einbezogen.
Diese Verbindung aus Heilquellen, Architektur, Parks, Promenaden und umliegenden Waldlandschaften gehört zu den Merkmalen, durch die Karlsbad seit 2021 Bestandteil des UNESCO-Welterbes Bedeutende Kurstädte Europas ist.
Dvořák-Park (Dvořákovy sady)
Der Dvořák-Park (Dvořákovy sady) ist die bekannteste Grünanlage im historischen Kurzentrum.
Er liegt zwischen dem Hotel Thermal, dem Militärbad und der Parkkolonnade (Sadová kolonáda). Durch seine zentrale Lage lässt er sich besonders gut in einen Rundgang zu den Karlsbader Quellen und Kolonnaden einbauen.
Der Kunstgärtner Jan Hahmann legte den Park 1877 und 1878 an. Sein heutiges Erscheinungsbild geht größtenteils auf eine Umgestaltung in den 1970er-Jahren zurück.
Geschwungene Wege führen zwischen Rasenflächen, Blumenbeeten, alten Bäumen und einem kleinen Teich hindurch. Mehrere Bänke bieten Möglichkeiten für eine Pause.
Zu den botanischen Besonderheiten gehören zwei sehr alte Platanen. Sie werden als Dvořák-Platane und Garten-Platane bezeichnet und zählen zu den auffälligsten Bäumen im Karlsbader Zentrum.
Im Park steht außerdem ein Denkmal für den Komponisten Antonín Dvořák, nach dem die Anlage benannt ist.
Parkkolonnade im Dvořák-Park
Die Parkkolonnade (Sadová kolonáda) bildet den architektonischen Mittelpunkt des Dvořák-Parks.
Die filigrane gusseiserne Konstruktion ist der erhaltene Teil eines früheren Konzert- und Restaurantpavillons. Der größere Gebäudeteil wurde in den 1960er-Jahren wegen seines schlechten Zustands abgerissen.
Heute dient die Kolonnade als überdachte Promenade und als Zugang zur Parkquelle. In der warmen Jahreszeit finden hier gelegentlich Kurkonzerte statt.
Die Verbindung aus Quelle, Musik, Park und Spazierweg zeigt besonders anschaulich, wie die Karlsbader Kurtradition funktionierte.
Der Park eignet sich für eine kurze Pause, aber auch als Ausgangspunkt für einen längeren Spaziergang durch das Kurzentrum.
Smetana-Park (Smetanovy sady)
Der Smetana-Park (Smetanovy sady) liegt vor dem Elisabethbad (Alžbětiny lázně) am nördlichen Rand des historischen Kurzentrums.
Die Anlage entstand 1905 und 1906 gemeinsam mit dem repräsentativen Kurhaus. Sie wurde als streng gegliederter Garten im historisierenden französischen Stil gestaltet.
Eine vierreihige Allee aus regelmäßig geschnittenen Linden führt direkt auf die Hauptfassade des Elisabethbades zu. Symmetrische Wege, Rasenflächen und Blumenbeete unterstreichen die monumentale Wirkung des Gebäudes.
Vor dem Kurhaus befindet sich ein Springbrunnen mit einer Mädchenfigur des Bildhauers Břetislav Benda.
Eine bekannte Karlsbader Besonderheit ist das Blumenbeet am nördlichen Zugang. Dort wird traditionell das aktuelle Datum mit Pflanzen dargestellt.
Die genaue Gestaltung hängt von Jahreszeit, Pflege und möglichen Veranstaltungen ab. Besonders im Frühling und Sommer gehört das Datumsbeet jedoch zu den beliebtesten Fotomotiven des Parks.
Vom Smetana-Park ins Kurzentrum
Der Smetana-Park liegt zwischen dem modernen Stadtzentrum und dem historischen Kurviertel.
In der Nähe befinden sich die Städtische Markthalle, der Verkehrsknoten Tržnice, die Einkaufsstraße T.G.Masaryk und das Elisabethbad.
Von hier kannst du entlang der Tepl in Richtung Hotel Thermal und Dvořák-Park spazieren. Der Weg setzt sich anschließend über die Mühlbrunnkolonnade, die Sprudelkolonnade und den Theaterplatz bis zum Grandhotel Pupp fort.
Der Park eignet sich deshalb gut als Startpunkt für einen weitgehend ebenen Spaziergang durch Karlsbad.
Auf den Rasenflächen und unter den Linden lässt sich außerdem eine ruhige Pause einlegen, bevor der stärker besuchte Teil des Kurzentrums beginnt.
Skalník-Park (Skalníkovy sady)
Der Skalník-Park (Skalníkovy sady) gilt als ältester öffentlicher Park von Karlsbad.
Er liegt am steilen Hang oberhalb der Mühlbrunnkolonnade. Der Wiener Kunstgärtner Václav Skalník gestaltete die Anlage 1830 und 1831.
Skalník war zuvor an der Entwicklung der großen Parkanlagen von Marienbad beteiligt. In Karlsbad legte er einen landschaftlich geprägten Hangpark mit Bäumen, Sträuchern, Rosen, alpinen Pflanzen und einem kleinen Teich an.
Beim späteren Bau der heutigen Mühlbrunnkolonnade ging ein Teil der ursprünglichen Parkfläche verloren.
Der verbliebene Park zieht sich heute terrassenartig oberhalb der Kolonnade entlang. Von den Wegen öffnen sich erhöhte Blicke auf die Säulenhalle, die Tepl und die gegenüberliegenden Fassaden des Kurviertels.
Denkmäler im Skalník-Park
Im Skalník-Park stehen mehrere historische Denkmäler.
Dazu gehört die Säule des Herzogs und der Herzogin von Cambridge aus dem Jahr 1834. Sie erinnert an den Aufenthalt des britischen Adelspaares in Karlsbad.
Eine weitere Besonderheit ist die barocke Statue des heiligen Bernhard aus dem frühen 18. Jahrhundert.
Die Denkmäler zeigen, dass der Park nicht nur als Grünanlage diente. Er wurde zugleich zu einem Erinnerungsraum für bekannte Gäste und historische Ereignisse.
Der Skalník-Park ist frei zugänglich, besitzt aber Treppen, steilere Wege und unebene Bereiche. Für Rollstühle und gewöhnliche Kinderwagen ist er deshalb nur eingeschränkt geeignet.
Park Jean de Carro (Sady Jeana de Carro)
Der Park Jean de Carro (Sady Jeana de Carro) liegt oberhalb der Maria-Magdalena-Kirche am Hang beim Hotel Jean de Carro und der Villa Lützow.
Der kleine Park entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Er ist nach dem Arzt und Balneologen Jean de Carro benannt, der wesentlich zur internationalen Bekanntheit der Karlsbader Kur beitrug.
Von der Rasenfläche öffnet sich ein naher Blick auf die Dächer, Kirchtürme und bewaldeten Hänge des Kurzentrums.
Im Park steht eine Säule zu Ehren von Karl IV. Sie wurde 1858 anlässlich eines damals gefeierten Stadtjubiläums aufgestellt.
Der direkte Weg von der Sprudelkolonnade ist kurz, aber steil. Treppen und Hangwege machen den Aufstieg deutlich anstrengender, als die Entfernung auf der Karte vermuten lässt.
Die Katze an der Villa Lützow
Am Rand des benachbarten Gartens der Villa Lützow befindet sich eine bekannte Plastik einer sitzenden Katze.
Baron August von Lützow ließ die Figur als ironischen Kommentar zur Karl-IV.-Säule aufstellen. Nach der überlieferten Geschichte missfiel ihm der Standort des Denkmals.
Die Katze blickte ursprünglich in Richtung der Säule und sollte damit eine spöttische Geste ausdrücken.
Park, Villa, Katze und Aussicht bilden heute ein ungewöhnliches Ensemble oberhalb der Maria-Magdalena-Kirche.
Für Besucher, die einen ruhigeren Ort abseits der Hauptpromenade suchen, ist der Jean-de-Carro-Park besonders interessant.
Park Karl IV. (Sady Karla IV.)
Der Park Karl IV. (Sady Karla IV.) liegt unmittelbar vor dem Kaiserbad (Císařské lázně).
Er entstand 1895 gemeinsam mit dem monumentalen Badehaus. Die kleine Anlage bildet einen grünen Übergang zwischen dem Grandhotel Pupp, dem Kaiserbad und den Wegen in das südliche Kurgebiet.
Im Mittelpunkt steht ein Denkmal für Karl IV. vom Bildhauer Otakar Švec. Es wurde in den 1950er-Jahren aufgestellt.
Der Park ist überschaubar und eignet sich weniger für einen langen Aufenthalt als für eine kurze Pause während eines Stadtspaziergangs.
Durch die Restaurierung und Wiedereröffnung des Kaiserbads hat die Umgebung wieder deutlich an Bedeutung gewonnen. Ausstellung, Kulturveranstaltungen und Konzerte bringen regelmäßig Besucher in diesen Teil der Stadt.
Parkanlage am Theaterplatz (Divadelní náměstí)
Zwischen der Sprudelkolonnade und dem Stadttheater befindet sich eine kleine Grünanlage auf dem Theaterplatz (Divadelní náměstí).
Sie entstand 1912 auf einer Fläche, auf der ursprünglich ein neues Kurhaus gebaut werden sollte. Nachdem die Pläne aufgegeben worden waren, richtete die Stadt stattdessen einen kleinen Park ein.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stand hier ein Lenin-Denkmal. Es wurde nach der politischen Wende entfernt.
Die Anlage ist zu klein für einen eigenen Parkbesuch. Sie lockert jedoch den dicht bebauten Bereich zwischen Stadttheater, Sprudelkolonnade und der unteren Station der Imperial-Standseilbahn auf.
Mehrere Bänke machen den Platz zu einem praktischen Treff- und Ruhepunkt im südlichen Teil des Kurzentrums.
Mozart-Park (Mozartův park)
Der Mozart-Park (Mozartův park) liegt hinter der St.-Andreas-Kirche nordöstlich des historischen Zentrums.
Er unterscheidet sich deutlich von den dekorativen Kurparks. Die Anlage entstand auf einem früheren Friedhof, der bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts genutzt wurde.
Im Jahr 1913 wurde das Gelände in einen öffentlichen Park umgewandelt. Zahlreiche historische Grabsteine blieben erhalten.
Zu den dort erinnerten Persönlichkeiten gehören der Komponist Franz Xaver Wolfgang Mozart, Sohn von Wolfgang Amadeus Mozart, sowie die Karlsbader Ärzte David Becher und Jean de Carro.
Auch der Architekt Friedrich Gilly wird durch ein Grabmal gewürdigt.
Ein stiller historischer Erinnerungsort
Der Mozart-Park ist weniger ein Garten mit aufwendigen Blumenbeeten als ein ruhiger historischer Ort.
Die alten Grabsteine, großen Bäume und die St.-Andreas-Kirche verleihen ihm eine besondere Atmosphäre.
Er eignet sich für Besucher, die sich für Karlsbader Persönlichkeiten, Kurärzte und die Geschichte der Stadt interessieren.
Vom Bereich der Maria-Magdalena-Kirche lässt sich der Park mit einem kurzen Aufstieg erreichen. Der Zugang kann je nach Richtung Treppen und Steigungen enthalten.
Der Mozart-Park lässt sich außerdem mit dem Jean-de-Carro-Park oder einem Spaziergang in Richtung Drei Kreuze verbinden.
Japanischer Garten (Japonská zahrada)
Der Japanische Garten (Japonská zahrada) befindet sich beim Parkhotel Richmond im südlichen Karlsbad.
Der kleine Stein- und Zen-Garten wurde 1998 nach einem Entwurf des japanischen Gartenarchitekten Kanji Nomura angelegt. Er stammt aus Kusatsu, einem japanischen Partnerkurort von Karlsbad.
Anlass für die Gestaltung war der 150. Geburtstag des deutschen Arztes und Balneologen Erwin von Bälz.
Bälz arbeitete viele Jahre in Japan und wirkte dort an der Entwicklung der modernen Medizin mit. Der Garten trägt den Namen seiner japanischen Ehefrau Hana Bälz.
Die Anlage steht damit symbolisch für die Verbindung zwischen europäischer und japanischer Kurkultur.
Bedeutung der Steine und Kiesflächen
Der Japanische Garten besteht überwiegend aus Steinen, weißem Kies und bewusst gestalteten Freiflächen.
Er besitzt keine großen Teiche, Brücken oder umfangreichen Pflanzensammlungen. Es handelt sich um einen kleinen symbolischen Steingarten.
Der kreisförmige Grundriss und ein innerer Bogen beziehen sich auf das Prinzip von Yin und Yang.
Der Kies steht symbolisch für das Meer zwischen Europa und Japan. Einzelne Steine werden als Schiff, verbindende Person oder Wegweiser gedeutet.
Der Garten ist frei zugänglich. Er sollte ruhig und respektvoll besucht werden, da er als Ort der Besinnung und nicht als Spielplatz gestaltet wurde.
Landschaftspark beim Parkhotel Richmond
Das Parkhotel Richmond ist von einem weitläufigeren Landschaftspark umgeben.
Große Bäume, geschwungene Wege und Rasenflächen verleihen der Umgebung einen englisch geprägten Charakter.
Im Parkbereich befinden sich neben dem Japanischen Garten mehrere Denkmäler und Sehenswürdigkeiten.
Dazu gehören der Pavillon der Stephanie-Quelle, das monumentale Beethoven-Denkmal und eine Büste des polnischen Dichters Adam Mickiewicz.
Die öffentlichen Wege und Denkmäler sind frei erreichbar. Nicht jede unmittelbar zum Hotel gehörende Fläche sollte jedoch als öffentlicher Stadtpark betrachtet werden.
Der Bereich eignet sich besonders für einen ruhigen Spaziergang abseits der belebtesten Kolonnaden.
Beethoven-Denkmal
Das Beethoven-Denkmal gehört zu den auffälligsten Kunstwerken im Park beim Richmond.
Es erinnert an Ludwig van Beethoven, der 1812 in Karlsbad Konzerte gab. Der Komponist hielt sich während seiner Aufenthalte in mehreren böhmischen Kurorten auf.
Das große Denkmal steht in einer von Bäumen umgebenen Parkfläche und lässt sich gut mit dem Japanischen Garten verbinden.
Vom historischen Zentrum führt der Goethe-Weg entlang der Tepl dorthin. Der Spaziergang ist weitgehend angenehm und besitzt nur geringe Steigungen.
Die Verbindung aus Kaiserbad, Kunstgalerie, Beethoven-Denkmal, Japanischem Garten und Parkhotel Richmond gehört zu den schönsten längeren Spaziergängen im südlichen Karlsbad.
Grünanlagen beim Posthof
Südlich des Parkhotels Richmond liegen die Grün- und Promenadenbereiche beim Posthof (Poštovní dvůr).
Hier beginnt der Übergang von den angelegten Stadtparks zu den weitläufigen Karlsbader Kurwäldern.
Entlang der Wege stehen mehrere Denkmäler, darunter das Bedřich-Smetana-Denkmal und der Schwarzenberg-Obelisk.
Der historische Posthof diente als Ausflugslokal, Konzertort und gesellschaftlicher Treffpunkt. Die umliegenden Grünflächen waren Teil der Spazierwege der Kurgäste.
Von hier führen Wege weiter in Richtung St. Leonhard und zu weiteren Zielen im südlichen Kurwald.
Stadtparks und Kurwälder
Die Grenzen zwischen Parks, Promenaden und Waldlandschaften verlaufen in Karlsbad fließend.
Dvořák-Park, Smetana-Park und Park Karl IV. sind klar erkennbare innerstädtische Grünanlagen.
Der Skalník-Park und der Jean-de-Carro-Park liegen bereits am Hang und verbinden Stadtgestaltung mit Aussicht und Waldnähe.
Beim Richmond und Posthof gehen die angelegten Flächen schließlich in die Kurwälder über.
Diana, Drei Kreuze, Ottos Höhe und die Goethe-Aussicht gehören nicht zu den klassischen Stadtparks. Sie sind Teile der größeren therapeutischen Waldlandschaft mit Spazierwegen, Pavillons und Aussichtspunkten.
Parkspaziergang durch Karlsbad
Ein zusammenhängender Parkspaziergang kann am Smetana-Park beim Elisabethbad beginnen.
Von dort führt der Weg entlang der Tepl zum Hotel Thermal und weiter in den Dvořák-Park mit der Parkkolonnade.
Anschließend erreichst du die Mühlbrunnkolonnade. Ein Abstecher in den Skalník-Park bietet einen erhöhten Blick auf die Säulenhalle.
Weiter südlich führt die Route an der Marktkolonnade, der Sprudelkolonnade und dem Theaterplatz vorbei zum Park Karl IV. und zum Kaiserbad.
Über den Goethe-Weg kannst du danach zur Kunstgalerie, zum Beethoven-Denkmal, zum Japanischen Garten und zum Parkhotel Richmond weiterlaufen.
Die vollständige Strecke eignet sich für einen halben Tag. Mit Museumsbesuchen, längeren Pausen und einem Abstecher zum Posthof kann daraus ein ganzer Ausflugstag werden.
Kurzer Spaziergang durch die zentralen Parks
Für einen kürzeren Rundgang eignen sich Smetana-Park, Dvořák-Park und Park Karl IV.
Die Strecke verläuft weitgehend eben und verbindet mehrere wichtige Karlsbader Sehenswürdigkeiten.
Vom Smetana-Park gehst du über das Hotel Thermal in den Dvořák-Park. Danach folgst du den Kolonnaden in Richtung Sprudel und Theaterplatz.
Über die Alte Wiese (Stará louka) erreichst du schließlich das Grandhotel Pupp, den Park Karl IV. und das Kaiserbad.
Für diese Strecke solltest du ohne längere Besichtigungen etwa anderthalb bis zwei Stunden einplanen.
Parks mit Aussicht
Für erhöhte Blicke auf das Kurzentrum eignen sich besonders der Skalník-Park und der Jean-de-Carro-Park.
Der Skalník-Park bietet nahe Ausblicke auf die Mühlbrunnkolonnade und die Gebäude entlang der Tepl.
Vom Jean-de-Carro-Park blickst du über die Dächer rund um die Maria-Magdalena-Kirche.
Beide Anlagen liegen am Hang und erfordern Treppen oder steilere Wege.
Für ein umfassendes Panorama sind die Aussichtspunkte in den Kurwäldern besser geeignet. Die kleineren Parks bieten jedoch besonders interessante Perspektiven auf einzelne Teile der historischen Bebauung.
Parks für Familien
Mit kleinen Kindern eignen sich besonders der Dvořák-Park und der Smetana-Park.
Beide besitzen offene Flächen, breite Wege und zahlreiche Sitzmöglichkeiten. Gleichzeitig liegen Cafés, Toiletten und öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe.
Der Japanische Garten kann für ältere Kinder interessant sein, wenn die symbolische Bedeutung der Steine erklärt wird. Die Anlage ist jedoch kein Spielplatz.
Im Mozart-Park sollten die historischen Grabsteine respektvoll behandelt werden.
Der Skalník-Park und der Jean-de-Carro-Park verlangen wegen der Treppen, Hanglagen und einzelnen ungesicherten Bereiche mehr Aufmerksamkeit.
Barrierefreiheit und Kinderwagen
Der Dvořák-Park, der Smetana-Park, die Anlage am Theaterplatz und der Park Karl IV. sind am einfachsten zugänglich.
Ihre Hauptwege liegen überwiegend auf ebenem Gelände. Einzelne Bordsteine oder Baustellen können dennoch Hindernisse verursachen.
Auch der Weg zum Richmond verläuft größtenteils entlang der Tepl und ist vergleichsweise angenehm.
Der Skalník-Park besitzt Treppen und steile Hangwege. Der direkte Zugang zum Jean-de-Carro-Park ist ebenfalls nicht barrierefrei.
Beim Mozart-Park hängt die Zugänglichkeit von der gewählten Richtung ab. Einige Wege aus dem Kurzentrum enthalten Treppen.
Beste Zeit für Parks und Gärten
Im Frühling beginnen Ziersträucher, Bäume und Blumenbeete zu blühen. Besonders Dvořák-Park, Smetana-Park und der Bereich beim Richmond wirken dann farbenreich.
Im Sommer bieten die alten Bäume Schatten. Die zentralen Parks eignen sich gut für Pausen während eines langen Stadtspaziergangs.
Im Herbst sind der Skalník-Park, der Jean-de-Carro-Park und die südlichen Promenaden besonders stimmungsvoll. Nasses Laub kann an den Hängen jedoch rutschig sein.
Im Winter bleiben die öffentlichen Anlagen grundsätzlich erreichbar. Die gärtnerische Wirkung ist geringer, dafür treten Architektur, Denkmäler und Stadtansichten stärker hervor.
Öffnungszeiten und Eintritt
Die öffentlichen Parks und Gärten sind grundsätzlich kostenlos zugänglich.
Es gibt normalerweise keine festen Öffnungszeiten oder Zugangskontrollen.
Gebäude, Ausstellungen und Quellenpavillons innerhalb oder neben den Anlagen besitzen jedoch eigene Besuchszeiten.
Das betrifft unter anderem das Kaiserbad, das Elisabethbad, die Kunstgalerie und einzelne Quellen.
Bei Sturmschäden, Schnee, Bauarbeiten oder größeren Veranstaltungen können Wege und Teilbereiche zeitweise gesperrt werden.
Welche Parks lohnen sich besonders?
Für einen ersten Karlsbad-Besuch ist der Dvořák-Park am wichtigsten. Er verbindet Parklandschaft, Kolonnade, Heilquelle und Kurtradition an einem zentralen Ort.
Der Smetana-Park beeindruckt durch seine klare Gestaltung und die monumentale Kulisse des Elisabethbades.
Der Skalník-Park ist wegen seiner Geschichte und der erhöhten Blicke auf die Mühlbrunnkolonnade interessant.
Der Jean-de-Carro-Park eignet sich für einen ruhigeren Abstecher mit Aussicht.
Im südlichen Kurgebiet bilden Park Karl IV., der Richmond-Park und der Japanische Garten eine besonders angenehme Verbindung aus Architektur, Denkmälern und Landschaft.
Kurzinfos
Thema: Parks und Gärten in Karlsbad
Ort: Karlsbad (Karlovy Vary)
Bedeutung: Bestandteil der historischen Kur- und Bewegungslandschaft
UNESCO: Teil des Stadtmodells der Bedeutenden Kurstädte Europas
Bekanntester Park: Dvořák-Park
Ältester öffentlicher Park: Skalník-Park
Formellster Garten: Smetana-Park
Zentraler Ruheplatz: Dvořák-Park
Aussichtsgarten: Park Jean de Carro
Historischer Erinnerungsort: Mozart-Park
Besonderer Themengarten: Japanischer Garten beim Parkhotel Richmond
Südlicher Landschaftspark: Park beim Parkhotel Richmond
Park beim Kaiserbad: Park Karl IV.
Kleine zentrale Anlage: Theaterplatz
Weiterer Promenadenbereich: Posthof
Dvořák-Park: Angelegt 1877 und 1878
Smetana-Park: Angelegt 1905 und 1906
Skalník-Park: Angelegt 1830 und 1831
Jean-de-Carro-Park: Entstanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts
Park Karl IV.: Angelegt 1895
Theaterplatz: Parkanlage seit 1912
Mozart-Park: Seit 1913 auf einem früheren Friedhof
Japanischer Garten: Angelegt 1998
Architekt des Japanischen Gartens: Kanji Nomura
Eintritt: Öffentliche Parks kostenlos
Zugang: Überwiegend ganzjährig möglich
Am einfachsten zugänglich: Dvořák-Park, Smetana-Park, Theaterplatz und Park Karl IV.
Steilere Anlagen: Skalník-Park und Jean-de-Carro-Park
Für Familien: Besonders Dvořák-Park und Smetana-Park
Für Geschichte: Mozart-Park und Jean-de-Carro-Park
Für Architektur: Dvořák-Park, Smetana-Park und Park Karl IV.
Für Ruhe: Richmond-Park und Japanischer Garten
Beste Reisezeit: Frühling bis Herbst
Zeitbedarf: Ein bis zwei Stunden für die zentralen Parks, ein halber Tag bis Richmond und Posthof
Wichtig: Gebäude, Ausstellungen und Quellen innerhalb der Parks besitzen eigene Öffnungszeiten