Nationalparks

Nationalparks in Tschechien – Natur erleben zwischen Wäldern, Felsen und Wildflüssen

Tschechien ist reich an geschützten Naturgebieten, die sich hervorragend für Erholung, Aktivurlaub und naturkundliche Entdeckungen eignen. Besonders eindrucksvoll sind die vier Nationalparks, die das ökologische Herz des Landes bilden. Sie schützen einzigartige Landschaften, seltene Tier- und Pflanzenarten sowie kulturhistorisch bedeutsame Regionen. Ob du gerne wanderst, Tiere beobachtest, fotografierst oder einfach nur die Ruhe der Natur genießen willst – in den Nationalparks Tschechiens findest du authentische Wildnis, gut markierte Wege und faszinierende Naturphänomene.


1. Nationalpark Böhmerwald (Národní park Šumava)

📍 Südwesten Tschechiens (Grenze zu Bayern und Österreich)

Der größte Nationalpark Tschechiens ist Teil des grenzüberschreitenden „Grünen Dachs Europas“ und gehört zu den ältesten und ursprünglichsten Waldgebieten Mitteleuropas. Hochmoore, Urwälder, Gletscherseen und Bäche prägen die Landschaft. Besonders beliebt sind Wanderungen zum Schwarzensee (Černé jezero), Radtouren auf stillgelegten Bahntrassen und Tierbeobachtungen in der Wildniszone. Auch das Bären- und Luchsgehege in Srní ist einen Besuch wert.


2. Nationalpark Riesengebirge (Krkonošský národní park)

📍 Nordostböhmen, an der Grenze zu Polen

Das Riesengebirge ist das höchste Gebirge Tschechiens mit der Schneekoppe (Sněžka, 1.603 m) als höchstem Gipfel. Der Nationalpark schützt alpine Matten, Bergwiesen, Gletscherkare und Wasserfälle – darunter die Elbquelle (Pramen Labe) und die Elbfälle. Der Park ist ein Paradies für Wanderer, im Winter auch für Skilangläufer und Schneeschuhwanderer. Besonders sehenswert: das Labská bouda, alte Bergbauden und botanisch wertvolle Hochmoore.


3. Nationalpark Böhmische Schweiz (Národní park České Švýcarsko)

📍 Nordwesten Tschechiens, an der Grenze zu Sachsen

Bekannt für seine spektakulären Sandsteinformationen, tiefe Wälder und romantische Felsschluchten, ist die Böhmische Schweiz ein Highlight für Fotografen und Naturliebhaber. Das Wahrzeichen ist das Prebischtor (Pravčická brána) – das größte natürliche Sandsteintor Europas. Beliebt sind Wanderungen durch das Flusstal der Kamenice mit Bootspassagen, der Gabrielensteig oder Touren zu den Aussichtspunkten rund um Jetřichovice. Das Gebiet schließt direkt an den Nationalpark Sächsische Schweiz in Deutschland an.


4. Nationalpark Thayatal (Podyjí / Národní park Podyjí)

📍 Südmähren, an der Grenze zu Österreich

Der kleinste tschechische Nationalpark liegt im engen Flusstal der Thaya (Dyje) – ein verborgenes Juwel. Alte Eichen- und Buchenwälder, sonnige Weinberge, Felsklippen und historische Ruinen machen das Gebiet besonders abwechslungsreich. Hier findest du seltene Vogelarten, Wildkatzen, Orchideenwiesen und beeindruckende Ausblicke – zum Beispiel vom Aussichtspunkt bei Hardegg. Der Park ist durch Wander- und Radwege gut erschlossen und bietet auch Anschluss an den Nationalpark Thayatal auf österreichischer Seite.


Natur erleben mit Respekt

Alle Nationalparks in Tschechien bieten dir gut beschilderte Wege, Infozentren, Schautafeln und meist auch Aussichtstürme oder Naturlehrpfade. Das Betreten der Kernzonen ist teilweise eingeschränkt, aber an klar ausgewiesenen Stellen kannst du die geschützte Natur ganz nah erleben – sofern du dich an die Regeln hältst: auf den Wegen bleiben, keinen Müll hinterlassen, keine Pflanzen pflücken oder Tiere stören.