Jitschin (Jičín)

Jitschin (Jičín) ist eine der reizvollsten historischen Städte im Nordosten Tschechiens. Die überschaubare Altstadt verbindet Renaissance- und Barockarchitektur mit der Geschichte Albrechts von Wallenstein, den beliebten Märchenfiguren rund um den Räuber Rumcajs und der unmittelbaren Nähe zum Böhmischen Paradies. Dadurch eignet sich Jitschin sowohl für einen entspannten Stadtrundgang als auch als Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge in die Umgebung.

Historische Altstadt rund um den Wallensteinplatz

Der Wallensteinplatz (Valdštejnovo náměstí) bildet den Mittelpunkt von Jitschin. Rund um den großzügigen Platz stehen farbenfrohe Bürgerhäuser mit historischen Arkadengängen, kleine Geschäfte, Cafés und mehrere bedeutende Bauwerke.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören das Wallensteinschloss (Valdštejnský zámek), die Kirche des heiligen Jakobus des Älteren (kostel sv. Jakuba Většího) und das Valdicer Tor (Valdická brána). Durch die kurzen Wege kannst du das Zentrum bequem zu Fuß erkunden.

Auf den Spuren Albrechts von Wallenstein

Albrecht von Wallenstein ließ Jitschin im 17. Jahrhundert zu einer repräsentativen Residenzstadt ausbauen. Seine Pläne umfassten nicht nur das Schloss und mehrere Kirchen, sondern auch eine bewusst gestaltete Verbindung zwischen Stadt und Landschaft.

Besonders deutlich wird diese Idee an der langen Lindenallee, die vom Zentrum bis zur Wallenstein-Loggia (Valdštejnská lodžie) führt. Die historische Anlage mit dem Park Libosad gehört heute zu den schönsten Spazierzielen der Stadt.

Das Valdicer Tor und weitere Aussichtspunkte

Das Valdicer Tor ist das bekannteste Wahrzeichen von Jitschin. Der mächtige Torturm steht direkt am Wallensteinplatz und war einst Teil der Stadtbefestigung.

Von der Aussichtsgalerie bietet sich ein weiter Blick über die Altstadt, die umliegende Landschaft und bei guter Sicht bis zu den entfernten Gebirgszügen. Ein weiteres beliebtes Ziel ist der Hügel Zebín nördlich der Stadt, dessen kleine Kapelle weithin sichtbar ist.

Jitschin als Stadt der Märchen

Jitschin ist eng mit den Geschichten um den Räuber Rumcajs, seine Frau Manka und ihren Sohn Cipísek verbunden. Die Figuren stammen aus den Erzählungen des tschechischen Schriftstellers Václav Čtvrtek, der einen Teil seiner Kindheit in der Stadt verbrachte.

Heute begegnen dir die Märchenfiguren an verschiedenen Orten im Zentrum. Besonders Familien können Jitschin auf spielerische Weise entdecken. Das regelmäßig veranstaltete Märchenfestival verwandelt die Innenstadt zusätzlich in eine Bühne für Theater, Spiele und fantasievolle Aufführungen.

Museen, Kirchen und jüdisches Erbe

Das Regionalmuseum im Wallensteinschloss vermittelt einen Einblick in die Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung. Darüber hinaus prägen mehrere Kirchen, das ehemalige Jesuitenkolleg und weitere historische Gebäude das Stadtbild.

Auch die ehemalige Synagoge, die frühere jüdische Schule und der jüdische Friedhof erinnern an die Geschichte der jüdischen Gemeinde von Jitschin. Diese Orte liegen teilweise etwas abseits der bekanntesten Sehenswürdigkeiten und eignen sich gut für einen erweiterten Stadtrundgang.

Ausflüge ins Böhmische Paradies

Jitschin gilt als eines der Tore zum Böhmischen Paradies. Besonders schnell erreichst du die Prachauer Felsen (Prachovské skály), eine eindrucksvolle Felsenstadt mit Sandsteintürmen, engen Schluchten, Treppenwegen und mehreren Aussichtspunkten.

Weitere beliebte Ausflugsziele sind die Burg Kost, die Burgruine Trosky, das Schloss Humprecht und zahlreiche Wanderwege durch die abwechslungsreiche Landschaft. Dadurch lohnt sich Jitschin nicht nur für einen Tagesausflug, sondern auch als Standort für einen mehrtägigen Aufenthalt.


Sehenswürdigkeiten & historische Altstadt

  • Wallensteinplatz (Valdštejnovo náměstí)
  • Valdicer Tor (Valdická brána)
  • Wallensteinschloss (Valdštejnský zámek)
  • Kirche des heiligen Jakobus des Älteren (kostel sv. Jakuba Většího)
  • Kirche des heiligen Ignatius von Loyola (kostel sv. Ignáce z Loyoly)

Wallenstein & barocke Landschaft

  • Wallenstein-Loggia (Valdštejnská lodžie)
  • Lindenallee (Lipová alej)
  • Park Libosad
  • Barocke Landschaftskomposition von Jitschin (Barokní komponovaná krajina)
  • Albrecht von Wallenstein in Jitschin (Albrecht z Valdštejna v Jičíně)

Museen, Kultur & jüdisches Erbe

  • Regionalmuseum und Galerie Jitschin (Regionální muzeum a galerie v Jičíně)
  • Jesuitenkolleg (Jezuitská kolej)
  • Synagoge und jüdische Schule (Synagoga a židovská škola)
  • Jüdischer Friedhof (Židovský hřbitov)
  • Geschichte von Jitschin (Historie Jičína)

Märchenstadt & Rumcajs

  • Rumcajs’ Schusterwerkstatt (Rumcajsova ševcovna)
  • Spielgalerie Rumcajs-Welt (Galerie Rumcajsův svět)
  • Märchenfestival Jitschin – Stadt der Märchen (Jičín – město pohádky)
  • Märchenwald Řáholec (Řáholecký les)
  • Rumcajs-Höhle bei Brada (Rumcajsova jeskyně)

Aussichtspunkte & Wanderziele rund um Jitschin

  • Hügel Zebín und Kapelle der heiligen Maria Magdalena (vrch Zebín a kaple sv. Máří Magdalény)
  • Hügel Čeřovka und Aussichtsturm Milohlídka (vrch Čeřovka a rozhledna Milohlídka)
  • Hügel Veliš und Burgruine Veliš (vrch Veliš a zřícenina hradu Veliš)
  • Hügel Brada (vrch Brada)
  • Hügel Přivýšina (vrch Přivýšina)

Ausflüge ins Böhmische Paradies

  • Prachauer Felsen (Prachovské skály)
  • Jinolice-Teiche (Jinolické rybníky)
  • Burg Kost (hrad Kost)
  • Burgruine Trosky (zřícenina hradu Trosky)
  • Schloss Dětenice (zámek Dětenice)

Jitschin entdecken: Lerne die Stadt kennen

Jitschin (Jičín) verbindet eine geschlossen erhaltene historische Altstadt mit barocker Architektur, böhmischen Märchengeschichten und einer ausgesprochen reizvollen Lage am Rand des Böhmischen Paradieses. Das Zentrum ist überschaubar, lässt sich gut zu Fuß erkunden und bietet dennoch genügend Sehenswürdigkeiten für einen abwechslungsreichen Tagesausflug oder einen kurzen Aufenthalt.

Die Stadt liegt in der Region Königgrätz (Královéhradecký kraj) am Fluss Cidlina. Sie wird häufig als eines der Tore zum Böhmischen Paradies bezeichnet. Besonders bekannt ist Jitschin durch Albrecht von Wallenstein, der die Stadt im 17. Jahrhundert zum repräsentativen Mittelpunkt seines Herrschaftsgebiets ausbauen ließ. Gleichzeitig gehört sie zu den bekanntesten Märchenstädten Tschechiens, denn hier sind die Geschichten um den Räuber Rumcajs fest verankert.

Eine historische Stadt mit klarer Struktur

Das historische Zentrum von Jitschin wurde rund um einen rechteckigen Marktplatz angelegt. Von dort führen regelmäßig angeordnete Straßen in verschiedene Richtungen. Diese mittelalterliche Stadtstruktur ist bis heute gut erkennbar und wird durch Renaissance- und Barockhäuser, Arkadengänge, Kirchen und Reste der früheren Stadtbefestigung ergänzt.

Die erste schriftliche Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahr 1293. Nach einem großen Brand im Jahr 1572 wurden viele zuvor aus Holz errichtete Gebäude durch steinerne Renaissancehäuser ersetzt. Dadurch entstand ein Teil des Stadtbildes, das Jitschin noch heute prägt. Das historische Zentrum steht als städtisches Denkmalreservat unter besonderem Schutz.

Der Wallensteinplatz als Mittelpunkt der Altstadt

Das Herz von Jitschin ist der Wallensteinplatz (Valdštejnovo náměstí). Der großzügige, von Arkadenhäusern umgebene Platz bildet den besten Ausgangspunkt für einen Stadtrundgang. An seinen Seiten stehen farbige Bürgerhäuser mit Laubengängen, während Brunnen, Denkmäler und historische Gebäude für eine repräsentative Atmosphäre sorgen.

Unter den Arkaden findest du kleinere Geschäfte, Cafés und gastronomische Angebote. Gleichzeitig liegen mehrere der wichtigsten Sehenswürdigkeiten direkt am Platz oder nur wenige Schritte entfernt. Dadurch kannst du den zentralen Bereich von Jitschin ohne lange Wege erkunden.

Der Platz verdankt seinen heutigen Namen Albrecht von Wallenstein. Während seiner Herrschaft wurde Jitschin grundlegend umgestaltet. Wallenstein wollte aus der Stadt nicht nur ein Verwaltungszentrum, sondern eine repräsentative Residenzstadt mit Schloss, Kirchen, Klöstern, Gärten und einer bewusst gestalteten Umgebung machen.

Das Valdicer Tor als Wahrzeichen von Jitschin

Das auffälligste Wahrzeichen der Stadt ist das Valdicer Tor (Valdická brána). Der mächtige steinerne Torturm erhebt sich am östlichen Rand des Wallensteinplatzes und ist das einzige erhaltene Tor der früheren Stadtbefestigung. Es entstand zwischen 1568 und 1578 und erhielt später sein charakteristisches Dach mit Turmgalerie und Uhr.

Der Turm ist rund 52 Meter hoch. Von der Aussichtsgalerie eröffnet sich ein weiter Blick über die Dächer der Altstadt, das Jitschiner Hügelland und bei guter Sicht bis zu weiter entfernten Erhebungen und Gebirgszügen. Der Aufstieg führt über zahlreiche Treppenstufen und gehört zu den beliebtesten Erlebnissen in der Innenstadt.

Unterhalb des Turms verläuft noch heute ein Durchgang zwischen dem Wallensteinplatz und dem benachbarten Žižka-Platz (Žižkovo náměstí). Dadurch ist das Valdicer Tor nicht nur ein Aussichtspunkt, sondern weiterhin ein lebendiger Bestandteil des städtischen Wegenetzes.

Das Wallensteinschloss und seine Innenhöfe

An der Südseite des Wallensteinplatzes steht das Wallensteinschloss (Valdštejnský zámek). Sein ältester Renaissanceflügel entstand unter der Adelsfamilie Smiřický. Nachdem das Gebäude 1620 bei einer Schießpulverexplosion schwer beschädigt worden war, ließ Wallenstein es wiederaufbauen und erheblich erweitern.

Zum Schlosskomplex gehörten neben den Wohn- und Repräsentationsräumen auch Stallungen, eine Reithalle und eine Waffenkammer. Besonders sehenswert sind die Innenhöfe mit ihren Arkaden. Das Gebäude prägt einen großen Teil der südlichen Platzseite und gehört zu den wichtigsten Erinnerungsorten der Wallensteinzeit.

Heute wird der weitläufige Komplex für kulturelle und öffentliche Einrichtungen genutzt. Im Schloss befinden sich unter anderem das Regionalmuseum und die Galerie von Jitschin. Auch der angrenzende Schlosspark bietet sich für eine kurze Pause während des Stadtrundgangs an.

Die Kirche des heiligen Jakobus des Älteren

Direkt neben dem Schloss steht die Kirche des heiligen Jakobus des Älteren (kostel sv. Jakuba Většího). Sie sollte nach Wallensteins Vorstellungen ursprünglich Teil eines besonders bedeutenden kirchlichen Zentrums werden. Geplant waren unter anderem vier Türme und eine große Kuppel.

Da Wallenstein 1634 starb und seine weitreichenden Baupläne nicht vollendet wurden, erhielt die Kirche weder die vorgesehenen Türme noch die geplante äußere Kuppel. Im Inneren erzeugt jedoch ein illusionistisches Deckengemälde den Eindruck einer gewölbten Kuppel. Eine überdachte Galerie verband die Kirche mit dem Schloss und ermöglichte der herzoglichen Familie einen geschützten Zugang zum Gotteshaus.

Jitschin als Residenzstadt Wallensteins

Albrecht von Wallenstein übernahm Jitschin zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges und machte die Stadt zum Zentrum seines Herzogtums Friedland. Unter seiner Herrschaft entstanden ambitionierte Pläne für eine vollständig neu geordnete Residenzstadt. Dafür beschäftigte er mehrere italienische Architekten und ließ bedeutende weltliche und kirchliche Gebäude errichten oder umbauen.

Wallensteins Vorstellungen beschränkten sich nicht auf einzelne Bauwerke. Stadt, Landschaft, Verkehrsachsen, Kirchen, Schlossanlagen und Aussichtspunkte sollten zu einer barocken Gesamtkomposition verbunden werden. Sogar eigene Münzen ließ der Herzog in Jitschin prägen.

Nach seiner Ermordung im Jahr 1634 verloren die Bauprojekte ihre politische Grundlage. Viele Vorhaben wurden abgebrochen oder nur teilweise vollendet. Gerade diese unvollständige Vision macht die Wallensteinlandschaft rund um Jitschin heute besonders interessant.

Die Lindenallee zur Wallenstein-Loggia

Eine der schönsten Möglichkeiten, das Zentrum zu verlassen, ist ein Spaziergang durch die Lindenallee (Lipová alej). Die fast zwei Kilometer lange, vierreihige Allee verbindet die Innenstadt mit der Wallenstein-Loggia.

Ursprünglich bestand die Anlage aus rund 1.100 Winterlinden. Die Bäume wurden im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erneuert, sodass nicht mehr die ursprünglichen Exemplare erhalten sind. Die grundsätzliche Struktur der Allee blieb jedoch bestehen. Heute führen sowohl befestigte als auch naturbelassene Wege durch die Baumreihen.

Die Allee war ein wesentlicher Bestandteil von Wallensteins barocker Landschaftskomposition. Ihre Ausrichtung wurde bewusst gewählt und unterstreicht die direkte Sicht- und Wegeachse zwischen der Residenzstadt und dem außerhalb gelegenen Lustschloss.

Wallenstein-Loggia und Park Libosad

Am Ende der Lindenallee erreichst du die Wallenstein-Loggia (Valdštejnská lodžie). Wallenstein ließ sie als repräsentatives Lustschloss am Rand eines früheren Wildgeheges errichten. Zur Anlage gehören ein Ehrenhof, Wirtschaftsgebäude und der weitläufige Park Libosad.

Die Loggia sollte dem Herzog und seinen Gästen als Ort für Unterhaltung, Erholung, gesellschaftliche Treffen und Jagdausflüge dienen. Auch diese Anlage wurde nach Wallensteins Tod nicht vollständig nach den ursprünglichen Plänen fertiggestellt. Spätere Besitzer nahmen Umbauten und Ergänzungen vor.

Heute ist die Wallenstein-Loggia ein beliebtes Spazier- und Kulturziel. Der historische Komplex wird schrittweise restauriert und für Ausstellungen, Veranstaltungen und weitere kulturelle Angebote genutzt. Zusammen mit der Lindenallee bildet er eines der eindrucksvollsten Ausflugsziele im unmittelbaren Umfeld der Stadt.

Rumcajs und die Märchenstadt Jitschin

Neben Wallenstein prägt eine zweite Figur das Bild der Stadt: der Räuber Rumcajs. Die beliebte tschechische Märchenfigur wurde vom Schriftsteller Václav Čtvrtek geschaffen, der einen Teil seiner Kindheit in Jitschin verbrachte. Rumcajs, seine Frau Manka und ihr Sohn Cipísek gehören zu den bekanntesten Figuren der tschechischen Kinderliteratur und des tschechischen Fernsehens.

Die Geschichten greifen zahlreiche Orte und Landschaften rund um Jitschin auf. In der Stadt erinnern unter anderem Rumcajs’ Schusterwerkstatt (Rumcajsova ševcovna), spielerische Ausstellungen und thematische Wege an die Figuren. Besonders für Familien wird die historische Stadt dadurch mit Märchen, Spielen und kleinen Entdeckungen verbunden.

Seit 1990 findet zudem das Festival „Jitschin – Stadt der Märchen“ statt. Während der Veranstaltung verwandeln Aufführungen, Werkstätten, Spiele und fantasievolle Dekorationen Teile der Innenstadt in eine große Märchenwelt.

Kirchen, Jesuiten und jüdisches Erbe

Abseits des Wallensteinplatzes besitzt Jitschin weitere geschichtlich interessante Orte. Zur barocken Stadtentwicklung gehörte das Jesuitenkolleg, dessen weitläufiger Komplex neben der Kirche des heiligen Ignatius von Loyola (kostel sv. Ignáce z Loyoly) entstand. Zum Kolleg gehörten zeitweise unter anderem ein Gymnasium, ein Seminar, eine Apotheke und ein Krankenhaus.

Auch die jüdische Geschichte hat Spuren im Stadtbild hinterlassen. Die ehemalige Synagoge wurde erstmals 1773 schriftlich erwähnt. Gemeinsam mit der jüdischen Schule, historischen Wohnhäusern und dem außerhalb des Zentrums gelegenen jüdischen Friedhof erinnert sie an die frühere jüdische Gemeinde der Stadt.

Natur und Spaziergänge rund um die Stadt

Jitschin liegt im sanft gewellten Jitschiner Hügelland. Direkt nördlich der Stadt erhebt sich der markante Hügel Zebín, der mit seiner kleinen Kapelle auf dem Gipfel schon aus größerer Entfernung zu erkennen ist. Die Umgebung bietet ruhige Wege durch Felder, Baumalleen, Parks und kleinere Waldgebiete.

Innerhalb des Stadtgebiets liegen außerdem mehrere Teiche. Besonders der Teich Kníže und der größere Teich Šibeňák schaffen naturnahe Bereiche, die sich für Spaziergänge und Freizeitaktivitäten eignen. Die Kombination aus historischer Innenstadt und schnell erreichbarer Landschaft macht Jitschin für Reisende interessant, die Kultur und Natur miteinander verbinden möchten.

Ausgangspunkt für die Prachauer Felsen

Zu den wichtigsten Ausflugszielen in der Umgebung gehören die Prachauer Felsen (Prachovské skály). Die bekannte Felsenstadt liegt nur wenige Kilometer nordwestlich von Jitschin und gehört zu den meistbesuchten Naturgebieten des Böhmischen Paradieses.

Das Gebiet besteht aus bis zu rund 40 Meter hohen Sandsteintürmen, engen Durchgängen, Schluchten und Aussichtspunkten. Ein Netz markierter Wanderwege führt durch die Felsen. Zur Auswahl stehen kürzere Rundwege ebenso wie längere Touren mit steilen Treppen und schmalen Felspassagen.

Durch die Nähe zu den Prachauer Felsen eignet sich Jitschin gut als Standort für einen mehrtägigen Aufenthalt. Neben der Felsenstadt erreichst du von hier weitere Burgen, Ruinen, Aussichtspunkte und kleinere Orte des Böhmischen Paradieses.

Für wen lohnt sich Jitschin?

Jitschin eignet sich besonders für Reisende, die kleinere historische Städte abseits der großen touristischen Zentren kennenlernen möchten. Architektur- und Geschichtsinteressierte finden zahlreiche Spuren der Renaissance, des Barocks und der Wallensteinzeit. Familien profitieren von den Märchenthemen rund um Rumcajs und den kurzen Wegen innerhalb des Zentrums.

Für einen Rundgang durch die Altstadt, den Aufstieg auf das Valdicer Tor und einen Spaziergang zur Wallenstein-Loggia solltest du mindestens einen Tag einplanen. Mit einem Ausflug zu den Prachauer Felsen oder weiteren Zielen im Böhmischen Paradies lohnt sich ein Aufenthalt von zwei bis drei Tagen.

Kurzinfos

  • Deutscher Name: Jitschin, ältere Schreibweise Gitschin
  • Tschechischer Name: Jičín
  • Region: Königgrätz (Královéhradecký kraj)
  • Lage: Im Jitschiner Hügelland am Rand des Böhmischen Paradieses
  • Erste schriftliche Erwähnung: 1293
  • Historische Bedeutung: Residenzstadt Albrechts von Wallenstein
  • Bekanntestes Wahrzeichen: Valdicer Tor (Valdická brána)
  • Zentraler Platz: Wallensteinplatz (Valdštejnovo náměstí)
  • Bekannte Märchenfigur: Räuber Rumcajs
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: Ein Tag für die Stadt, zwei bis drei Tage mit Ausflügen
  • Geeignet für: Städtereisende, Familien, Geschichtsinteressierte und Wanderer
  • Nahe Ausflugsziele: Prachauer Felsen, Böhmisches Paradies, Burg Kost, Burgruine Trosky und Schloss Humprecht