Die Thermalquellen von Karlsbad (Karlovy Vary) sind der eigentliche Ursprung der Stadt. Ohne das heiße, stark mineralisierte Wasser gäbe es weder die berühmten Kolonnaden noch die historischen Kurhäuser, Wandelhallen und Promenaden in ihrer heutigen Form.
Im Zentrum von Karlsbad treten zahlreiche gefasste und ungefasste Mineralquellen aus dem Untergrund. Für Besucher sind vor allem die öffentlich zugänglichen Trinkstellen interessant, die sich entlang der Teplá zwischen Sprudelkolonnade, Marktkolonnade, Mühlbrunnkolonnade und Parkkolonnade verteilen.
Die oft genannten Zahlen von 12, 15, 16 oder noch mehr Quellen wirken zunächst widersprüchlich. Tatsächlich hängen sie davon ab, ob geologische Austritte, offiziell anerkannte Heilquellen, traditionell nummerierte Quellen oder öffentlich zugängliche Trinkstellen gezählt werden.
Das natürliche Fundament von Karlsbad
Das Karlsbader Thermalwasser entsteht tief unter der Erdoberfläche. Niederschlagswasser dringt durch Spalten und Störungen in den Untergrund ein, wird dort erwärmt und nimmt Mineralstoffe aus dem umgebenden Gestein auf.
Kohlendioxid unterstützt anschließend den Aufstieg des erwärmten Wassers zurück an die Oberfläche. Je schneller das Wasser aufsteigt, desto weniger Wärme verliert es. Dadurch entstehen die unterschiedlichen Temperaturen der einzelnen Quellen.
Das Quellsystem konzentriert sich auf einen schmalen Bereich entlang der Teplá. Neben den bekannten Trinkstellen existieren zahlreiche weitere gefasste und ungefasste Austritte, die für Besucher kaum sichtbar sind.
Wie viele Quellen gibt es in Karlsbad?
Im öffentlichen Stadtbild begegnen dir rund 15 bekannte Quellen und Trinkstellen. Die traditionelle Nummerierung reicht von Quelle Nr. 1 bis Quelle Nr. 15.
Diese Einteilung ist jedoch nicht ganz eindeutig. Die Fürst-Wenzel-Quelle besitzt beispielsweise zwei Ausläufe mit unterschiedlichen Temperaturen, wird aber nur unter einer Nummer geführt. Die Dorotheenquelle gehört zur historischen Zählung, ist jedoch nicht öffentlich zugänglich und eignet sich nicht als gewöhnliche Trinkquelle.
Hinzu kommt die Eisenquelle, die teilweise als 16. Karlsbader Mineralquelle bezeichnet wird. Geologisch betrachtet existieren darüber hinaus wesentlich mehr Wasseraustritte.
Für einen Stadtrundgang ist daher weniger die genaue Gesamtzahl entscheidend als die Frage, welche Quellen frei zugänglich sind und wo du sie findest.
Zusammensetzung des Thermalwassers
Die meisten Karlsbader Quellen besitzen eine ähnliche mineralische Grundzusammensetzung. Das Wasser enthält unter anderem Natrium, Hydrogencarbonat, Sulfat und Chlorid.
Die Gesamtmenge gelöster Mineralstoffe liegt bei mehreren Gramm pro Liter. Dadurch schmeckt das Wasser deutlich salzig, metallisch und mineralisch. Je nach Quelle, Temperatur und Kohlendioxidgehalt kann der Geschmack etwas unterschiedlich wirken.
Die verschiedenen Temperaturen bedeuten nicht automatisch, dass jede Quelle aus einem vollständig eigenen unterirdischen System stammt. Häufig handelt es sich um Verzweigungen desselben hydrothermalen Quellsystems.
Der Sprudel als wichtigste Quelle
Der Sprudel (Vřídlo) ist die bekannteste, heißeste und ergiebigste Quelle von Karlsbad. Er befindet sich in der Sprudelkolonnade (Vřídelní kolonáda) und tritt mit einer Temperatur von mehr als 70 Grad Celsius aus dem Untergrund.
Durch den natürlichen Druck kann das Wasser mehrere Meter hoch aufsteigen. Die Fontäne im Inneren der Kolonnade ist deshalb eines der auffälligsten Naturphänomene der Stadt.
Für die Trinkkur wird das sehr heiße Wasser an mehreren Ausläufen auf niedrigere Temperaturen abgekühlt. Dadurch kannst du das Sprudelwasser auch probieren, ohne direkt mit der ursprünglichen Austrittstemperatur in Kontakt zu kommen.
Das Sprudelsystem liefert den größten Teil des Karlsbader Thermalwassers. Es versorgt nicht nur Trinkstellen, sondern auch einzelne Kurhäuser, Anwendungen und das Thermalbecken am Hotel Thermal.
Quelle Karl IV.
Die Quelle Karl IV. (Pramen Karla IV.) befindet sich in der Marktkolonnade (Tržní kolonáda). Sie trägt den Namen des böhmischen Königs und römisch-deutschen Kaisers Karl IV., mit dem die Gründungsgeschichte von Karlsbad verbunden ist.
Ein Relief in der Kolonnade erinnert an die Überlieferung, nach der Karl IV. während einer Jagd auf die heißen Quellen aufmerksam geworden sein soll. Diese Erzählung gehört zur Stadtlegende und sollte nicht mit einem vollständig gesicherten historischen Ablauf gleichgesetzt werden.
Die Quelle gehört zu den heißeren Trinkstellen im Kurzentrum und lässt sich gut mit dem Marktbrunnen und dem Unteren Schlossbrunnen verbinden.
Marktbrunnen
Der Marktbrunnen (Tržní pramen) liegt ebenfalls in der Marktkolonnade. Er wurde im 19. Jahrhundert entdeckt und bereitete in seiner frühen Geschichte mehrfach Probleme, da sein Austritt zeitweise schwächer wurde oder versiegte.
Heute befindet sich die Trinkstelle unter der reich verzierten Holzkonstruktion der Kolonnade. Gemeinsam mit der Quelle Karl IV. und dem Unteren Schlossbrunnen bildet sie eine kompakte Quellengruppe am historischen Markt.
Unterer Schlossbrunnen
Der Untere Schlossbrunnen (Dolní zámecký pramen) gehört zur Schlossquelle. Sein öffentlich zugänglicher Auslauf befindet sich heute in der Marktkolonnade.
Die ursprüngliche Quellfassung liegt im Bereich des Schlossbads und ist nicht allgemein zugänglich. Für Besucher ist daher die Trinkstelle in der Marktkolonnade entscheidend.
Obwohl Unterer und Oberer Schlossbrunnen aus demselben Quellsystem stammen, unterscheiden sie sich in Temperatur und Kohlendioxidgehalt. Ursache sind die unterschiedlichen Höhenlagen und Leitungswege.
Oberer Schlossbrunnen
Der Obere Schlossbrunnen (Horní zámecký pramen) befindet sich oberhalb der Marktkolonnade am Schlossberg (Zámecký vrch).
Der öffentlich zugängliche Auslauf liegt in einem kleinen runden Pavillon. Große Teile der historischen Schlosskolonnade gehören dagegen zum Schlossbad und sind nicht frei zugänglich.
Der kurze Aufstieg lohnt sich nicht nur wegen der Quelle. Rund um den Schlossberg findest du auch den Schlossturm und mehrere Ausblicke auf den historischen Markt.
Mühlbrunnen
Der Mühlbrunnen (Mlýnský pramen) gehört zu den ältesten bekannten Karlsbader Quellen. Er befindet sich in einem eigenen Bereich der Mühlbrunnkolonnade (Mlýnská kolonáda).
Sein Name erinnert an eine frühere Mühle, die einst in diesem Abschnitt des Teplá-Tals stand. Die Quelle ist bereits seit mehreren Jahrhunderten dokumentiert.
Durch ihre Lage in der größten historischen Kolonnade der Stadt gehört sie zu den meistbesuchten Trinkstellen von Karlsbad.
Rusalka-Quelle
Die Rusalka-Quelle (Pramen Rusalka) befindet sich ebenfalls in der Mühlbrunnkolonnade. Früher wurde sie als Neubrunnen bezeichnet.
Im frühen 19. Jahrhundert gehörte sie zu den besonders beliebten Quellen der Stadt. Über ihr entstand bereits vor dem Bau der heutigen Mühlbrunnkolonnade eine hölzerne Wandelhalle.
Der heutige Name erinnert an die slawische Sagengestalt Rusalka.
Fürst-Wenzel-Quelle
Die Fürst-Wenzel-Quelle (Pramen knížete Václava) besitzt zwei getrennte Ausläufe in der Mühlbrunnkolonnade.
Beide Trinkstellen gehören zur selben Quelle, unterscheiden sich jedoch in ihrer Temperatur. Dadurch entsteht leicht der Eindruck, es handle sich um zwei eigenständige Quellen.
Die Quelle war früher unter dem Namen Bernhardsbrunnen bekannt und gehörte zeitweise zu den ergiebigeren Karlsbader Austritten.
Libussa-Quelle
Die Libussa-Quelle (Pramen Libuše) liegt ebenfalls innerhalb der Mühlbrunnkolonnade. Sie wurde im 19. Jahrhundert gefasst und trug zunächst einen anderen Namen.
Ihre heutige Bezeichnung erinnert an die sagenhafte böhmische Fürstin Libussa. Wie die benachbarten Quellen lässt sie sich ohne Umweg bei einem Rundgang durch die gesamte Kolonnade probieren.
Felsenquelle
Die Felsenquelle (Skalní pramen) befindet sich am nördlichen Ende der Mühlbrunnkolonnade. Sie gehört zu den kühleren klassischen Thermalquellen des zentralen Kurviertels.
Die Quelle wurde im 19. Jahrhundert im Zusammenhang mit Arbeiten am Felsen oberhalb der Teplá gefasst. Später wurde die Kolonnade gezielt um einen eigenen Bereich für den Quellaustritt erweitert.
Durch ihre etwas niedrigere Temperatur wirkt das Wasser beim Probieren oft zugänglicher als das der sehr heißen Quellen.
Freiheitsquelle
Die Freiheitsquelle (Pramen Svoboda) liegt in einem kleinen Holzpavillon zwischen der Mühlbrunnkolonnade und Bad III (Lázně III).
Sie wurde im 19. Jahrhundert bei Bauarbeiten entdeckt und trug zunächst andere Namen. Zeitweise war sie nach Kaiser Franz Joseph I. benannt.
Heute ist der Pavillon frei zugänglich. Durch seine Lage direkt am Weg lässt sich die Quelle unkompliziert in einen Rundgang durch das Kurzentrum einbauen.
Parkquelle
Die Parkquelle (Sadový pramen) liegt im Bereich des Militärbadehauses nahe der Parkkolonnade (Sadová kolonáda).
Der natürliche Austritt befindet sich innerhalb des Gebäudekomplexes. Eine Abzweigung wurde in einen für Besucher zugänglichen Bereich geleitet.
Die Quelle ist nicht rund um die Uhr erreichbar. Möchtest du sie gezielt besuchen, solltest du die aktuellen Öffnungszeiten des Zugangs vorher prüfen.
Schlangenquelle
Die Schlangenquelle (Hadí pramen) befindet sich direkt in der Parkkolonnade. Sie wurde erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts als öffentliche Trinkstelle eingerichtet.
Das Wasser besitzt einen besonders hohen Kohlendioxidgehalt und ist deutlich kühler sowie schwächer mineralisiert als viele der klassischen Karlsbader Thermalquellen.
Der Auslauf ist leicht an seiner Gestaltung zu erkennen. Die Quelle lässt sich gut mit einem Spaziergang durch den Dvořák-Park (Dvořákovy sady) verbinden.
Dorotheenquelle
Die Dorotheenquelle (Pramen Dorotka) liegt in einem kleinen Pavillon in der Nähe des Parkhotels Richmond.
Sie unterscheidet sich deutlich von den üblichen Karlsbader Trinkquellen. An diesem Ort tritt vor allem trockenes Kohlendioxid aus, während nur eine geringe Menge Wasser gefördert wird.
Der Pavillon ist nicht öffentlich zugänglich. Die Quelle dient heute vor allem Messungen und der Überwachung geologischer Gasaktivität.
Für einen gewöhnlichen Quellenrundgang spielt sie daher keine praktische Rolle.
Stephanie-Quelle
Die Stephanie-Quelle (Pramen Štěpánka) befindet sich im Alois-Klein-Pavillon vor dem Parkhotel Richmond.
Mit einer Temperatur von ungefähr 14 Grad Celsius ist sie keine heiße Thermalquelle im klassischen Sinn. Das Wasser ist eisenhaltig und deutlich schwächer mineralisiert als die meisten Quellen im Kurzentrum.
Die ursprüngliche Quelle wurde im 19. Jahrhundert gefasst, versiegte später und wurde in den 1990er-Jahren durch eine neue Bohrung wieder erschlossen.
Der Pavillon ist frei zugänglich. Die Stephanie-Quelle wurde jedoch bislang nicht als natürliche Heilquelle ausgewiesen.
Eisenquelle
Die Eisenquelle (Železnatý pramen) wird teilweise als 16. Karlsbader Mineralquelle bezeichnet.
Sie liegt außerhalb der klassischen Reihe der heißen Quellen und besitzt eine Temperatur von nur etwa zwölf Grad Celsius. Ihr Wasser weist einen erhöhten Eisengehalt auf.
Die Quelle ist frei zugänglich, gehört aber nicht zu den wichtigsten Stationen eines ersten Rundgangs durch das historische Kurzentrum.
Warum unterscheiden sich die Temperaturen?
Die Temperatur einer Quelle hängt vor allem davon ab, wie schnell das Wasser aus der Tiefe aufsteigt und welchen Weg es bis zum sichtbaren Auslauf zurücklegt.
Schnell aufsteigendes Wasser verliert nur wenig Wärme und tritt sehr heiß aus. Langsamere oder weiter vom Zentrum entfernte Quellarme kühlen stärker ab.
Auch Leitungen, Höhenunterschiede und die bauliche Fassung beeinflussen die gemessene Temperatur. Deshalb können selbst zwei Ausläufe derselben Quelle unterschiedliche Werte besitzen.
Temperaturangaben sind immer als Richtwerte zu verstehen. Sie können sich leicht verändern und werden auf verschiedenen Informationsseiten teilweise unterschiedlich angegeben.
Trinkkur in Karlsbad
Die Trinkkur gehört seit Jahrhunderten zum Karlsbader Kurwesen. Dabei wird das Mineralwasser nicht beliebig, sondern nach einem festgelegten Plan getrunken.
Bei einer medizinischen Kur bestimmt ein Arzt, welche Quelle geeignet ist, wie viel Wasser getrunken werden soll und zu welcher Tageszeit die Anwendung erfolgt. Auch die Temperatur der Quelle kann dabei eine Rolle spielen.
Traditionell wird das Wasser aus einer Karlsbader Schnabeltasse langsam getrunken. Die schmale Tülle hilft dabei, das heiße Wasser vorsichtig zu dosieren.
Kleine Kostproben gehören für viele Besucher zu einem Stadtrundgang. Eine regelmäßige oder medizinisch ausgerichtete Trinkkur solltest du jedoch nicht ohne fachliche Empfehlung beginnen.
Geschmack und Verträglichkeit
Das Wasser der Karlsbader Quellen schmeckt stark mineralisch, salzig und teilweise metallisch. Viele Besucher empfinden den Geschmack zunächst als ungewohnt.
Die einzelnen Quellen können sich trotz ähnlicher Grundzusammensetzung leicht unterscheiden. Temperatur und Kohlendioxidgehalt beeinflussen den Eindruck zusätzlich.
Sehr heißes Wasser solltest du vorsichtig trinken. Es empfiehlt sich, zunächst nur eine kleine Menge zu probieren und das Wasser langsam zu trinken.
Auf größere Mengen oder das Probieren zahlreicher Quellen direkt hintereinander solltest du verzichten, wenn du nicht an stark mineralisiertes Wasser gewöhnt bist.
Nutzung für Bäder und Anwendungen
Das Thermalwasser wird nicht nur an Trinkstellen ausgegeben. Ein Teil wird über Leitungen zu Kurhäusern, Hotels und medizinischen Einrichtungen transportiert.
Dort dient es unter anderem für Wannenbäder, medizinische Anwendungen und einzelne Wellnessbehandlungen. Der Sprudel und die Schlossquelle spielen dabei eine besonders wichtige Rolle.
Auch das kleinere Thermalbecken im Saunia Thermal Resort am Hotel Thermal wird mit abgekühltem Karlsbader Sprudelwasser gefüllt.
Ein normales Schwimmbecken in einem Karlsbader Kurhotel enthält jedoch nicht automatisch Thermalwasser. Häufig wird das Mineralwasser nur für einzelne Anwendungen verwendet.
Sprudelstein und mineralische Ablagerungen
Beim Abkühlen des Thermalwassers lagern sich Mineralstoffe ab. Dadurch entstehen harte, teilweise farbig gebänderte Ablagerungen, die als Sprudelstein oder Sinter bezeichnet werden.
Diese Ablagerungen bilden sich in Leitungen, an Quellfassungen und in unterirdischen Hohlräumen. Die technischen Anlagen müssen deshalb regelmäßig gereinigt werden.
Besonders anschaulich wird dieser Prozess in der Unterwelt der Sprudelkolonnade. Dort kannst du sehen, wie das heiße Wasser gefasst, verteilt und kontrolliert wird.
Ein Teil des Mineralwassers wird traditionell auch zur Herstellung versinterter Souvenirs verwendet.
Die wichtigsten Quellen für einen ersten Besuch
Bei einem ersten Aufenthalt musst du nicht alle bekannten Quellen aufsuchen. Die wichtigsten liegen ohnehin entlang der zentralen Promenade.
Beginnen kannst du am Sprudel in der Sprudelkolonnade. Danach erreichst du in wenigen Minuten die Marktkolonnade mit der Quelle Karl IV., dem Marktbrunnen und dem Unteren Schlossbrunnen.
Von dort führt der Weg zur Mühlbrunnkolonnade mit Mühlbrunnen, Rusalka-Quelle, Fürst-Wenzel-Quelle, Libussa-Quelle und Felsenquelle.
Anschließend kannst du über die Freiheitsquelle weiter zur Parkquelle und zur Schlangenquelle in der Parkkolonnade gehen.
Rundgang entlang der Thermalquellen
Ein kompakter Quellenrundgang beginnt an der Sprudelkolonnade. Von dort gehst du zur Marktkolonnade und anschließend hinauf zum Oberen Schlossbrunnen.
Danach führt die Route zurück zur Teplá und weiter durch die Mühlbrunnkolonnade. Nach der Felsenquelle erreichst du den Pavillon der Freiheitsquelle.
Der Rundgang endet an der Parkquelle und der Schlangenquelle im Bereich des Dvořák-Parks.
Ohne längere Stopps lässt sich die Strecke in ungefähr einer Stunde bewältigen. Mit Verkostungen, Architektur, Fotos und kleinen Pausen solltest du eher eineinhalb bis zwei Stunden einplanen.
Die Stephanie-Quelle und die Dorotheenquelle liegen weiter südlich beim Parkhotel Richmond und eignen sich eher als Ergänzung zu einem längeren Spaziergang.
Zugänglichkeit der Quellen
Die meisten Trinkstellen in der Markt-, Mühlbrunn- und Parkkolonnade sind kostenlos zugänglich.
Einschränkungen gelten vor allem für die Sprudelkolonnade, die Parkquelle, Teile der Schlossquelle und die Dorotheenquelle.
Der Sprudel ist nur während der Öffnungszeiten der Sprudelkolonnade erreichbar. Die Parkquelle liegt in einem Gebäudebereich mit festen Zugangszeiten.
Der Hauptbereich der Schlossquelle gehört zum Schlossbad, während öffentliche Ausläufe am Oberen Schlossbrunnen und in der Marktkolonnade liegen.
Die Dorotheenquelle ist nicht öffentlich zugänglich.
Quellen können wegen Wartungsarbeiten, technischer Probleme oder Veränderungen im Quellsystem zeitweise ausfallen.
Bedeutung für das Stadtbild
Die Thermalquellen prägen fast alle wichtigen Bereiche des historischen Karlsbads. Die Kolonnaden wurden errichtet, damit Kurgäste das Wasser trinken und sich dabei geschützt bewegen konnten.
Kurhäuser, Hotels, Promenaden und Parks orientieren sich am Verlauf der Quellen und an den Abläufen der Trinkkur.
Seit 2021 gehört Karlsbad zur UNESCO-Welterbestätte Great Spa Towns of Europe. Dabei wird nicht nur einzelne Architektur geschützt, sondern das gesamte Zusammenspiel aus Quellen, Kurhäusern, Wandelhallen, Parks und Kurlandschaft.
Für Besucher sind die Thermalquellen deshalb weit mehr als Trinkstellen. Sie verbinden Natur, Medizin, Architektur und Stadtgeschichte.
Kurzinfos
Name: Thermalquellen von Karlsbad
Ort: Karlsbad (Karlovy Vary)
Art: Thermomineralisches Quellsystem
Öffentlich erlebbare Quellen und Trinkstellen: Rund 15
Traditionelle Nummerierung: Quellen Nr. 1 bis Nr. 15
Zusätzliche Mineralquelle: Eisenquelle
Wichtigste Quelle: Sprudel (Vřídlo)
Höchste Temperatur: Mehr als 70 Grad Celsius
Sprudelhöhe: Bis zu etwa zwölf Meter
Wichtigste Kolonnaden: Sprudelkolonnade, Marktkolonnade, Mühlbrunnkolonnade und Parkkolonnade
Quellen in der Marktkolonnade: Quelle Karl IV., Marktbrunnen und Unterer Schlossbrunnen
Quellen in der Mühlbrunnkolonnade: Mühlbrunnen, Rusalka-Quelle, Fürst-Wenzel-Quelle, Libussa-Quelle und Felsenquelle
Quelle in der Parkkolonnade: Schlangenquelle
Separater Pavillon: Freiheitsquelle
Nur eingeschränkt zugänglich: Parkquelle und Teile der Schlossquelle
Nicht öffentlich zugänglich: Dorotheenquelle
Kältere Quellen: Stephanie-Quelle und Eisenquelle
Kosten: Öffentlich zugängliche Trinkstellen überwiegend kostenlos
Zeitbedarf für den zentralen Quellenrundgang: Etwa eineinhalb bis zwei Stunden
Geeignet für: Kurgeschichte, Architektur, Spaziergänge und kleine Kostproben
Gut kombinierbar mit: Kolonnaden, Schlossturm, Kirche St. Maria Magdalena, Dvořák-Park und Unterwelt der Sprudelkolonnade
Wichtiger Hinweis: Temperaturen, Zugänglichkeit und einzelne Quellaustritte können sich verändern. Größere Mengen Thermalwasser nur nach ärztlicher Empfehlung trinken.