Klattau (Klatovy) ist eine traditionsreiche Stadt in Westböhmen und ein guter Ausgangspunkt für Entdeckungen am Rand des Böhmerwaldes. Das historische Zentrum wird von markanten Türmen, barocken Kirchen, Bürgerhäusern und Resten der mittelalterlichen Stadtbefestigung geprägt. Viele Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander und lassen sich bequem zu Fuß erkunden.
Sehenswürdigkeiten und Altstadt
Das Herz von Klattau ist der Friedensplatz (Náměstí Míru). Rund um den zentralen Platz befinden sich das Rathaus, der Schwarze Turm, die Jesuitenkirche und mehrere historische Bürgerhäuser. Ergänzt wird das Stadtbild durch den Weißen Turm, die Kirche Mariä Geburt und erhaltene Abschnitte der früheren Stadtmauer.
Klattauer Katakomben
Unter der Jesuitenkirche liegen die bekannten Klattauer Katakomben. In den historischen Gruftanlagen wurden Jesuiten, Adelige und bedeutende Bürger der Stadt bestattet. Durch ein besonderes Belüftungssystem blieben mehrere Verstorbene auf natürliche Weise mumifiziert. Die Katakomben gehören zu den ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Museen, Glas und Stadtgeschichte
Klattau besitzt mehrere interessante Museen und Ausstellungsorte. Die barocke Apotheke „Zum Weißen Einhorn“ bewahrt eine historische Apothekeneinrichtung mit Gefäßen, Instrumenten und Arzneischränken. Das Dr.-Hostaš-Museum widmet sich der Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung. Im Glaspavillon Klattau wird bedeutendes Jugendstilglas aus dem Böhmerwald präsentiert.
Parks und Spaziergänge
Neben der historischen Altstadt bietet Klattau auch ruhige Grünanlagen. Der Mercandin-Stadtpark eignet sich für Spaziergänge und Pausen abseits des Zentrums. Weitere Wege führen entlang der ehemaligen Stadtbefestigung oder zu stadtnahen Anhöhen und Aussichtspunkten.
Ausflüge rund um Klattau
Die Umgebung von Klattau ist reich an Burgen, Schlössern und Naturzielen. Beliebte Ausflugsziele sind die Wasserburg Schwihau (Vodní hrad Švihov), Burg und Schloss Klenová sowie die Burg Welhartitz (Hrad Velhartice). Auch der Böhmerwald mit Eisenstein (Železná Ruda), dem Schwarzen See und zahlreichen Wanderwegen ist gut erreichbar.
Sehenswürdigkeiten und historische Altstadt
- Friedensplatz (Náměstí Míru)
- Schwarzer Turm (Černá věž)
- Rathaus von Klattau (Klatovská radnice)
- Jesuitenkirche der Unbefleckten Empfängnis und des heiligen Ignatius (Kostel Neposkvrněného početí Panny Marie a svatého Ignáce)
- Kirche Mariä Geburt (Kostel Narození Panny Marie)
Katakomben, Kirchen und Stadtgeschichte
- Klattauer Katakomben (Klatovské katakomby)
- Weißer Turm (Bílá věž)
- Klattauer Madonna (Klatovská Madona)
- St.-Laurentius-Kirche (Kostel svatého Vavřince)
- Historische Stadtbefestigung von Klattau
Museen, Kunst und Ausstellungen
- Barockapotheke „Zum Weißen Einhorn“ (Barokní lékárna U Bílého jednorožce)
- Dr.-Hostaš-Museum (Vlastivědné muzeum Dr. Hostaše)
- Glaspavillon Klattau (Pavilon skla Klatovy)
- Galerie „Zum Weißen Einhorn“ (Galerie U Bílého jednorožce)
- Jugendstilglas der Glashütte Lötz aus Klostermühle (Klášterský Mlýn)
Parks, Natur und aktive Erlebnisse
- Mercandin-Stadtpark (Mercandinovy sady)
- Hůrka-Park und Aussichtspunkt
- Spaziergang entlang der Klattauer Stadtmauern
- Radfahren rund um Klattau
- Wandern im Klattauer Hügelland
Traditionen, Architektur und Stadtleben
- Klattauer Nelken (Klatovské karafiáty)
- Jesuitisches Erbe in Klattau
- Wallfahrt zur Klattauer Madonna
- Historische Bürgerhäuser am Friedensplatz
- Kulturveranstaltungen und Stadtfeste in Klattau
Ausflüge und Reiseplanung
- Wasserburg Schwihau (Vodní hrad Švihov)
- Burg und Schloss Klenová (Hrad a zámek Klenová)
- Burg Welhartitz (Hrad Velhartice)
- Klattau an einem Tag
- Anreise und Parken in Klattau
Klattau entdecken: Lerne die Stadt kennen
Klattau (Klatovy) gehört zu den interessantesten historischen Städten in Westböhmen. Die ehemalige königliche Stadt liegt südlich von Pilsen am Übergang zum Böhmerwald und verbindet ein geschlossenes historisches Zentrum mit barocken Kirchen, mittelalterlichen Befestigungsanlagen, außergewöhnlichen Museen und überraschend viel Grün.
Schon aus der Ferne prägen mehrere Türme die Silhouette der Stadt. Im Zentrum ragt der mächtige Schwarze Turm über die Dächer, während die beiden hellen Türme der Jesuitenkirche das Bild des Friedensplatzes bestimmen. Unter der Kirche verbergen sich die berühmten Klattauer Katakomben mit natürlich mumifizierten Verstorbenen.
Klattau eignet sich besonders für Reisende, die historische Städte abseits der bekanntesten Touristenrouten entdecken möchten. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander und lassen sich bequem zu Fuß erreichen. Gleichzeitig ist die Stadt ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge zu Burgen, Schlössern und Naturzielen im Böhmerwaldvorland.
Königliche Stadt an einem bedeutenden Handelsweg
Klattau wurde um 1260 unter dem böhmischen König Přemysl Ottokar II. als königliche Stadt gegründet. Die Lage an einer wichtigen Handelsverbindung zwischen Böhmen und Bayern brachte der Stadt wirtschaftliche Vorteile. Händler, Handwerker und Reisende sorgten dafür, dass sich Klattau zu einem bedeutenden regionalen Zentrum entwickelte.
Besonders im 16. Jahrhundert erlebte die Stadt eine Phase wirtschaftlicher Blüte. Aus dieser Zeit stammen mehrere prägende Bauwerke, darunter der Schwarze Turm und Teile der historischen Befestigungsanlagen. Wiederholte Stadtbrände, Kriege und politische Veränderungen hinterließen jedoch deutliche Spuren.
Im 17. Jahrhundert ließen sich die Jesuiten in Klattau nieder. Sie gründeten ein Kolleg, förderten das Bildungswesen und veränderten das Stadtbild durch den Bau ihrer monumentalen Kirche. Ihr Einfluss ist bis heute vor allem rund um den Friedensplatz sichtbar.
Friedensplatz als Mittelpunkt der Altstadt
Das Herz von Klattau ist der Friedensplatz (Náměstí Míru). Der große, annähernd quadratische Marktplatz wird von historischen Bürgerhäusern, dem Rathaus, dem Schwarzen Turm und der Jesuitenkirche eingerahmt.
Die Fassaden rund um den Platz stammen aus unterschiedlichen Epochen. Renaissance, Barock, Klassizismus und historistische Umbauten bilden ein abwechslungsreiches Stadtbild. Straßencafés, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen sorgen dafür, dass der Platz nicht nur als historische Kulisse dient, sondern weiterhin der lebendige Mittelpunkt der Stadt ist.
Mehrere der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Klattau liegen unmittelbar am Friedensplatz oder nur wenige Schritte davon entfernt. Dadurch eignet sich der Platz hervorragend als Ausgangspunkt für einen Rundgang durch die Altstadt.
Schwarzer Turm – das Wahrzeichen von Klattau
Der Schwarze Turm (Černá věž) ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Er wurde zwischen 1547 und 1557 als Wach-, Glocken- und Alarmturm errichtet. Von seiner Spitze aus konnten Türmer die Stadt und die umliegende Landschaft überwachen und bei Bränden oder drohenden Angriffen Alarm schlagen.
Mit einer Höhe von über 80 Metern überragt der Turm das historische Zentrum deutlich. Seine dunkle Fassade aus Bruchstein bildet einen auffälligen Kontrast zu den hellen Fassaden der umliegenden Gebäude.
Über eine lange Treppe gelangst du zur Aussichtsplattform. Von dort eröffnet sich ein weiter Blick über den Friedensplatz, die Dächer der Altstadt und das hügelige Umland. Bei guter Sicht reicht der Blick bis zu den Höhenzügen des Böhmerwaldes.
Direkt neben dem Turm steht das Rathaus. Sein heutiges Erscheinungsbild entstand überwiegend bei einer Umgestaltung im frühen 20. Jahrhundert. Die dekorative Fassade und der mächtige Turm bilden gemeinsam eines der charakteristischsten Bauensembles von Klattau.
Jesuitenkirche und Klattauer Katakomben
Die Jesuitenkirche der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria und des heiligen Ignatius (Kostel Neposkvrněného početí Panny Marie a svatého Ignáce) gehört zu den bedeutendsten Barockbauten der Stadt.
Ihre repräsentative Doppelturmfassade beherrscht eine Seite des Friedensplatzes. Im Inneren erwarten dich ein reich gestalteter Kirchenraum, barocke Altäre und illusionistische Wand- und Deckenmalereien. Die Architektur sollte Gläubige beeindrucken und gleichzeitig die Bedeutung des Jesuitenordens in der Stadt sichtbar machen.
Unter der Kirche befinden sich die Klattauer Katakomben. In den Gruftanlagen wurden zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert Jesuiten, Angehörige des Adels, Förderer des Ordens und bedeutende Bürger bestattet.
Ein ausgeklügeltes Belüftungssystem sorgte dafür, dass zahlreiche Verstorbene auf natürliche Weise mumifiziert wurden. Einige der erhaltenen Mumien können heute im Rahmen einer Ausstellung besichtigt werden. Ergänzende Informationen vermitteln Einblicke in die Geschichte des Jesuitenordens, die damaligen Bestattungsrituale und das Leben in der Barockzeit.
Die Katakomben gehören zu den ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Westböhmens und sind für viele Besucher der wichtigste Grund für eine Reise nach Klattau.
Barockapotheke „Zum Weißen Einhorn“
Ebenfalls am Friedensplatz befindet sich die barocke Apotheke „Zum Weißen Einhorn“ (U Bílého jednorožce). Hinter der historischen Fassade eines Bürgerhauses ist eine nahezu vollständig erhaltene Apothekeneinrichtung untergebracht.
Die Ausstattung stammt teilweise aus der ehemaligen Apotheke des Jesuitenkollegs. Zu sehen sind kunstvoll verzierte Schränke, historische Arzneigefäße, Waagen, Mörser, Instrumente und verschiedene Geräte zur Herstellung von Medikamenten.
Die Räume vermitteln einen anschaulichen Eindruck davon, wie Apotheker in früheren Jahrhunderten arbeiteten. Neben der medizinischen Versorgung spielten Kräuterkunde, Chemie und die eigene Herstellung von Arzneimitteln eine wichtige Rolle.
Durch die geschlossene historische Ausstattung gehört die Apotheke zu den wertvollsten erhaltenen barocken Apotheken in Tschechien.
Kirche Mariä Geburt und Klattauer Madonna
Die Kirche Mariä Geburt (Kostel Narození Panny Marie) ist eine der ältesten Kirchen der Stadt. Ihre Ursprünge reichen bis in die Zeit der mittelalterlichen Stadtgründung zurück. Durch spätere Umbauten verbindet das Gebäude gotische, renaissancezeitliche und barocke Elemente.
Im Inneren befindet sich das Gnadenbild der Klattauer Madonna. Seit dem späten 17. Jahrhundert gilt es als wundertätig und machte die Stadt zu einem regional bedeutenden Wallfahrtsort. Pilger kamen nach Klattau, um vor dem Marienbild zu beten und um Hilfe oder Heilung zu bitten.
Unmittelbar neben der Kirche steht der Weiße Turm (Bílá věž). Er wurde ursprünglich als Glockenturm und als Zugang zum damaligen Friedhof errichtet. Nach einem schweren Stadtbrand erhielt er im 18. Jahrhundert seine heutige Form.
Der helle Turm bildet einen deutlichen Gegenpol zum Schwarzen Turm am Friedensplatz. Beide Bauwerke gehören zu den wichtigsten Orientierungspunkten innerhalb der Altstadt.
Mittelalterliche Stadtbefestigung
Klattau war im Mittelalter von mächtigen Mauern, Türmen, Bastionen und einem Wassergraben umgeben. Die Befestigungsanlagen sollten die königliche Stadt vor Angriffen schützen und den Zugang durch die Stadttore kontrollieren.
Im 19. Jahrhundert wurden größere Teile der Mauern und Tore abgetragen, weil sie die weitere Entwicklung der Stadt behinderten. Dennoch sind vor allem an der Ostseite der Altstadt mehrere Abschnitte erhalten geblieben.
Rundtürme, Mauerreste und ehemalige Wallbereiche lassen erkennen, wie stark Klattau einst befestigt war. Heute verlaufen an Teilen der früheren Verteidigungsanlagen Spazierwege und Grünflächen. Ein Rundgang entlang der Mauern ergänzt die bekannten Sehenswürdigkeiten rund um den Friedensplatz.
Dr.-Hostaš-Museum und regionale Geschichte
Das Dr.-Hostaš-Museum (Vlastivědné muzeum Dr. Hostaše) widmet sich der Geschichte von Klattau und der umliegenden Region. Es befindet sich in einem markanten Museumsgebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert.
Die Sammlungen behandeln unter anderem Stadtgeschichte, Handwerk, Archäologie, Alltagskultur und regionale Traditionen. Wechselnde Ausstellungen ergänzen die dauerhaften Präsentationen.
Benannt ist das Museum nach Karel Hostaš, einem bedeutenden Heimatforscher, Museumsgründer und ehemaligen Bürgermeister. Das Museum eignet sich besonders, wenn du die historischen Zusammenhänge hinter den Bauwerken und Traditionen der Stadt besser verstehen möchtest.
Glaspavillon und Jugendstilglas aus dem Böhmerwald
Im Garten des Dr.-Hostaš-Museums befindet sich der Glaspavillon Klattau (Pavilon skla Klatovy). Der moderne Ausstellungspavillon präsentiert vor allem Kunstglas aus der berühmten Glashütte Lötz in Klostermühle (Klášterský Mlýn).
Die Glashütte gehörte um 1900 zu den international bedeutendsten Herstellern von Jugendstilglas. Ihre Vasen und Kunstobjekte zeichnen sich durch leuchtende Farben, schimmernde Oberflächen und organische Formen aus.
Die Verbindung aus moderner Pavillonarchitektur und historischen Glasobjekten macht die Ausstellung auch für Besucher interessant, die sich normalerweise nur selten mit Kunstglas beschäftigen. Gleichzeitig erinnert sie an die lange Glasmachertradition des Böhmerwaldes.
Ehemaliges Dominikanerkloster und St.-Laurentius-Kirche
Die St.-Laurentius-Kirche (Kostel svatého Vavřince) gehörte ursprünglich zu einem Dominikanerkloster. Der mittelalterliche Komplex wurde während der Hussitenkriege beschädigt und später mehrfach umgebaut.
Nach Bränden und Zerstörungen entstand die Kirche überwiegend in barocker Form neu. Im Zuge der Reformen Kaiser Josephs II. wurde das Kloster im 18. Jahrhundert aufgehoben.
Heute wird die ehemalige Klosterkirche vor allem für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Damit verbindet sie das historische Erbe der Stadt mit dem heutigen Kulturleben.
Klattauer Nelken als Symbol der Stadt
Klattau ist traditionell für seine Nelkenzucht bekannt. Im 19. Jahrhundert begannen örtliche Züchter damit, besondere Sorten zu kultivieren. Die Klattauer Nelken entwickelten sich zu einem bekannten Produkt und wurden weit über die Region hinaus geschätzt.
Die Blumen zeichnen sich durch ihre Farben, Muster und teilweise gezackten Blütenblätter aus. Nelkenschauen und Ausstellungen erinnern bis heute an diese örtliche Tradition.
Die Nelke ist damit nicht nur eine Zierpflanze, sondern ein Stück Klattauer Stadtgeschichte. Sie steht für Gartenbau, bürgerliche Kultur und die Begeisterung früherer Generationen für die Züchtung neuer Sorten.
Mercandin-Stadtpark und grüne Spazierwege
Südlich des historischen Zentrums liegt der Mercandin-Stadtpark (Mercandinovy sady). Die große Parkanlage wurde im 19. Jahrhundert als Landschaftspark angelegt und gehört zu den wichtigsten Erholungsgebieten der Stadt.
Alte Bäume, Wiesen, Wasserflächen, Wege und kleinere Gartenbereiche schaffen eine ruhige Umgebung. Der Park eignet sich für Spaziergänge, Pausen und einen entspannten Abschluss nach der Besichtigung der Altstadt.
Auch entlang der ehemaligen Stadtmauern und in der Umgebung des Museums findest du Grünanlagen. Klattau wirkt dadurch trotz seiner historischen Bebauung vergleichsweise offen und grün.
Wandern und Radfahren rund um Klattau
Die Landschaft rund um Klattau bildet den Übergang zwischen dem Pilsner Becken und dem Böhmerwald. Sanfte Hügel, Felder, Wälder und kleinere Dörfer eignen sich für Wanderungen und Fahrradtouren.
Stadtnahe Wege führen zu Aussichtspunkten, Kapellen und bewaldeten Höhen. Zu den bekannten Naherholungsgebieten gehört die Hůrka mit Spazierwegen und Blicken auf die Stadt.
Klattau ist außerdem eng mit dem Radsport verbunden. Mehrere regionale Routen führen durch die Umgebung, und die Stadt dient als Ausgangspunkt für anspruchsvollere Touren in Richtung Böhmerwald.
Ausgangspunkt für Ausflüge in Westböhmen
Durch seine Lage eignet sich Klattau sehr gut als Basis für Ausflüge. Nördlich der Stadt liegt die Wasserburg Schwihau (Vodní hrad Švihov), eine der bedeutendsten spätgotischen Wasserburgen Tschechiens.
Südwestlich befindet sich Burg und Schloss Klenová (Hrad a zámek Klenová). Die Anlage verbindet eine mittelalterliche Burgruine, ein neugotisches Schloss, Kunstausstellungen und einen Skulpturenpark.
Ein weiteres lohnendes Ziel ist die Burg Welhartitz (Hrad Velhartice), die besonders wegen ihrer ungewöhnlichen steinernen Brücke bekannt ist. Für längere Ausflüge bieten sich Eisenstein (Železná Ruda), der Schwarze See (Černé jezero), der Teufelssee (Čertovo jezero) und weitere Naturziele im Böhmerwald an.
Auch Bergreichenstein (Kašperské Hory), die Burg Karlsberg (Hrad Kašperk) und Taus (Domažlice) lassen sich von Klattau aus erreichen.
Klattau an einem Tag oder Wochenende
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum kannst du an einem Tag kennenlernen. Ein typischer Rundgang beginnt am Friedensplatz, führt auf den Schwarzen Turm und anschließend in die Jesuitenkirche und die Katakomben.
Danach bieten sich die barocke Apotheke, die Kirche Mariä Geburt, der Weiße Turm und die erhaltenen Stadtmauern an. Für das Dr.-Hostaš-Museum, den Glaspavillon und den Mercandin-Stadtpark solltest du zusätzliche Zeit einplanen.
Mit einer Übernachtung kannst du die Stadt ruhiger erkunden und einen Ausflug zu einer der umliegenden Burgen ergänzen. Klattau eignet sich deshalb sowohl für einen Tagesausflug als auch für ein kulturreiches Wochenende am Rand des Böhmerwaldes.
Kurzinfos
- Deutscher Name: Klattau
- Tschechischer Name: Klatovy
- Region: Region Pilsen (Plzeňský kraj)
- Historische Bedeutung: Königliche Stadt an einer Handelsverbindung zwischen Böhmen und Bayern
- Gründung: Um 1260 unter König Přemysl Ottokar II.
- Historisches Zentrum: Friedensplatz (Náměstí Míru)
- Bekanntestes Wahrzeichen: Schwarzer Turm (Černá věž)
- Besondere Sehenswürdigkeit: Klattauer Katakomben
- Lokale Tradition: Zucht der Klattauer Nelken
- Bedeutendes Museum: Barockapotheke „Zum Weißen Einhorn“
- Kunst und Design: Glaspavillon mit Jugendstilglas der Glashütte Lötz
- Empfohlene Aufenthaltsdauer: Ein Tag für die Altstadt, zwei Tage mit Museen und Ausflug
- Geeignet für: Geschichtsinteressierte, Kulturreisende, Familien, Stadtwanderer und Böhmerwaldurlauber
- Nahe Ausflugsziele: Wasserburg Schwihau, Burg und Schloss Klenová, Burg Welhartitz und Böhmerwald