Nachod (Náchod)

Nachod (Náchod) liegt im Nordosten Böhmens direkt an der Grenze zu Polen. Die Stadt verbindet ein historisches Zentrum mit einem weithin sichtbaren Schloss, bedeutenden Festungsanlagen und einer abwechslungsreichen Umgebung. Durch ihre Lage im Tal der Mettau (Metuje) eignet sich Nachod sowohl für einen kurzen Stadtbesuch als auch als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Glatzer Grenzland.

Schloss und historische Altstadt

Über dem Zentrum erhebt sich das Schloss Nachod, das aus einer mittelalterlichen Burg hervorging und später zu einer repräsentativen Schlossanlage ausgebaut wurde. Unterhalb des Schlossberges liegt der Masarykplatz mit historischen Bürgerhäusern, Rathäusern und der Laurentiuskirche. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum kannst du bequem zu Fuß miteinander verbinden.

Festungen und Militärgeschichte

Die Umgebung von Nachod ist für ihre tschechoslowakischen Grenzbefestigungen aus den 1930er-Jahren bekannt. Zu den wichtigsten Anlagen gehören die Artilleriefestung Dobrošov und der restaurierte Infanteriebunker Březinka. Unterirdische Gänge, technische Einrichtungen und Ausstellungen geben Einblicke in die Verteidigungsplanung vor dem Zweiten Weltkrieg.

Wandern und Aussichtspunkte

Bewaldete Höhenzüge beginnen direkt am Stadtrand. Beliebte Wege führen vom Zentrum nach Dobrošov, zu den Festungsanlagen und zur Jirásek-Hütte mit Aussichtsturm. Auch der Waldpark Montace und die Wege entlang der Mettau bieten Möglichkeiten für kürzere Spaziergänge.

Kurtradition in Běloves

Der Stadtteil Běloves ist eng mit der Geschichte der örtlichen Mineralquellen verbunden. Die Kleine Kuranlage Běloves erinnert mit einer Kolonnade, Wasserstellen und einem Kneippweg an die frühere Kurtradition. Die ruhige Anlage eignet sich für eine Pause oder einen Spaziergang in Richtung der polnischen Grenze.

Ausflüge im tschechisch-polnischen Grenzland

Von Nachod erreichst du mehrere interessante Ziele auf beiden Seiten der Grenze. Dazu gehören Bad Kudowa (Kudowa-Zdrój), Neustadt an der Mettau (Nové Město nad Metují), Ratibořitz (Ratibořice) und das Großmuttertal (Babiččino údolí). Auch die Braunauer Wände und die Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt eignen sich für Tagesausflüge.


Sehenswürdigkeiten & historische Altstadt

  • Schloss Nachod (Státní zámek Náchod)
  • Masarykplatz (Masarykovo náměstí)
  • Laurentiuskirche (Kostel svatého Vavřince)
  • Altes Rathaus (Stará radnice)
  • Neues Rathaus (Nová radnice)

Kultur, Museen & Stadtgeschichte

  • Museum des Nachoder Landes (Muzeum Náchodska)
  • Galerie der Bildenden Künste in Nachod (Galerie výtvarného umění v Náchodě)
  • Josef Škvorecký und Nachod
  • Geschichte von Nachod
  • Schlacht bei Nachod 1866

Festungen & Militärgeschichte

  • Artilleriefestung Dobrošov (Dělostřelecká tvrz Dobrošov)
  • Infanteriebunker Březinka (Pěchotní srub N-S 82 Březinka)
  • Infanteriebunker Lom (Pěchotní srub N-S 81 Lom)
  • Infanteriebunker Voda (Pěchotní srub N-S 84 Voda)
  • Tschechoslowakische Grenzbefestigungen rund um Nachod

Natur, Wandern & Aussichtspunkte

  • Jirásek-Hütte (Jiráskova chata)
  • Waldpark Montace (Lesopark Montace)
  • Wanderung von Nachod nach Dobrošov
  • Spaziergänge entlang der Mettau (Metuje)
  • Radfahren im Glatzer Grenzland (Kladské pomezí)

Reiseplanung & Aufenthalt

  • Nachod an einem Tag
  • Nachod mit Kindern
  • Anreise nach Nachod
  • Parken in Nachod
  • Übernachten in Nachod

Ausflugsziele rund um Nachod

  • Bad Kudowa (Kudowa-Zdrój) ab Nachod
  • Neustadt an der Mettau (Nové Město nad Metují)
  • Ratibořitz und Großmuttertal (Ratibořice und Babiččino údolí)
  • Braunauer Wände (Broumovské stěny)
  • Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt (Adršpašsko-teplické skály)

Nachod entdecken: Lerne die Stadt kennen

Nachod (Náchod) liegt im Nordosten Böhmens unmittelbar an der Grenze zu Polen. Die Stadt gehört zur Region Königgrätz (Královéhradecký kraj) und bildet eines der wichtigsten Zentren des Glatzer Grenzlandes. Ihre Lage im Tal der Mettau (Metuje), das weithin sichtbare Schloss und die bewaldeten Höhenzüge verleihen Nachod einen besonders abwechslungsreichen Charakter.

Bei einem Besuch kannst du eine kompakte historische Innenstadt, ein weitläufiges Schlossareal, bedeutende tschechoslowakische Befestigungsanlagen und ruhige Naturgebiete miteinander verbinden. Gleichzeitig eignet sich Nachod als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Braunauer Bergland, zum Großmuttertal oder in die benachbarten polnischen Kurorte.

Eine Stadt am historischen Weg nach Schlesien

Die Entwicklung Nachods ist eng mit seiner Lage an einem alten Handelsweg verbunden. Bereits im Mittelalter führte eine wichtige Verbindung durch das Tal der Mettau in Richtung des Glatzer Landes und weiter nach Schlesien. An einer engen Stelle des Tals ließ der böhmische Adlige Hron aus dem Geschlecht der Načeratic um die Mitte des 13. Jahrhunderts eine Burg errichten.

Unterhalb der Burg entstand nach und nach eine befestigte Stadt. Als Gründungsjahr Nachods wird gewöhnlich 1254 genannt. Der Name der Stadt soll sich vom tschechischen Wort „náchod“ ableiten, das sinngemäß einen Zugang oder Durchgang bezeichnet. Damit verweist bereits der Stadtname auf die strategische Lage an einem wichtigen Übergang.

Die Herrschaft Nachod wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach ihren Besitzer. Zu den bedeutenden Adelsfamilien gehörten die Herren von Dubá, die Familie Smiřický, die italienische Familie Piccolomini und später das Haus Schaumburg-Lippe. Jede dieser Epochen hinterließ ihre Spuren an der Burg, im Schloss und in der Stadt.

Schloss Nachod über der Altstadt

Das wichtigste Wahrzeichen der Stadt ist das Schloss Nachod (Státní zámek Náchod). Es erhebt sich auf einem bewaldeten Hügel direkt über dem historischen Zentrum und ist von vielen Stellen der Stadt aus sichtbar. Die Anlage entstand ursprünglich als gotische Burg, die den Handelsweg und die Grenze sichern sollte.

Während des 16. und frühen 17. Jahrhunderts wurde die mittelalterliche Burg unter der Familie Smiřický zu einem repräsentativen Renaissance- und manieristischen Schloss umgebaut. Später ließ die Familie Piccolomini die Anlage im barocken Stil erweitern und neu ausstatten.

Heute besteht das Schloss aus mehreren Gebäudeflügeln, die sich um fünf Innenhöfe gruppieren. Zu den markantesten Bestandteilen gehören der mächtige Rundturm, historische Befestigungselemente und die weithin sichtbare Schlossfassade.

Im Inneren kannst du historische Wohn- und Repräsentationsräume besichtigen. Besonders eindrucksvoll sind die frühbarocke Spanische Halle, wertvolle Wandteppiche, Gemälde, Möbel und umfangreiche Sammlungen aus dem Besitz der früheren Schlossfamilien. Mehrere Besichtigungsrouten widmen sich unterschiedlichen Epochen und Bereichen der Anlage.

Auch das Außengelände gehört zu den reizvollsten Orten Nachods. Vom Schlossberg eröffnen sich Ausblicke auf das Stadtzentrum, das Tal der Mettau und die umliegenden Hügel. Der Aufstieg vom Hauptplatz ist stellenweise steil, aber relativ kurz.

Der Masarykplatz im historischen Zentrum

Das Herz der Stadt bildet der Masarykplatz (Masarykovo náměstí). Der lang gestreckte Platz liegt direkt unterhalb des Schlossberges und wird von historischen Bürgerhäusern, öffentlichen Gebäuden und kleineren Geschäften eingerahmt.

Zu den wichtigsten Bauwerken gehört das Alte Rathaus mit seiner barocken Fassade. Ergänzt wird das Stadtbild durch das Neue Rathaus, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand. Die unterschiedlichen Baustile rund um den Platz zeigen, wie sich Nachod über mehrere Jahrhunderte entwickelt hat.

In der Mitte des Platzes befinden sich Denkmäler und historische Schmuckelemente. Von hier aus erreichst du viele zentrale Sehenswürdigkeiten zu Fuß. Cafés, Restaurants und kleinere Geschäfte machen den Platz zugleich zu einem geeigneten Ausgangspunkt für einen Rundgang durch die Stadt.

Die Laurentiuskirche

Direkt am Masarykplatz steht die Laurentiuskirche (Kostel svatého Vavřince). Sie gehört zu den ältesten und auffälligsten Sakralbauten der Stadt. Eine Kirche an dieser Stelle wurde bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts erwähnt.

Das heutige Erscheinungsbild entstand durch mehrere Umbauten nach Bränden und Beschädigungen. Besonders charakteristisch sind die beiden unterschiedlich gestalteten Türme, die zusammen mit dem Schloss die Silhouette Nachods prägen.

Der Kirchenraum ist vergleichsweise schlicht gestaltet. Gerade im Zusammenspiel mit dem Hauptplatz und dem Schlossberg gehört die Laurentiuskirche jedoch zu den wichtigsten historischen Orientierungspunkten der Stadt.

Militärgeschichte rund um Nachod

Aufgrund seiner Grenzlage spielte Nachod auch in militärischen Konflikten immer wieder eine wichtige Rolle. In der Umgebung fanden unter anderem Kämpfe während des Deutschen Krieges von 1866 statt. Besonders sichtbar ist die Militärgeschichte heute jedoch an den tschechoslowakischen Grenzbefestigungen aus den 1930er-Jahren.

Diese Anlagen wurden errichtet, um die damalige Tschechoslowakei gegen einen möglichen Angriff des nationalsozialistischen Deutschlands zu verteidigen. Rund um Nachod entstand ein dichtes System aus Infanteriebunkern, Artilleriewerken, unterirdischen Gängen und weiteren Verteidigungsanlagen.

Mehrere dieser Bauwerke sind heute zugänglich und gehören zu den bedeutendsten militärhistorischen Sehenswürdigkeiten der Region.

Die Artilleriefestung Dobrošov

Südöstlich des Stadtzentrums liegt die Artilleriefestung Dobrošov (Pevnost Dobrošov). Sie wurde in den Jahren 1937 und 1938 als Teil der tschechoslowakischen Grenzbefestigung gebaut.

Die Festung sollte aus mehreren oberirdischen Kampfwerken bestehen, die durch ein umfangreiches unterirdisches System miteinander verbunden waren. Nach dem Münchner Abkommen im September 1938 wurden die Bauarbeiten eingestellt. Die Anlage konnte daher nicht vollständig fertiggestellt und ausgerüstet werden.

Heute kannst du bei einer Führung Teile der unterirdischen Gänge, Treppenhäuser, Munitionsräume und technischen Bereiche besichtigen. Die Dimensionen der Anlage vermitteln einen eindrucksvollen Eindruck davon, wie umfangreich die Verteidigungsplanungen der damaligen Tschechoslowakei waren.

Rund um die Festung führen Wander- und Lehrwege zu weiteren Befestigungsanlagen. Ein Besuch lässt sich gut mit einer Wanderung zur Jirásek-Hütte verbinden.

Der Infanteriebunker Březinka

Zu den bekanntesten einzelnen Befestigungsanlagen bei Nachod gehört der Infanteriebunker Březinka. Das Werk wurde nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft aufwendig restauriert und möglichst originalgetreu in den Zustand des Jahres 1938 zurückversetzt.

Im Inneren befinden sich rekonstruierte technische Anlagen, Ausrüstungsgegenstände und Waffen. Dadurch kannst du nachvollziehen, unter welchen Bedingungen die Soldaten in den Befestigungen eingesetzt worden wären.

Březinka gehört zu den anschaulichsten militärhistorischen Museen im Glatzer Grenzland. Der Bunker ist Teil eines größeren Systems und lässt sich über Wanderwege mit weiteren Befestigungsanlagen verbinden.

Dobrošov und die Jirásek-Hütte

Oberhalb Nachods liegt der Ortsteil Dobrošov. Die bewaldete Anhöhe ist nicht nur wegen der Festungsanlagen ein beliebtes Ausflugsziel. Hier befindet sich auch die Jirásek-Hütte (Jiráskova chata), die nach Plänen des bekannten Architekten Dušan Jurkovič gestaltet wurde.

Zur Hütte gehört ein Aussichtsturm, von dem du bei guter Sicht über Nachod, das Glatzer Grenzland und Teile des benachbarten Polens blicken kannst. Die Lage auf rund 620 Metern Höhe macht Dobrošov zu einem attraktiven Ziel für Spaziergänge, Wanderungen und kurze Ausflüge aus dem Stadtzentrum.

Mehrere markierte Wege führen durch die Wälder und entlang der ehemaligen Verteidigungslinie. Dadurch lassen sich Natur, Aussicht und Militärgeschichte auf einer gemeinsamen Tour erleben.

Kurtradition im Stadtteil Běloves

Der Stadtteil Běloves liegt östlich des Zentrums in Richtung der polnischen Grenze. Er ist für seine Mineralquellen und seine frühere Kurtradition bekannt. Über lange Zeit wurde das örtliche Mineralwasser für Trinkkuren und therapeutische Anwendungen genutzt.

An diese Geschichte erinnert heute die Kleine Kuranlage Běloves (Malé lázně Běloves). Die moderne Anlage greift Elemente der früheren Kuranlagen auf und bietet eine kleine Kolonnade, Sitzbereiche, Wasserstellen und einen Kneippweg.

An den Quellen Jan und Běla kannst du das örtliche Mineralwasser probieren. Die Anlage ist kein klassischer großer Kurort, sondern vor allem ein ruhiger Ort für Spaziergänge, Erholung und eine kurze Pause.

Běloves eignet sich außerdem als Ausgangspunkt für Spaziergänge entlang der Mettau und für Touren zu den nahe gelegenen Befestigungsanlagen.

Museen und regionale Geschichte

Das Museum des Nachoder Landes (Muzeum Náchodska) widmet sich der Geschichte der Stadt und der umliegenden Region. Seine Sammlungen behandeln unter anderem die Stadtentwicklung, das Leben der Bewohner, regionale Handwerksberufe und wichtige historische Ereignisse.

Je nach Ausstellung kannst du archäologische Funde, historische Dokumente, Fotografien, Alltagsgegenstände und Kunstwerke kennenlernen. Das Museum ergänzt den Besuch von Schloss und Altstadt um einen genaueren Einblick in die lokale Geschichte.

Auch die Galerie der Bildenden Künste in Nachod zeigt regelmäßig Ausstellungen. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf tschechischer Kunst des 19., 20. und 21. Jahrhunderts.

Nachod und Josef Škvorecký

Nachod ist eng mit dem Schriftsteller Josef Škvorecký verbunden, der 1924 in der Stadt geboren wurde. Er zählt zu den bekanntesten tschechischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts.

Seine Heimatstadt taucht in mehreren seiner Werke in veränderter Form auf. Besonders deutlich wird dies in Romanen wie „Feiglinge“ und „Eine prima Saison“, in denen er das gesellschaftliche und kulturelle Leben einer böhmischen Kleinstadt beschreibt.

Verschiedene Orte, Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen erinnern an den Schriftsteller. Für Literaturinteressierte eröffnet sich dadurch eine zusätzliche Perspektive auf Nachod und seine Geschichte im 20. Jahrhundert.

Spaziergänge und Natur in der Stadt

Obwohl Nachod ein regionales Zentrum ist, liegen Wälder und Naturgebiete direkt am Stadtrand. Besonders beliebt ist der Waldpark Montace, der sich in der Nähe der Mettau erstreckt.

Durch das Gebiet führen Spazier- und Lehrwege, die sich mit der regionalen Tier- und Pflanzenwelt beschäftigen. Der Park eignet sich für eine ruhige Pause abseits des Stadtzentrums und ist auch für kürzere Spaziergänge geeignet.

Weitere Wege führen vom Zentrum zum Schloss, nach Dobrošov, entlang der Mettau oder zu den Befestigungsanlagen. Da Nachod in einem hügeligen Gebiet liegt, musst du auf vielen Strecken mit Steigungen rechnen.

Wandern und Radfahren rund um Nachod

Die Umgebung der Stadt bietet zahlreiche Möglichkeiten für aktive Ausflüge. Wanderwege verbinden Nachod mit Dobrošov, dem Großmuttertal, Neustadt an der Mettau und weiteren Orten des Glatzer Grenzlandes.

Auch Radfahrer finden mehrere regionale Routen. Die Strecken verlaufen teilweise durch Flusstäler, teilweise über bewaldete Höhen. Aufgrund des hügeligen Geländes sind einige Touren sportlich anspruchsvoll.

Nachod eignet sich besonders als Standort, wenn du Stadtbesichtigung, Wanderungen und Tagesausflüge miteinander verbinden möchtest. Durch die Nähe zur polnischen Grenze sind auch grenzüberschreitende Touren möglich.

Ausflugsziele in der Umgebung

Nur wenige Kilometer von Nachod entfernt liegt der polnische Kurort Bad Kudowa (Kudowa-Zdrój). Die Stadt ist für ihren Kurpark, die historischen Kuranlagen und die Mineralquellen bekannt. Sie lässt sich schnell über den Grenzübergang bei Běloves erreichen.

Südwestlich von Nachod befindet sich Neustadt an der Mettau (Nové Město nad Metují). Die historische Stadt besitzt einen besonders schönen Marktplatz, ein Schloss und eine gut erhaltene Altstadt.

Ein weiteres bekanntes Ziel ist Ratibořitz (Ratibořice) mit dem Großmuttertal (Babiččino údolí). Die Kulturlandschaft ist eng mit der tschechischen Schriftstellerin Božena Němcová und ihrem Roman „Die Großmutter“ verbunden.

Für Naturfreunde bieten sich Ausflüge in die Braunauer Wände, nach Braunau (Broumov) oder zur Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt an. Die Sandsteinlandschaften gehören zu den bekanntesten Naturzielen im Nordosten Böhmens.

Wie viel Zeit solltest du für Nachod einplanen?

Für das historische Zentrum und einen Rundgang rund um das Schloss solltest du mindestens einen halben bis einen ganzen Tag einplanen. Eine ausführliche Schlossbesichtigung benötigt zusätzliche Zeit.

Möchtest du außerdem die Artilleriefestung Dobrošov, den Bunker Březinka und die Kleine Kuranlage Běloves besuchen, sind zwei Tage empfehlenswert. Mit zusätzlichen Ausflügen in das Großmuttertal, nach Neustadt an der Mettau oder nach Bad Kudowa eignet sich Nachod auch für einen Aufenthalt von drei oder mehr Tagen.

Die Stadt ist besonders interessant für Reisende, die Geschichte, Schlösser, Militärarchitektur, Wandern und weniger überlaufene Reiseziele miteinander verbinden möchten.

Kurzinfos

  • Deutscher Name: Nachod
  • Tschechischer Name: Náchod
  • Region: Königgrätz (Královéhradecký kraj)
  • Historische Landschaft: Glatzer Grenzland (Kladské pomezí)
  • Fluss: Mettau (Metuje)
  • Gründung: um die Mitte des 13. Jahrhunderts, gewöhnlich mit 1254 angegeben
  • Bekanntestes Wahrzeichen: Schloss Nachod (Státní zámek Náchod)
  • Weitere wichtige Sehenswürdigkeiten: Masarykplatz, Laurentiuskirche, Artilleriefestung Dobrošov und Infanteriebunker Březinka
  • Besonderheit: historische Grenzstadt mit bedeutenden tschechoslowakischen Befestigungsanlagen
  • Kurtradition: Mineralquellen und Kleine Kuranlage im Stadtteil Běloves
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: ein bis zwei Tage
  • Geeignet für: Schlossbesucher, Geschichtsinteressierte, Wanderer und Reisende auf der Suche nach weniger bekannten böhmischen Städten
  • Nahe Ausflugsziele: Bad Kudowa, Neustadt an der Mettau, Ratibořitz, Großmuttertal, Braunauer Wände und Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt