Podiebrad (Poděbrady)

Podiebrad (Poděbrady) ist eine traditionsreiche Kurstadt an der Elbe und ein angenehmes Reiseziel für alle, die Geschichte, Erholung und Natur miteinander verbinden möchten. Rund 50 Kilometer östlich von Prag erwarten dich ein gepflegter Kurpark, historische Sehenswürdigkeiten, Mineralquellen und ruhige Wege entlang des Flusses. Die überschaubare Stadt eignet sich für einen Tagesausflug ebenso wie für ein entspanntes Wochenende.

Kurstadt mit langer Tradition

Seit der Entdeckung einer kohlensäurehaltigen Mineralquelle im Jahr 1905 entwickelte sich Podiebrad zu einem bedeutenden Kurort. Die Stadt ist besonders auf die Behandlung von Herz-, Gefäß- und Kreislauferkrankungen spezialisiert. Kurhäuser, Wellnessangebote und mehrere Mineralquellen prägen bis heute ihren Charakter.

Schloss und König Georg von Podiebrad

Das Schloss Podiebrad (Zámek Poděbrady) steht unmittelbar an der Elbe und geht auf eine mittelalterliche Wasserburg zurück. Eng verbunden ist die Stadt mit König Georg von Podiebrad, der zu den wichtigsten Herrschern der böhmischen Geschichte gehört. Auf dem Georgsplatz erinnert ein monumentales Reiterdenkmal an ihn.

Kurpark und Libenský-Kolonnade

Der lang gestreckte Kurpark bildet die grüne Mitte der Stadt. Er verbindet den Bahnhof mit dem historischen Zentrum und lädt mit Blumenbeeten, Springbrunnen, alten Bäumen und zahlreichen Sitzgelegenheiten zum Spazieren ein. Zu den bekanntesten Orten gehören die Libenský-Kolonnade und die farbenfrohe Blumenuhr.

Historisches Zentrum und Kultur

Rund um den Georgsplatz findest du historische Bürgerhäuser, das Alte und das Neue Rathaus sowie eine barocke Mariensäule. Museen und Gedenkstätten vermitteln mehr über die Geschichte der Stadt, die Region an der Elbe und die Entwicklung des Kurwesens.

Elbe, Radwege und Ausflugsschifffahrt

Die Elbe prägt das Landschaftsbild von Podiebrad. Wege entlang des Ufers eignen sich für Spaziergänge, Radtouren und Fahrten mit Inlineskates. In der warmen Jahreszeit werden außerdem Ausflugsschifffahrten angeboten. Besonders beliebt ist die flache Radstrecke in Richtung Nymburk.

Erholung und Ausflüge in der Umgebung

Neben Kurpark und Elbufer bietet der Podiebrader See im Sommer Möglichkeiten zum Baden und Entspannen. Auch die Umgebung lässt sich gut erkunden. Zu den interessanten Ausflugszielen gehören Nymburk, Libitz an der Cidlina, Kolín und die historische Stadt Kuttenberg.


Sehenswürdigkeiten & historische Orte

  • Schloss Podiebrad (Zámek Poděbrady)
  • Georgsplatz (Jiřího náměstí)
  • Reiterdenkmal König Georgs von Podiebrad
  • Heilig-Kreuz-Kirche (Kostel Povýšení svatého Kříže)
  • Mariä-Himmelfahrt-Kirche der Bergleute (Havířský kostelík)

Kurstadt, Quellen & Wellness

  • Kurpark von Podiebrad
  • Libenský-Kolonnade (Libenského kolonáda)
  • Mineralquellen und Heilwasser in Podiebrad
  • Poděbradka: Mineralwasser aus Podiebrad
  • Kur- und Wellnessaufenthalt in Podiebrad

König Georg & Stadtgeschichte

  • König Georg von Podiebrad: Leben und Bedeutung
  • Gedenkstätte König Georgs von Podiebrad
  • Geschichte von Podiebrad
  • Vom mittelalterlichen Handelsort zur Kurstadt
  • Stadterhebung von Podiebrad im Jahr 1472

Museen, Architektur & Kultur

  • Elblandmuseum (Polabské muzeum)
  • Villen und Kurarchitektur in Podiebrad
  • Obereigner-Villa (Obereignerova vila)
  • Villa Kouřimka
  • Kultur und Veranstaltungen in Podiebrad

Elbe, Natur & Freizeit

  • Elbufer und Uferpromenade in Podiebrad
  • Ausflugsschifffahrt auf der Elbe
  • Podiebrader See (Jezero Poděbrady)
  • Radfahren von Podiebrad nach Nymburk
  • Golf in Podiebrad

Reiseplanung & Ausflüge

  • Podiebrad an einem Tag
  • Wochenende in Podiebrad
  • Anreise nach Podiebrad
  • Ausflug von Prag nach Podiebrad
  • Ausflugsziele rund um Podiebrad

Podiebrad entdecken: Lerne die Stadt kennen

Podiebrad (Poděbrady) gehört zu den bekanntesten Kurstädten Mittelböhmens. Die Stadt liegt rund 50 Kilometer östlich von Prag an der Elbe und verbindet historische Sehenswürdigkeiten mit gepflegten Parkanlagen, Mineralquellen und einer angenehm ruhigen Atmosphäre. Anders als die großen böhmischen Kurorte Karlsbad oder Marienbad wirkt Podiebrad überschaubar und entspannt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander und lassen sich bequem zu Fuß entdecken.

Das Stadtbild wird vor allem durch den lang gestreckten Kurpark, die Libenský-Kolonnade, das Schloss und den historischen Georgsplatz geprägt. Hinzu kommen Spazierwege entlang der Elbe, Cafés, Kurhotels und mehrere Mineralwasserquellen. Dadurch eignet sich Podiebrad sowohl für einen Tagesausflug als auch für ein ruhiges Wochenende mit Wellness, Kultur und Ausflügen in die Umgebung.

Kurstadt im Herzen Mittelböhmens

Podiebrad liegt in der flachen Landschaft des Elblandes (Polabí). Die Region ist von der Elbe, fruchtbaren Ebenen, Wäldern und zahlreichen Radwegen geprägt. Durch die ebene Lage kannst du die Stadt und ihr Umland besonders gut zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf Inlineskates erkunden.

Der zentrale Kurpark erstreckt sich vom Bahnhof fast bis zum historischen Zentrum. Wenn du mit dem Zug anreist, gelangst du deshalb direkt in den wichtigsten touristischen Bereich der Stadt. Entlang der Parkanlage findest du Kurhäuser, Springbrunnen, Blumenbeete, Pavillons und Sitzgelegenheiten. Die breite Grünachse verleiht Podiebrad einen offenen und gepflegten Charakter.

Die Kurtradition ist bis heute überall sichtbar. Besucher kommen nicht nur wegen medizinischer Anwendungen nach Podiebrad, sondern auch für Wellnessaufenthalte, Spaziergänge und erholsame Wochenenden. Das Zentrum bleibt dabei lebendig und wirkt nicht wie ein abgeschlossener Kurbezirk.

Vom mittelalterlichen Handelsplatz zur königlichen Stadt

Die Geschichte Podiebrads reicht weit in die Vergangenheit zurück. Die Lage an einer Furt durch die Elbe machte den Ort früh zu einem wichtigen Übergang an einer Handelsverbindung zwischen Prag, Ostböhmen, Schlesien und Polen. Der Name Poděbrady wird bereits im Mittelalter erwähnt.

Im 13. Jahrhundert ließ König Přemysl Otakar II. an der Elbe eine steinerne Wasserburg errichten. Rund um die befestigte Anlage entwickelte sich eine Siedlung mit Händlern, Handwerkern und Bediensteten. Aus der mittelalterlichen Burg ging später das heutige Schloss Podiebrad hervor.

Besondere Bedeutung erlangte die Stadt durch die Herren von Kunstadt und Podiebrad. Ihr bekanntester Vertreter war Georg von Podiebrad (Jiří z Poděbrad), der 1458 zum böhmischen König gewählt wurde. Er ist bis heute die wichtigste historische Persönlichkeit der Stadt.

Georg von Podiebrad versuchte, ein Bündnis europäischer Herrscher zu schaffen, das Konflikte friedlich lösen und ein gemeinsames Vorgehen gegen äußere Bedrohungen ermöglichen sollte. Seine Pläne werden häufig als früher europäischer Einigungsgedanke betrachtet. Im Jahr 1472 wurde Podiebrad zur Stadt erhoben und erhielt wichtige Stadtrechte.

Schloss Podiebrad an der Elbe

Das Schloss Podiebrad (Zámek Poděbrady) ist das wichtigste historische Bauwerk der Stadt. Es steht direkt oberhalb der Elbe und bildet gemeinsam mit dem Georgsplatz das historische Zentrum. Die Anlage geht auf die mittelalterliche Wasserburg zurück, wurde später im Stil der Renaissance verändert und im 18. Jahrhundert unter Maria Theresia erneut umgebaut.

Heute wirkt das Schloss vergleichsweise schlicht und geschlossen. Seine Bedeutung liegt weniger in prunkvollen Innenräumen als in seiner langen Geschichte. Im ältesten Teil der Anlage befindet sich eine Gedenkstätte für König Georg von Podiebrad. Die Ausstellung beschäftigt sich mit seinem Leben, seiner Familie, seiner Herrschaft und seinen politischen Vorstellungen.

Zu den wertvollsten erhaltenen Bereichen gehören gotische Wandmalereien in der ehemaligen Dreikönigskapelle. Außerdem erinnert eine Ausstellung an den Bildhauer Bohuslav Schnirch, der das bekannte Reiterdenkmal auf dem Georgsplatz schuf.

Das Schloss spielt auch für die Entwicklung Podiebrads zur Kurstadt eine entscheidende Rolle. Im Schlosshof wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Mineralquelle erschlossen. Eine Markierung erinnert heute an den historischen Bohrpunkt.

Georgsplatz mit Reiterdenkmal

Der Georgsplatz (Jiřího náměstí) liegt unmittelbar vor dem Schloss und bildet das historische Herz Podiebrads. Der weitläufige Platz ist von Bürgerhäusern, öffentlichen Gebäuden, Restaurants und Cafés umgeben.

Im Mittelpunkt steht das monumentale Reiterdenkmal für König Georg von Podiebrad. Es wurde vom Bildhauer Bohuslav Schnirch geschaffen und gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Der König wird auf einem Pferd dargestellt und erinnert an die enge Verbindung zwischen Podiebrad und der böhmischen Geschichte.

Auf dem Platz befinden sich außerdem eine barocke Mariensäule, das Alte Rathaus und das Neue Rathaus. Einige Häuser wurden nach einem verheerenden Stadtbrand im Jahr 1681 neu errichtet. Da anschließend Steinbauten vorgeschrieben wurden, veränderte sich das Aussehen des historischen Zentrums dauerhaft.

Der Georgsplatz eignet sich gut als Ausgangspunkt für einen Rundgang. Von hier erreichst du das Schloss, das Elbufer, den Kurpark und mehrere weitere Sehenswürdigkeiten innerhalb weniger Minuten.

Entstehung der Kurstadt

Die moderne Entwicklung Podiebrads begann im Jahr 1905. Bei einer Bohrung im Innenhof des Schlosses wurde in knapp 100 Metern Tiefe stark kohlensäurehaltiges Mineralwasser entdeckt. Bereits wenige Jahre später begann der reguläre Kurbetrieb.

Nach dem Ersten Weltkrieg wuchs Podiebrad zu einer modernen Kurstadt heran. Neue Kurhäuser, Hotels, Parkanlagen und Quellenpavillons entstanden. Seit den 1920er-Jahren konzentrierten sich die medizinischen Anwendungen besonders auf Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufs und der Blutgefäße.

Aus dieser Spezialisierung entwickelte sich der Ruf Podiebrads als „Kurort für das Herz“. Neben dem Mineralwasser spielen Bewegung, Erholung und das milde Klima eine wichtige Rolle. Noch heute gehören medizinische Aufenthalte, Rehabilitation und Wellness zu den wichtigsten Angeboten der Stadt.

Das örtliche Mineralwasser ist unter dem Namen Poděbradka bekannt. Es enthält viel natürliche Kohlensäure und besitzt einen deutlich mineralischen Geschmack. Mehrere Quellen sind über die Stadt verteilt und können teilweise direkt genutzt werden.

Kurpark als grüne Mitte der Stadt

Der Kurpark ist der wichtigste Aufenthaltsbereich Podiebrads. Er beginnt in der Nähe des Bahnhofs und führt in Richtung historisches Zentrum. Breite Wege, alte Bäume, Blumenbeete, Rasenflächen und Springbrunnen bestimmen das Bild.

Durch seine zentrale Lage verbindet der Park die verschiedenen Stadtbereiche miteinander. Auf einem Spaziergang kommst du an Kurhotels, Cafés, Quellpavillons und kleineren Denkmälern vorbei. Zahlreiche Bänke laden zu Pausen ein.

Besonders im Frühling und Sommer wirkt der Park farbenfroh und lebendig. Viele Besucher verbinden den Spaziergang mit einem Kaffee, einer Kurwaffel oder einem Glas Mineralwasser. Trotz seiner zentralen Lage bietet der Park viel Ruhe.

Eine bekannte Sehenswürdigkeit ist die Blumenuhr. Ihre Bepflanzung wird regelmäßig neu gestaltet. Die Uhr gehört gemeinsam mit den Springbrunnen und der Kolonnade zu den beliebtesten Fotomotiven der Kurstadt.

Libenský-Kolonnade und Mineralquellen

Die Libenský-Kolonnade (Libenského kolonáda) steht im Zentrum des Kurparks. Sie wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts errichtet und besteht aus einem überdachten Wandelgang und einem verglasten Quellpavillon.

Die Kolonnade ist kleiner und schlichter als die großen Wandelhallen in Karlsbad oder Marienbad. Gerade dadurch passt sie gut zum ruhigen Charakter Podiebrads. Sie bietet Schutz vor Sonne und Regen und dient als Treffpunkt im Kurviertel.

In der Stadt gibt es mehrere benannte Mineralquellen. Dazu gehören unter anderem die Libenský-Quelle, die Rieger-Quelle, die Boček-Quelle, die Trnka-Quelle und eine Quelle im Bereich des Schlosses. Nicht jede Quelle ist ständig zugänglich. Der Geschmack des Wassers kann aufgrund des hohen Mineral- und Kohlensäuregehalts ungewohnt sein.

Die Quellpavillons, Brunnen und kleinen Trinkstellen sind wichtige Bestandteile des Stadtbildes. Sie zeigen, wie eng die alltägliche Atmosphäre Podiebrads mit der Kurtradition verbunden ist.

Kirchen und religiöse Denkmäler

Zu den bedeutendsten Sakralbauten gehört die Heilig-Kreuz-Kirche (Kostel Povýšení svatého Kříže). Ihre Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück. In der Kirche wurde Kunigunde von Sternberg, die erste Ehefrau Georgs von Podiebrad, bestattet.

Das heutige Erscheinungsbild der Kirche ist vor allem durch spätere Umbauten geprägt. Im 19. Jahrhundert erhielt sie neugotische Elemente. Die Kirche steht etwas außerhalb des direkten Kurviertels und lässt sich gut in einen erweiterten Stadtrundgang einbeziehen.

Eine besondere Geschichte besitzt die kleine Mariä-Himmelfahrt-Kirche der Bergleute (Havířský kostelík Nanebevzetí Panny Marie). Sie erinnert an Bergleute aus Kuttenberg, die im 15. Jahrhundert in Podiebrad hingerichtet worden sein sollen. Das kleine Gotteshaus liegt südlich des Zentrums und gehört zu den geschichtlich ungewöhnlichsten Orten der Stadt.

Weitere religiöse Denkmäler befinden sich rund um den Georgsplatz und in den älteren Stadtteilen. Sie verdeutlichen die lange Entwicklung Podiebrads von einer mittelalterlichen Siedlung zur königlichen Stadt und zum modernen Kurort.

Elblandmuseum und Geschichte der Region

Das Elblandmuseum (Polabské muzeum) widmet sich der Geschichte Podiebrads und der gesamten Region entlang der Elbe. Die Ausstellungen behandeln Archäologie, Alltagsleben, Stadtgeschichte und die Entwicklung des Kurwesens.

Besonders interessant ist die Verbindung zwischen regionaler Geschichte und moderner Kurstadt. Historische Dokumente, Modelle und Alltagsgegenstände zeigen, wie sich Podiebrad über Jahrhunderte verändert hat. Auch die Förderung und Abfüllung des Mineralwassers wird thematisiert.

Das Museum eignet sich besonders für Besucher, die mehr über die Stadt erfahren möchten, als bei einem Spaziergang unmittelbar sichtbar wird. Zusammen mit der Gedenkstätte im Schloss bildet es den wichtigsten kulturellen Anlaufpunkt Podiebrads.

Villen und Architektur des Kurviertels

Mit dem Aufstieg zur Kurstadt entstanden zahlreiche repräsentative Villen, Hotels und öffentliche Gebäude. Viele stammen aus dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert und verbinden Historismus, Jugendstil und moderne Architektur.

Zu den bekannten Gebäuden gehören die Obereigner-Villa und die Villa Kouřimka. Daneben prägen kleinere Pensionen, Kurhäuser und Wohnvillen die Straßen rund um den Park. Nicht alle Gebäude können besichtigt werden, doch ihre Fassaden machen einen Spaziergang durch das Kurviertel abwechslungsreich.

Die Architektur Podiebrads wirkt weniger monumental als in den großen westböhmischen Kurorten. Statt prachtvoller Grandhotels findest du hier eine Mischung aus kleineren Kurhäusern, funktionalen Gebäuden und grünen Wohnstraßen.

Spaziergänge entlang der Elbe

Die Elbe ist neben dem Kurpark das wichtigste landschaftliche Element Podiebrads. Direkt unterhalb des Schlosses beginnt eine Uferpromenade, die sich für kurze Spaziergänge und längere Touren eignet.

Vom Flussufer hast du einen guten Blick auf das Schloss, das Wehr, die Schleuse und das Wasserkraftwerk. Bänke und Grünflächen bieten Möglichkeiten für eine Pause. Besonders am frühen Morgen oder am Abend ist die Atmosphäre ruhig.

In der warmen Jahreszeit werden teilweise Ausflugsschifffahrten angeboten. Die Fahrten führen durch die flache Landschaft des Elblandes und verbinden den Stadtbesuch mit einem entspannten Erlebnis auf dem Wasser. Fahrpläne und Strecken ändern sich jedoch saisonal.

Die Uferwege sind auch für Radfahrer und Inlineskater interessant. Dank der flachen Landschaft kannst du ohne größere Steigungen weite Strecken zurücklegen.

Radwege durch das Elbland

Podiebrad ist ein guter Ausgangspunkt für Radtouren. Besonders beliebt ist die Strecke entlang der Elbe nach Nymburk. Der Weg verläuft weitgehend eben und führt durch die offene Landschaft des Elblandes.

In westlicher und südlicher Richtung erreichst du weitere kleine Orte, Wälder und Seen. Eine interessante Tour führt nach Libitz an der Cidlina (Libice nad Cidlinou). Dort befinden sich die Überreste eines frühmittelalterlichen Burgwalls, der mit dem bedeutenden Adelsgeschlecht der Slavnikiden verbunden ist.

Die ebenen Wege eignen sich auch für Familien und weniger erfahrene Radfahrer. In Podiebrad kannst du eine Stadtbesichtigung deshalb gut mit einer kurzen oder längeren Radtour kombinieren.

Podiebrader See

Südlich des Stadtzentrums liegt der Podiebrader See (Jezero Poděbrady). Das Gewässer entstand aus einer früheren Abbaustätte und wird heute als Freizeit- und Badesee genutzt.

Im Sommer kommen Besucher zum Baden, Sonnen und Entspannen an den See. Sandige Bereiche, Liegewiesen und Freizeiteinrichtungen machen ihn zu einer guten Ergänzung zum historischen und gesundheitstouristischen Angebot der Stadt.

Der See ist besonders für Familien, Sommergäste und Besucher interessant, die ihren Stadtspaziergang mit einigen Stunden am Wasser verbinden möchten. Außerhalb der Badesaison eignet sich das Gebiet für ruhige Spaziergänge.

Golf und weitere Freizeitmöglichkeiten

Podiebrad bietet neben Spazierwegen und Radrouten auch Möglichkeiten zum Golfen, Tennis, Reiten und Angeln. Der örtliche Golfplatz besitzt 18 Löcher und liegt in grüner Umgebung außerhalb des direkten Zentrums.

Durch die Kurtradition spielen sanfte Bewegung und Erholung eine besonders große Rolle. Viele Angebote richten sich deshalb nicht nur an sportlich ambitionierte Besucher, sondern auch an Menschen, die ihre Zeit aktiv und entspannt verbringen möchten.

Die Kombination aus Parkanlagen, Uferwegen und kurzen Entfernungen macht Podiebrad zudem für ältere Besucher und Familien angenehm. Ein großer Teil der Stadt lässt sich ohne größere Steigungen erkunden.

Cafés, Kurwaffeln und böhmisches Glas

Ein Besuch in Podiebrad lässt sich gut mit einer Pause in einem Café oder einer Konditorei verbinden. Rund um den Kurpark und den Georgsplatz findest du zahlreiche Möglichkeiten für Kaffee, Kuchen und kleinere Gerichte.

Typisch für böhmische Kurstädte sind Kurwaffeln. Die dünnen, runden Waffeln werden mit verschiedenen Füllungen angeboten und eignen sich auch als Mitbringsel. Sie gehören zum klassischen Erlebnis eines Kurstadtbesuchs.

Podiebrad besitzt außerdem eine lange Verbindung zur Glasherstellung. Böhmisches Kristallglas und dekorative Glasprodukte zählen zu den bekannten Erzeugnissen der Stadt. In Geschäften findest du Gläser, Schalen, Vasen und weitere Souvenirs aus Glas.

Podiebrad als Tagesausflug

Von Prag aus eignet sich Podiebrad sehr gut für einen Tagesausflug. Der Bahnhof liegt unmittelbar am Kurpark, sodass du nach der Ankunft direkt mit dem Stadtrundgang beginnen kannst.

Eine sinnvolle Route führt zunächst durch den Kurpark zur Libenský-Kolonnade und zur Blumenuhr. Anschließend erreichst du den Georgsplatz mit dem Reiterdenkmal und das Schloss. Danach kannst du zum Elbufer hinuntergehen und entlang des Flusses spazieren.

Je nach Zeit lassen sich das Elblandmuseum, eine Kirche oder der Podiebrader See ergänzen. Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und eine längere Pause solltest du mindestens einen halben Tag einplanen.

Podiebrad für ein entspanntes Wochenende

Für einen Aufenthalt von zwei oder drei Tagen bietet Podiebrad genügend Abwechslung. Neben den Sehenswürdigkeiten kannst du Wellnessangebote nutzen, eine längere Radtour unternehmen oder Ausflüge in die Umgebung einplanen.

Die Stadt eignet sich besonders für Reisende, die Ruhe, Spaziergänge und Kultur miteinander verbinden möchten. Das Angebot ist überschaubar, aber vielseitig genug für ein erholsames Wochenende.

Am Abend wird es im Kurpark und am Elbufer ruhiger. Dadurch kannst du die gepflegte Atmosphäre der Stadt abseits des Tagesausflugsverkehrs erleben. Besonders im Frühling, Sommer und frühen Herbst wirkt Podiebrad durch seine Grünanlagen und Blumenbeete einladend.

Ausflugsziele in der Umgebung

Nymburk liegt nur wenige Kilometer von Podiebrad entfernt. Die Stadt ist für Teile ihrer mittelalterlichen Stadtbefestigung, die Stadtmauer und ihre Lage an der Elbe bekannt. Du kannst Nymburk mit dem Zug, dem Auto oder auf dem Radweg erreichen.

Libitz an der Cidlina besitzt einen frühmittelalterlichen Burgwall, der mit dem Geschlecht der Slavnikiden verbunden ist. Das Gelände ist frei zugänglich und eignet sich als Ziel einer kurzen Radtour.

Weitere mögliche Ausflugsziele sind Kolín, Kuttenberg und das Nationalgestüt Kladrub an der Elbe. Kuttenberg gehört mit seiner historischen Altstadt und der Kathedrale der heiligen Barbara zu den bedeutendsten Ausflugszielen Mittelböhmens.

Für wen eignet sich Podiebrad?

Podiebrad ist besonders für Besucher geeignet, die eine ruhige und gut überschaubare Stadt suchen. Historisch interessierte Reisende finden mit Schloss, Georgsplatz und Museen mehrere sehenswerte Orte. Wellnessgäste profitieren von der Kurtradition und den zahlreichen Gesundheitsangeboten.

Radfahrer und Spaziergänger können die flache Landschaft entlang der Elbe erkunden. Familien finden im Kurpark, am Fluss und am Podiebrader See genügend Möglichkeiten für entspannte Unternehmungen.

Auch ohne Kuraufenthalt lohnt sich ein Besuch. Die Mischung aus königlicher Geschichte, Mineralquellen, Parkanlagen und Elbufer verleiht Podiebrad einen eigenständigen Charakter innerhalb der tschechischen Kurstädte.

Kurzinfos

  • Deutscher Name: Podiebrad
  • Tschechischer Name: Poděbrady
  • Region: Mittelböhmische Region (Středočeský kraj)
  • Lage: An der Elbe, rund 50 Kilometer östlich von Prag
  • Historische Bedeutung: Eng verbunden mit dem böhmischen König Georg von Podiebrad
  • Stadterhebung: 1472
  • Beginn der Kurtradition: Entdeckung einer Mineralquelle im Jahr 1905
  • Medizinische Spezialisierung: Herz-, Gefäß- und Kreislauferkrankungen
  • Bekanntestes Wahrzeichen: Schloss Podiebrad und das Reiterdenkmal Georgs von Podiebrad
  • Wichtigste Bereiche: Georgsplatz, Kurpark, Libenský-Kolonnade und Elbufer
  • Typische Spezialitäten: Mineralwasser Poděbradka und Kurwaffeln
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: Ein Tag für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, zwei bis drei Tage für Wellness und Ausflüge
  • Geeignet für: Kururlaub, Wellness, Kultur, Spaziergänge, Radtouren und entspannte Wochenenden
  • Nahe Ausflugsziele: Nymburk, Libitz an der Cidlina, Kolín und Kuttenberg