Saar an der Sasau (Žďár nad Sázavou) verbindet außergewöhnliche Architektur, jahrhundertealte Klostergeschichte und die ruhige Natur der Böhmisch-Mährischen Höhe. Das bekannteste Ziel ist die UNESCO-Wallfahrtskirche auf dem Grünen Berg, doch auch das ehemalige Zisterzienserkloster, moderne Museen, historische Bauwerke und die umliegende Hochlandlandschaft machen die Stadt zu einem vielseitigen Reiseziel.
Sehenswürdigkeiten und Architektur
Das Wahrzeichen von Saar an der Sasau ist die Wallfahrtskirche des heiligen Johannes von Nepomuk auf dem Grünen Berg. Der ungewöhnliche Sternbau von Johann Blasius Santini-Aichl gehört zum UNESCO-Welterbe und gilt als Meisterwerk der Barockgotik. Weitere sehenswerte Bauwerke findest du im ehemaligen Klosterareal und im Stadtzentrum.
Schloss und Klostergeschichte
Das heutige Schloss Saar entstand aus einem mittelalterlichen Zisterzienserkloster. Zum weitläufigen Areal gehören historische Höfe, die Klosterbasilika, frühere Wirtschaftsgebäude und mehrere Ausstellungsräume. Die Geschichte des Klosters ist eng mit der Entwicklung der Stadt und der umliegenden Kulturlandschaft verbunden.
Museen und Kultur
Das Museum der neuen Generation vermittelt die Geschichte der Zisterzienser, des Barocks und der Architektur Santinis mit multimedialen Elementen. Ergänzend informiert das Regionalmuseum über die Stadtgeschichte, das Handwerk und das Alltagsleben früherer Jahrhunderte. Wechselnde Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen erweitern das Angebot.
Stadtzentrum und historische Orte
Rund um den Republikplatz befinden sich das Alte Rathaus, die Pestsäule und mehrere historische Bürgerhäuser. Zu den weiteren Zielen gehören die Kirche St. Prokop, die St.-Barbara-Kapelle, die Dreifaltigkeitskirche und die ehemalige Stadtfeste. Das Zentrum lässt sich bequem bei einem kurzen Rundgang erkunden.
Natur und aktive Erholung
Direkt außerhalb der Stadt beginnt das Saarer Bergland mit Wäldern, Teichen, Mooren und Felsformationen. Wander- und Radwege führen zu Aussichtspunkten, Naturreservaten und kleinen Ortschaften. Beliebte Naherholungsziele sind die Pilská-Talsperre und das Freizeitareal Pilák.
Ausflüge in die Umgebung
Zu den bekanntesten Ausflugszielen gehören Groß Dářko, die Neun Felsen und Neustadt in Mähren. Auch Hlinsko, die Burg Pernstein und weitere Bauwerke Santinis lassen sich von Saar an der Sasau gut erreichen. Die Stadt eignet sich deshalb hervorragend als Ausgangspunkt für mehrere Tage in der Region Hochland.
UNESCO-Welterbe und Santini-Architektur
- Wallfahrtskirche des heiligen Johannes von Nepomuk auf dem Grünen Berg (Poutní kostel svatého Jana Nepomuckého na Zelené hoře)
- Grüner Berg (Zelená hora)
- Johann Blasius Santini-Aichl in Saar an der Sasau
- Barockgotik in Saar an der Sasau
- Symbolik der Zahl fünf auf dem Grünen Berg
Schloss, Kloster und sakrale Bauwerke
- Schloss Saar (Zámek Žďár nad Sázavou)
- Ehemaliges Zisterzienserkloster Saar
- Basilika Mariä Himmelfahrt und des heiligen Nikolaus (Bazilika Nanebevzetí Panny Marie a svatého Mikuláše)
- Unterer Friedhof (Dolní hřbitov)
- Barockbrücke mit Heiligenfiguren
Stadtzentrum, Geschichte und Museen
- Republikplatz (Náměstí Republiky)
- Kirche St. Prokop (Kostel svatého Prokopa)
- Altes Rathaus von Saar an der Sasau
- Regionalmuseum Saar (Regionální muzeum města Žďáru nad Sázavou)
- Museum der neuen Generation (Muzeum nové generace)
Natur, Seen und Landschaft
- Saarer Bergland (Žďárské vrchy)
- Pilská-Talsperre (Pilská nádrž)
- Freizeitareal Pilák
- Groß Dářko (Velké Dářko)
- Quelle der Sasau (Pramen Sázavy)
Wandern, Radfahren und aktive Erlebnisse
- Wandern rund um Saar an der Sasau
- Radfahren rund um Saar an der Sasau
- Neun Felsen (Devět skal)
- Dráteničky-Felsen
- Malínská-Felsen (Malínská skála)
Familienziele und Ausflüge
- Modellkönigreich Saar (Modelové království Žďár)
- Skulpturen von Michal Olšiak
- Neustadt in Mähren (Nové Město na Moravě)
- Hlinsko und Freilichtviertel Bethlehem (Betlém Hlinsko)
- Burg Pernstein (Hrad Pernštejn)
Saar an der Sasau entdecken: Lerne die Stadt kennen
Saar an der Sasau (Žďár nad Sázavou) liegt inmitten der Böhmisch-Mährischen Höhe und gehört zu den interessantesten Kultur- und Naturzielen der Region Hochland (Kraj Vysočina). Die Stadt ist vor allem für die Wallfahrtskirche des heiligen Johannes von Nepomuk auf dem Grünen Berg bekannt. Das außergewöhnliche Bauwerk gehört zum UNESCO-Welterbe und gilt als Meisterwerk der sogenannten Barockgotik.
Doch Saar an der Sasau besteht nicht nur aus seiner berühmten Wallfahrtskirche. Rund um das ehemalige Zisterzienserkloster erwarten dich historische Kirchen, ein modernes Erlebnismuseum, ungewöhnliche Architektur, kleine Stadtmuseen und mehrere Spuren des bedeutenden Baumeisters Johann Blasius Santini-Aichl.
Gleichzeitig beginnt praktisch vor den Toren der Stadt die waldreiche Landschaft des Saarer Berglands (Žďárské vrchy). Teiche, Felsen, Radwege und Wanderziele machen Saar an der Sasau zu einem Ort, an dem sich Kulturreise und Natururlaub besonders gut miteinander verbinden lassen.
Eine Stadt zwischen Böhmen und Mähren
Saar an der Sasau befindet sich nahe der historischen Grenze zwischen Böhmen und Mähren. Die Stadt liegt an der Sázava, die auf Deutsch Sasau genannt wird, und ist von der hügeligen Landschaft der Böhmisch-Mährischen Höhe umgeben.
Mit ihrer Lage im Herzen der Region Hochland eignet sich Saar an der Sasau gut als Zwischenstopp auf einer Rundreise durch Tschechien. Von hier erreichst du weitere bekannte Ziele wie Neustadt in Mähren (Nové Město na Moravě), Groß Dářko (Velké Dářko), die Neun Felsen (Devět skal) oder die Burg Pernstein (Hrad Pernštejn).
Anders als Teltsch oder Trebitsch besitzt Saar an der Sasau keine vollständig erhaltene historische Altstadt. Die Sehenswürdigkeiten verteilen sich auf mehrere Bereiche. Besonders bedeutend ist das ehemalige Kloster- und Schlossareal im Norden der Stadt. Das heutige Zentrum rund um den Republikplatz bildet einen zweiten Schwerpunkt.
Gerade diese räumliche Trennung sorgt dafür, dass Saar an der Sasau nicht wie eine klassische Museumsstadt wirkt. Historische Bauwerke, moderne Stadtviertel und weite Grünflächen gehen hier direkt ineinander über.
Vom Zisterzienserkloster zur Stadt
Die Geschichte von Saar an der Sasau ist eng mit dem Zisterzienserorden verbunden. Im Jahr 1252 wurde im Tal der Sázava ein Kloster gegründet. Rund um die religiöse Gemeinschaft entstanden Wirtschaftsgebäude, Werkstätten und eine erste Siedlung.
Das Kloster prägte über Jahrhunderte die Entwicklung der Region. Die Zisterzienser erschlossen die Landschaft, legten Teiche an, bewirtschafteten Wälder und schufen ein Netz aus Höfen und Dörfern. Zahlreiche Spuren dieser Tätigkeit sind in der Umgebung noch heute sichtbar.
Die eigentliche Stadt entwickelte sich etwas südlich des Klosterareals. Ende des 13. Jahrhunderts wurde Saar erstmals als Marktort erwähnt. 1607 erhielt der Ort Stadtrechte und zusätzliche Privilegien.
Kriege, Brände und wirtschaftliche Veränderungen hinterließen immer wieder ihre Spuren. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt geplündert. Eine neue Blütezeit begann zu Beginn des 18. Jahrhunderts, als Abt Wenzel Vejmluva den Architekten Johann Blasius Santini-Aichl nach Saar holte.
Diese Zusammenarbeit sollte das Erscheinungsbild des Klosters und der gesamten Umgebung dauerhaft verändern.
Der Grüne Berg als Wahrzeichen der Stadt
Das bekannteste Bauwerk von Saar an der Sasau ist die Wallfahrtskirche des heiligen Johannes von Nepomuk auf dem Grünen Berg (Poutní kostel svatého Jana Nepomuckého na Zelené hoře). Die Kirche erhebt sich auf einem Hügel unmittelbar über dem ehemaligen Klosterareal.
Schon von weitem wirkt das Gebäude ungewöhnlich. Es besitzt keinen klassischen rechteckigen Grundriss, sondern wurde als zentraler Sternbau entworfen. Ein geschlossener Kreuzgang umgibt die Kirche und verstärkt den Eindruck einer vollkommen eigenständigen, fast geheimnisvollen Anlage.
Johann Blasius Santini-Aichl verband hier gotische Formen mit der Dynamik des Barocks. Spitzbögen, schmale Fenster und steil aufragende Linien erinnern an mittelalterliche Kirchen. Gleichzeitig sorgen geschwungene Flächen, überraschende Sichtachsen und eine raffinierte Lichtführung für eine ausgesprochen barocke Raumwirkung.
Diese Verbindung wird als Barockgotik bezeichnet. Der Grüne Berg gilt als eines ihrer bedeutendsten Beispiele.
Die geheimnisvolle Symbolik der Zahl fünf
Die Architektur der Wallfahrtskirche ist voller religiöser Symbole. Eine besondere Rolle spielt die Zahl fünf. Sie bezieht sich auf die Legende des heiligen Johannes von Nepomuk, über dessen Leichnam nach seinem Tod fünf Sterne erschienen sein sollen.
Die Fünf findet sich an zahlreichen Stellen wieder: im sternförmigen Grundriss, in den Zugängen, in den Kapellen, in den Altären und in der Gestaltung des umlaufenden Kreuzgangs. Selbst kleinere Details folgen diesem symbolischen System.
Santini entwarf dadurch keinen gewöhnlichen Kirchenbau, sondern ein begehbares religiöses Gesamtkunstwerk. Architektur, Geometrie, Licht und Symbolik greifen unmittelbar ineinander.
Seit 1994 gehört die Wallfahrtskirche zum UNESCO-Welterbe. Sie zählt damit zu den international bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Region Hochland und zu den wichtigsten Werken Santinis in Tschechien.
Für einen Besuch solltest du dir ausreichend Zeit nehmen. Die Wirkung des Bauwerks erschließt sich nicht nur beim Blick auf die Kirche selbst. Auch der Weg durch den Kreuzgang, die wechselnden Perspektiven und der Blick über das Klosterareal gehören zum Erlebnis.
Das ehemalige Kloster und heutige Schloss Saar
Unterhalb des Grünen Bergs liegt das weitläufige Schloss Saar (Zámek Žďár nad Sázavou). Die Bezeichnung Schloss kann zunächst etwas irreführend wirken, denn die Anlage entstand ursprünglich als Zisterzienserkloster.
Heute umfasst das Gelände mehrere historische Höfe, ehemalige Klostergebäude, Wirtschaftsbereiche, sakrale Bauwerke und Ausstellungsräume. Bei einem Rundgang kannst du verschiedene Epochen der Stadtgeschichte kennenlernen.
Teile des Areals gehen auf das Mittelalter zurück. Andere Gebäude wurden während der barocken Blütezeit umgebaut oder neu gestaltet. Dadurch entstand ein vielschichtiges Ensemble, das nicht wie ein einheitliches Barockschloss wirkt, sondern seine lange Entwicklung deutlich erkennen lässt.
Das Schloss befindet sich wieder im Besitz der Familie Kinsky. Neben dem Museumsbetrieb finden hier kulturelle Veranstaltungen, Führungen und saisonale Programme statt.
Basilika Mariä Himmelfahrt und des heiligen Nikolaus
Zu den wichtigsten Bauwerken des ehemaligen Klosters gehört die Basilika Mariä Himmelfahrt und des heiligen Nikolaus (Bazilika Nanebevzetí Panny Marie a svatého Mikuláše).
Die Kirche entstand ursprünglich als gotische Klosterkirche. Im frühen 18. Jahrhundert wurde sie unter Mitwirkung Santinis umgestaltet. Dabei blieben gotische Grundformen erhalten, während barocke Elemente, neue Altäre und eine veränderte Raumwirkung hinzukamen.
Im Vergleich zur Wallfahrtskirche auf dem Grünen Berg wirkt die Basilika traditioneller. Dennoch lassen sich auch hier typische Elemente der Barockgotik erkennen.
Das Innere besitzt eine ruhige und feierliche Atmosphäre. Historische Kunstwerke, Seitenaltäre und die Verbindung von mittelalterlicher Architektur mit barocker Ausstattung machen die Basilika zu einem wichtigen Teil des Klosterbesuchs.
Seit 2009 trägt die Kirche den Ehrentitel Basilica minor.
Das Museum der neuen Generation
Einen modernen Zugang zur Geschichte der Stadt bietet das Museum der neuen Generation (Muzeum nové generace) im Schlossareal. Die Ausstellung unterscheidet sich deutlich von einem klassischen Heimatmuseum.
Mit Projektionen, Toninstallationen, historischen Objekten und interaktiven Elementen erzählt das Museum von der Gründung des Klosters, dem Leben der Zisterzienser, der Entwicklung der Landschaft und der Zusammenarbeit zwischen Abt Wenzel Vejmluva und Johann Blasius Santini-Aichl.
Dabei werden auch komplizierte architektonische und religiöse Zusammenhänge verständlich erklärt. Das macht das Museum besonders für Besucher interessant, die sich zunächst einen Überblick verschaffen möchten.
Ein Besuch vor der Besichtigung des Grünen Bergs ist sinnvoll. Viele Symbole und architektonische Entscheidungen lassen sich anschließend leichter erkennen.
Auch für Familien und bei schlechtem Wetter gehört das Museum zu den besten Zielen der Stadt.
Der Untere Friedhof
In der Nähe des ehemaligen Klosters befindet sich der Untere Friedhof (Dolní hřbitov). Er wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts nach Plänen Santinis angelegt und gehört zu den weniger bekannten architektonischen Besonderheiten von Saar an der Sasau.
Die Anlage entstand vor dem Hintergrund einer befürchteten Pestepidemie. Der ursprüngliche Grundriss war dreieckig und bezog sich auf die christliche Dreifaltigkeit. Drei kapellenartige Baukörper markierten die Ecken. Später wurde der Friedhof um einen weiteren Eingangsbereich erweitert.
Im Zentrum steht die Figur eines Engels des Jüngsten Gerichts. Die offene, geometrische Gestaltung unterscheidet den Unteren Friedhof deutlich von gewöhnlichen historischen Friedhöfen.
Das Bauwerk lässt sich gut mit dem Grünen Berg und dem Schlossareal verbinden. Für Besucher, die sich intensiver mit Santini beschäftigen möchten, gehört es zu den wichtigsten Stationen der Stadt.
Die Barockbrücke und weitere Spuren Santinis
Auf dem Weg zwischen Stadtzentrum und ehemaligem Kloster überquerst du eine historische Barockbrücke. Acht Heiligenfiguren säumen die Brücke und erinnern an die religiöse Bedeutung des Klostergebiets.
Die Anlage wird gelegentlich mit der Karlsbrücke in Prag verglichen, ist jedoch wesentlich kleiner und ruhiger. Gerade dadurch wirkt sie weniger monumental und stärker in die Landschaft eingebunden.
Weitere Spuren Santinis findest du an mehreren Stellen im und rund um das Klosterareal. Dazu gehören Teile der ehemaligen Prälatur, die Sakristei der Dreifaltigkeitskirche, barocke Wirtschaftsgebäude und der sogenannte Lyra-Hof.
Saar an der Sasau bietet damit weit mehr als ein einzelnes berühmtes Santini-Bauwerk. Die Stadt kann als zusammenhängende Architekturlandschaft verstanden werden, in der sich zahlreiche Ideen des Baumeisters wiederholen und weiterentwickeln.
Rundgang durch das Stadtzentrum
Das heutige Zentrum von Saar an der Sasau liegt rund um den Republikplatz (Náměstí Republiky). Der Platz wird von Gebäuden verschiedener Epochen umgeben und bildet den wichtigsten Treffpunkt der Stadt.
Zu den historischen Bauwerken gehören das Alte Rathaus und die barocke Pestsäule. Einige ältere Bürgerhäuser erinnern an die frühere Bedeutung Saars als regionaler Markt- und Verwaltungsort.
Nur wenige Schritte entfernt steht die Kirche St. Prokop (Kostel svatého Prokopa). Sie gehört zu den ältesten Sakralbauten der Stadt und besitzt einen markanten Turm. Zu ausgewählten Zeiten kann der Turm bestiegen werden. Von oben eröffnet sich ein weiter Blick über das Zentrum und die umliegende Hochlandlandschaft.
Neben der Kirche befindet sich die kleine St.-Barbara-Kapelle. Auch die Dreifaltigkeitskirche und die historische Stadtfeste gehören zu den Stationen eines Rundgangs.
Das Zentrum lässt sich bequem zu Fuß erkunden. Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reicht meist ein kurzer Spaziergang, bevor du weiter zum Klosterareal oder zum Grünen Berg gehst.
Stadtgeschichte im Regionalmuseum
Das Regionalmuseum Saar verteilt sich auf die historische Stadtfeste und das Moučka-Haus (Moučkův dům).
Die Ausstellungen beschäftigen sich mit der Entwicklung der Stadt, archäologischen Funden, dem Handwerk, der Stadterhebung und dem Alltagsleben in früheren Jahrhunderten. Auch die barocke Blütezeit unter Abt Vejmluva wird thematisiert.
Während das Museum der neuen Generation vor allem die Kloster- und Architekturgeschichte vermittelt, konzentriert sich das Regionalmuseum stärker auf die Bewohner, Berufe und Veränderungen der Stadt.
Die Stadtfeste dient außerdem als Ort für wechselnde Ausstellungen. Dadurch lohnt sich auch bei wiederholten Besuchen ein Blick auf das aktuelle Programm.
Eine Stadt für Familien
Saar an der Sasau besitzt mehrere Ziele, die auch für Familien interessant sind. Neben dem Museum der neuen Generation gehört dazu das Modellkönigreich Saar (Modelové království Žďár).
Die große Modelleisenbahnanlage zeigt Bahnhöfe, Landschaften und bekannte Orte der Region im Kleinformat. Züge fahren durch nachgebildete Städte und über detailreich gestaltete Strecken.
Für Bewegung und Erholung eignet sich das Freizeitareal Pilák an der Pilská-Talsperre. Spielbereiche, Wege, Sportmöglichkeiten und Flächen am Wasser machen das Gelände zu einem beliebten Ziel an warmen Tagen.
Auch die ungewöhnlichen Skulpturen von Michal Olšiak sorgen bei Kindern für Abwechslung. Seine überlebensgroßen Betonfiguren stehen an verschiedenen Orten in und um Saar und lassen sich zu einer kleinen Entdeckungstour verbinden.
Die Skulpturen von Michal Olšiak
Der Bildhauer Michal Olšiak wurde in Saar an der Sasau geboren und ist für seine monumentalen Figuren aus Beton bekannt. Seine Werke zeigen Tiere, Fantasiewesen und regionale Symbole.
Die Skulpturen stehen häufig frei in der Landschaft, an Straßen, Wanderwegen oder in der Nähe von Gewässern. Zu den bekannten Motiven gehören der Mamlas, das Mischwesen Hamroň und ein Grenzstein mit böhmischem Löwen und mährischem Adler.
Viele Figuren befinden sich außerhalb des Zentrums. Dadurch eignen sie sich gut als Ziele für Spaziergänge, Radtouren oder Autofahrten durch die Umgebung.
Die Skulpturen bilden einen spannenden Kontrast zu den historischen Kirchen Santinis. Während die Barockgotik streng symbolisch und religiös geprägt ist, wirken Olšiaks Figuren verspielt, modern und teilweise humorvoll.
Erholung an der Pilská-Talsperre
Die Pilská-Talsperre liegt nördlich des Stadtzentrums und bildet gemeinsam mit dem Freizeitareal Pilák eines der wichtigsten Naherholungsgebiete von Saar an der Sasau.
Hier kannst du spazieren gehen, Rad fahren, dich am Wasser erholen oder die Angebote des Freizeitgeländes nutzen. Das Areal ist großzügig angelegt und wird von Wäldern und Wiesen umgeben.
Pilák eignet sich besonders gut als Ergänzung nach einem Besuch des Schlosses und des Grünen Bergs. Kultur und Natur liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt.
In der Umgebung beginnen verschiedene Rad- und Wanderwege, die weiter in das Saarer Bergland führen.
Ausflüge ins Saarer Bergland
Saar an der Sasau liegt am Rand des Landschaftsschutzgebiets Saarer Bergland (Chráněná krajinná oblast Žďárské vrchy). Die Region ist geprägt von dichten Wäldern, Hochlandwiesen, Teichen, Moorgebieten und markanten Felsformationen.
Die Berge sind nicht besonders hoch, bieten aber eine abwechslungsreiche Landschaft und zahlreiche gut markierte Wege. Auch im Sommer bleibt das Klima häufig angenehm. Im Winter verwandelt sich die Umgebung bei ausreichendem Schnee in ein Gebiet für Langlauf und Winterwanderungen.
Zu den bekanntesten Wanderzielen gehören die Neun Felsen (Devět skal), der höchste Punkt des Saarer Berglands, sowie die Felsgruppen Dráteničky, Malínská-Felsen (Malínská skála) und Tisůvka.
Viele Touren lassen sich mit kleinen Dörfern, Teichen und Aussichtspunkten verbinden. Saar an der Sasau ist deshalb ein guter Ausgangspunkt für mehrere aktive Urlaubstage.
Groß Dářko – das Meer des Hochlands
Ein beliebtes Ausflugsziel nördlich der Stadt ist Groß Dářko (Velké Dářko). Der weitläufige Teich wird häufig als Meer des Hochlands bezeichnet und gehört zu den bekanntesten Gewässern der Region.
Im Sommer kommen Besucher zum Baden, Segeln, Paddeln und Erholen. Rund um den Teich verlaufen Wander- und Radwege. Teile der Uferlandschaft stehen unter Naturschutz und sind von Mooren und Feuchtgebieten geprägt.
Groß Dářko lässt sich gut mit einem Besuch des Saarer Berglands oder der Ortschaft Polnička verbinden. Für einen längeren Aufenthalt in Saar an der Sasau gehört der Teich zu den lohnendsten Ausflugszielen.
Radfahren rund um Saar an der Sasau
Die sanft hügelige Landschaft der Region eignet sich hervorragend zum Radfahren. Von Saar an der Sasau führen mehrere Routen zu Teichen, Felsen, Dörfern und historischen Bauwerken.
Eine beliebte Strecke verbindet die Stadt mit der Pilská-Talsperre und Groß Dářko. Andere Wege folgen dem Tal der Sázava oder führen über ehemalige Bahntrassen durch die Landschaft.
Für Familien gibt es kürzere und weitgehend entspannte Strecken. Sportlichere Radfahrer können längere Touren durch das Saarer Bergland oder in Richtung Neustadt in Mähren unternehmen.
Ein eigenes Fahrrad ist praktisch, doch in der Region stehen teilweise auch Verleihangebote zur Verfügung. Vor längeren Touren solltest du die Höhenunterschiede und die Beschaffenheit der Wege prüfen.
Wie viel Zeit solltest du einplanen?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Saar an der Sasau solltest du mindestens einen vollständigen Tag einplanen.
Am Vormittag kannst du das Museum der neuen Generation, das Schlossareal und die Klosterbasilika besuchen. Anschließend bietet sich der Aufstieg zur Wallfahrtskirche auf dem Grünen Berg an. Am Nachmittag bleibt Zeit für den Unteren Friedhof und einen Rundgang durch das Stadtzentrum.
Mit zwei Tagen kannst du zusätzlich das Freizeitareal Pilák, Groß Dářko oder eines der Wanderziele im Saarer Bergland besuchen.
Drei oder mehr Tage lohnen sich, wenn du längere Rad- und Wandertouren planst oder Saar als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Neustadt in Mähren, Hlinsko oder zur Burg Pernstein nutzen möchtest.
Für wen lohnt sich Saar an der Sasau?
Saar an der Sasau ist besonders interessant für Reisende, die außergewöhnliche Architektur, UNESCO-Welterbe und ruhige Landschaften schätzen.
Die Stadt eignet sich für Kultururlauber ebenso wie für Wanderer, Radfahrer und Familien. Durch die Mischung aus Museen, Kirchen, Naturzielen und Freizeitangeboten lässt sich der Aufenthalt abwechslungsreich gestalten.
Wer eine große Altstadt mit durchgehend historischer Bebauung erwartet, findet in Saar möglicherweise nicht das klassische Stadtbild. Dafür bietet der Ort eine ungewöhnliche Verbindung aus Klostergeschichte, moderner Stadt, barocker Symbolarchitektur und Hochlandnatur.
Gerade diese Mischung macht Saar an der Sasau zu einem der eigenständigsten Reiseziele der Region Hochland.
Kurzinfos
- Deutscher Name: Saar an der Sasau
- Tschechischer Name: Žďár nad Sázavou
- Region: Hochland (Kraj Vysočina)
- Historische Landschaft: An der Grenze zwischen Böhmen und Mähren
- Erste urkundliche Erwähnung: Ende des 13. Jahrhunderts
- Stadtrechte: 1607
- Bekanntestes Wahrzeichen: Wallfahrtskirche des heiligen Johannes von Nepomuk auf dem Grünen Berg
- UNESCO-Welterbe: Grüner Berg seit 1994
- Bedeutender Architekt: Johann Blasius Santini-Aichl
- Architekturstil: Barockgotik
- Wichtigstes Museum: Museum der neuen Generation
- Empfohlene Aufenthaltsdauer: Ein bis zwei Tage
- Geeignet für: Kulturreisende, Architekturfreunde, Familien, Wanderer und Radfahrer
- Wichtige Naturziele: Saarer Bergland, Pilská-Talsperre und Groß Dářko
- Nahe Ausflugsziele: Neustadt in Mähren, Neun Felsen, Hlinsko und Burg Pernstein