Museum der Illusionen (Muzeum iluzí)

Das Museum der Illusionen (Muzeum iluzí) gehört zu den jüngeren Freizeitangeboten in Tabor (Tábor). Statt historischer Sammlungen erwarten dich hier interaktive Räume, großformatige 3D-Malereien und optische Täuschungen, bei denen du selbst Teil der Ausstellung wirst.

Viele Installationen entfalten ihre volle Wirkung erst auf einem Foto oder Video. Perspektiven, Größenverhältnisse, Spiegelungen und räumliche Linien werden so verändert, dass Menschen scheinbar schrumpfen, an Wänden stehen oder in ungewöhnliche Szenen geraten. Fotografieren ist deshalb nicht nur erlaubt, sondern ein zentraler Bestandteil des Museumsbesuchs.

Das Museum eignet sich besonders für Familien, Paare und Freundesgruppen. Es bietet einen unterhaltsamen Gegenpol zu den historischen Sehenswürdigkeiten von Tabor und lässt sich gut mit einem Rundgang durch die Altstadt verbinden.

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Ein interaktives Museum zum Mitmachen

Das Museum der Illusionen unterscheidet sich deutlich von einem klassischen Kunst- oder Geschichtsmuseum. Die ausgestellten Motive sollen nicht nur betrachtet, sondern aktiv ausprobiert werden.

Du stellst dich an vorgegebene Positionen, passt deine Körperhaltung an die jeweilige Szene an und lässt dich aus einem bestimmten Blickwinkel fotografieren. Erst durch die richtige Perspektive entsteht der Eindruck räumlicher Tiefe oder einer unmöglichen Situation.

Bei manchen Installationen wirken Personen ungewöhnlich groß oder klein. Andere Räume scheinen gedreht zu sein oder erzeugen den Eindruck, dass die Schwerkraft außer Kraft gesetzt wurde.

Der Museumsbesuch lebt daher von Bewegung, Kreativität und gemeinsamer Interaktion. Besonders gut funktioniert das Konzept, wenn mindestens zwei Personen zusammenkommen: Eine Person wird Teil der Illusion, während die andere fotografiert.

Ein junges Ausflugsziel in Tabor

Das Museum wurde im Mai 2025 eröffnet und zählt damit zu den neuesten touristischen Attraktionen der Stadt. Es ergänzt die bekannten historischen Angebote rund um die Hussiten, den Žižka-Platz und die mittelalterliche Altstadt um ein modernes Freizeiterlebnis.

Hinter dem Museum steht das Projekt K&L Illusion Art. Viele der ausgestellten Kulissen und Installationen wurden eigens für den Standort entworfen und hergestellt.

Dadurch besitzt das Museum nicht nur allgemein bekannte optische Täuschungen, sondern auch Motive mit einem Bezug zu Tabor. Historische Persönlichkeiten und Ansichten der Stadt werden teilweise auf spielerische Weise in die Illusionswelten eingebunden.

Handgemalte 3D-Bilder

Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf großformatigen 3D-Malereien. Die Bilder erstrecken sich teilweise über Wände und Böden und wurden so gestaltet, dass sie aus einem bestimmten Blickwinkel räumlich erscheinen.

Aus einer anderen Perspektive wirken dieselben Motive deutlich verzerrt. Erst wenn die Kamera an der vorgesehenen Stelle positioniert wird, entsteht der gewünschte dreidimensionale Eindruck.

Die Malereien stammen von der Mitgründerin Klára Janků. Die Motive werden zunächst geplant und skizziert, anschließend auf die großen Flächen übertragen und von Hand ausgearbeitet.

Besucher können sich direkt in die Bilder stellen und dadurch zum Bestandteil der dargestellten Szene werden. Je nach Motiv scheint es anschließend, als würdest du vor einem Dinosaurier fliehen, in einem riesigen Schuh sitzen oder über einer Stadtlandschaft schweben.

Der Ames-Raum

Zu den bekanntesten Attraktionen des Museums gehört der Ames-Raum. Dabei handelt es sich um einen verzerrt gebauten Raum, der aus einem festgelegten Blickwinkel vollkommen normal erscheint.

In Wirklichkeit verlaufen Wände, Boden und Decke nicht parallel. Die Ecken besitzen unterschiedliche Größen und Entfernungen zur Kamera.

Stellen sich zwei Personen an gegenüberliegende Seiten des Raumes, wirkt eine von ihnen riesig, während die andere scheinbar stark geschrumpft ist. Wechseln beide Personen ihre Positionen, verändert sich der Größenunterschied vollständig.

Die Illusion zeigt besonders anschaulich, wie stark sich das menschliche Gehirn bei der Einschätzung von Größen auf vertraute Raumformen und Perspektivlinien verlässt.

Der Raum mit umgekehrter Schwerkraft

Im Raum mit umgekehrter Schwerkraft scheinen die üblichen Regeln der Orientierung nicht mehr zu gelten. Möbel, Wände und weitere Einrichtungsgegenstände sind so angeordnet, dass ein gekippter oder vollständig gedrehter Raum entsteht.

Besucher nehmen eine bestimmte Position ein und werden anschließend fotografiert. Wird das fertige Bild gedreht, sieht es aus, als würden sie an einer Wand stehen, von der Decke hängen oder sich trotz einer ungewöhnlichen Neigung problemlos im Raum bewegen.

Die volle Wirkung dieser Installation wird häufig erst auf dem Foto sichtbar. Dadurch gehört sie zu den Bereichen, in denen sich verschiedene Posen und Kamerawinkel besonders lohnen.

Auch kurze Videos können hier interessante Ergebnisse liefern, vor allem wenn sich die fotografierte Person langsam durch die scheinbar verdrehte Umgebung bewegt.

Der unsichtbare Spiegel

Eine weitere Installation erzeugt den Eindruck eines großen Spiegels, obwohl sich zwischen den beiden Raumhälften keine spiegelnde Fläche befindet.

Zwei Personen stellen sich auf gegenüberliegende Seiten einer symmetrisch aufgebauten Kulisse. Stimmen Kleidung, Haltung und Bewegung überein, sieht es aus der vorgesehenen Perspektive so aus, als würde eine Person ihr eigenes Spiegelbild betrachten.

Die Täuschung funktioniert besonders gut, wenn beide Beteiligten ihre Bewegungen aufeinander abstimmen. Dadurch entsteht nicht nur ein ungewöhnliches Foto, sondern auch eine spielerische Aufgabe für Paare, Freunde oder Geschwister.

Verzerrte Größen und scheinbar geteilte Körper

Mehrere Ausstellungsbereiche beschäftigen sich mit der Veränderung von Größenverhältnissen und Körperformen. Durch Spiegel, verdeckte Flächen und genau ausgerichtete Kulissen kann es so aussehen, als würde ein Körper geteilt oder ein Kopf ohne Körper auf einem Tisch liegen.

Andere Installationen lassen einzelne Körperteile übermäßig groß oder klein erscheinen. Manche Effekte entstehen direkt vor den Augen, andere werden erst durch die Kamera überzeugend sichtbar.

Die Motive sind nicht als gruselige Darstellung gedacht, sondern als humorvolle Fotokulissen. Sie gehören deshalb besonders bei Kindern und Gruppen zu den beliebten Bereichen der Ausstellung.

Motive mit Bezug zu Tabor

Einige Illusionen greifen die Geschichte und das Stadtbild von Tabor auf. Dadurch erhält das Museum einen lokalen Charakter und unterscheidet sich von vergleichbaren Einrichtungen in anderen Städten.

Besucher können sich beispielsweise in einer Szene mit dem hussitischen Heerführer Jan Žižka fotografieren. Andere Motive erzeugen den Eindruck, hoch über dem historischen Stadtzentrum zu stehen.

Solche Kulissen verbinden die moderne Erlebniswelt mit den bekannten Sehenswürdigkeiten Tabors. Sie können zugleich als spielerischer Einstieg in einen anschließenden Besuch der Altstadt dienen.

Nach dem Museum kannst du die tatsächlich dargestellten Orte rund um den Žižka-Platz, das Hussitenmuseum und die historischen Gassen erkunden.

Camera obscura und historische Optik

Neben modernen Fotokulissen beschäftigt sich die Ausstellung auch mit älteren optischen Prinzipien. Dazu gehört eine Camera obscura, die als Vorläufer der heutigen Fotokamera gilt.

Bei diesem Prinzip fällt Licht durch eine kleine Öffnung in einen abgedunkelten Raum oder Kasten. Auf der gegenüberliegenden Fläche erscheint daraufhin ein umgekehrtes Bild der Außenwelt.

Die Camera obscura verdeutlicht, dass optische Projektionen und überraschende Bildeffekte keine Erfindungen der digitalen Zeit sind. Bereits seit Jahrhunderten wurden Licht, Perspektive und dunkle Räume genutzt, um Bilder sichtbar zu machen.

Damit bietet das Museum neben seinen unterhaltsamen Kulissen auch einen kleinen Einblick in die Geschichte der Fotografie und Wahrnehmung.

Wie optische Täuschungen funktionieren

Das menschliche Gehirn verarbeitet visuelle Eindrücke nicht wie ein neutrales Messgerät. Es interpretiert Farben, Linien, Entfernungen und Größen auf Grundlage früherer Erfahrungen.

Dabei ergänzt es fehlende Informationen und geht davon aus, dass vertraute Räume nach bestimmten Regeln aufgebaut sind. Verlaufen Linien anders als erwartet oder werden Größenverhältnisse gezielt verändert, kann eine überzeugende Illusion entstehen.

Der Ames-Raum nutzt beispielsweise die Erwartung, dass ein Zimmer rechteckig und symmetrisch gebaut ist. Dreidimensionale Malereien arbeiten dagegen mit verzerrten Formen, die nur von einem bestimmten Standort aus korrekt wirken.

Das Museum vermittelt diese Prinzipien vor allem spielerisch. Der Schwerpunkt liegt weniger auf ausführlichen wissenschaftlichen Erklärungen als auf dem unmittelbaren Erlebnis.

Fotografieren gehört zum Konzept

Ein Smartphone oder eine Kamera solltest du bei einem Besuch unbedingt bereithalten. Die meisten Installationen wurden ausdrücklich für Fotos und kurze Videos gestaltet.

Bei vielen Motiven zeigen Markierungen auf dem Boden, von welcher Position aus die Täuschung am besten wirkt. Schon kleine Abweichungen können dazu führen, dass sich räumliche Linien verschieben und der Effekt schwächer erscheint.

Die Kamera sollte möglichst gerade gehalten werden. Ein eingebauter Blitz ist häufig nicht notwendig und kann durch Reflexionen oder harte Schatten sogar stören.

Für überzeugende Bilder solltest du außerdem auf deine Körperhaltung achten. Deutliche Bewegungen und übertriebene Posen verstärken oftmals die Wirkung der jeweiligen Szene.

Ein Museum für Familien mit Kindern

Das Museum der Illusionen ist besonders auf Familien ausgerichtet. Kinder können viele Kulissen ohne lange Erklärungen ausprobieren und erhalten unmittelbar ein sichtbares Ergebnis.

Die Kombination aus Bewegung, Fotografieren und überraschenden Effekten sorgt für Abwechslung. Dadurch eignet sich das Museum auch für Kinder, die sich in klassischen Ausstellungen schnell langweilen.

Bei jüngeren Kindern kann es hilfreich sein, wenn Erwachsene beim Positionieren und Fotografieren unterstützen. Manche Illusionen funktionieren nur, wenn Besucher genau an einer bestimmten Stelle stehen oder eine passende Haltung einnehmen.

Kinder unter einem festgelegten Alter dürfen das Museum nur gemeinsam mit einem Erwachsenen besuchen. Sehr kleine Kinder können abhängig von den jeweils geltenden Bedingungen kostenlosen Eintritt erhalten.

Ausflugsziel bei schlechtem Wetter

Da sich die Ausstellung vollständig in Innenräumen befindet, eignet sich das Museum gut für Regentage, kalte Wintertage oder besonders heiße Sommernachmittage.

Es bietet eine Alternative zu den überwiegend historischen Außenbereichen von Tabor. Nach einem Besuch kannst du bei besserem Wetter weiterhin die Altstadt, den Jordán-Stausee oder die Umgebung der Lainsitz erkunden.

Auch bei einem kurzen Tagesausflug lässt sich das Museum flexibel in das Programm integrieren. Durch seine Lage zwischen Bahnhof und historischem Zentrum kann es sowohl am Anfang als auch am Ende eines Stadtrundgangs besucht werden.

Lage zwischen Bahnhof und Altstadt

Das Museum befindet sich in der Atlantis-Passage in der Straße 9. května. Die Ausstellungsräume liegen im ersten Obergeschoss.

Vom Bahn- und Busbahnhof ist das Museum zu Fuß erreichbar. Dadurch eignet es sich besonders für Besucher, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Tabor reisen.

Auch das historische Zentrum liegt nicht weit entfernt. Nach dem Museumsbesuch kannst du in Richtung Žižka-Platz weitergehen und dort das Alte Rathaus, das Hussitenmuseum, die Dekanatskirche und die historischen Bürgerhäuser besichtigen.

Wer mit dem Auto anreist, findet in der näheren Umgebung verschiedene Parkmöglichkeiten. Da Gebühren und Zufahrtsregelungen variieren können, solltest du die aktuellen Bedingungen vor der Anreise prüfen.

Besuch mit Gruppen und Schulklassen

Das Museum eignet sich auch für Schulklassen, Jugendgruppen und größere Familiengruppen. Perspektive, Licht, Fotografie und Wahrnehmung können hier anschaulich und praktisch erlebt werden.

Bei größeren Gruppen ist eine vorherige Anmeldung sinnvoll. Die einzelnen Räume und Fotostationen bieten nur begrenzt Platz, sodass es ohne abgestimmte Besuchszeit zu Wartezeiten kommen kann.

Für Schulklassen kann die Ausstellung Themen aus Kunst, Physik und Medienbildung ergänzen. Besonders die Camera obscura, der Ames-Raum und die perspektivischen Malereien bieten Anknüpfungspunkte für den Unterricht.

Zugänglichkeit und mögliche Einschränkungen

Die Ausstellung liegt im Obergeschoss und wird über die Gebäudepassage erreicht. Der Zugang ist nicht für alle Besucher vollständig barrierefrei.

Menschen mit eingeschränkter Gehfähigkeit sollten sich vor dem Besuch über die aktuelle Zugangssituation informieren. Für Rollstuhlfahrer kann die räumliche Gestaltung problematisch oder nicht geeignet sein.

Kinderwagen dürfen möglicherweise nicht in alle Bereiche der Ausstellung mitgenommen werden, können jedoch in einem dafür vorgesehenen Bereich abgestellt werden.

Einige Installationen können intensive visuelle oder räumliche Eindrücke erzeugen. Besucher mit Epilepsie, starker Klaustrophobie oder ausgeprägten Gleichgewichtsproblemen sollten vorab prüfen, ob einzelne Räume für sie geeignet sind.

Wie viel Zeit solltest du einplanen?

Für einen durchschnittlichen Besuch solltest du ungefähr eine bis eineinhalb Stunden einplanen. Die tatsächliche Dauer hängt stark davon ab, wie viele Fotos und Videos du aufnehmen möchtest.

Wer die Kulissen nur kurz ausprobiert, kann den Rundgang schneller beenden. Familien und Gruppen benötigen meist mehr Zeit, da verschiedene Personen fotografiert werden und mehrere Posen testen möchten.

Bei hoher Auslastung können sich an beliebten Stationen kurze Wartezeiten bilden. Für einen entspannten Besuch solltest du deshalb nicht zu knapp planen.

Kombination mit weiteren Sehenswürdigkeiten

Das Museum der Illusionen lässt sich gut mit den historischen Attraktionen von Tabor verbinden. Vom Standort gelangst du zu Fuß in die Altstadt und zum Žižka-Platz.

Dort befinden sich das Hussitenmuseum, das Alte Rathaus, die Dekanatskirche Verklärung des Herrn und der Eingang zu den mittelalterlichen Kellern. Anschließend kannst du durch die historischen Gassen zum Kotnov-Turm und zum Bechiner Tor weitergehen.

Für Familien bietet sich außerdem eine Kombination mit dem Schokoladen- und Marzipanmuseum oder dem Lego-Museum an. Dadurch entsteht ein abwechslungsreicher Tagesausflug mit mehreren spielerischen Programmpunkten.

Für wen eignet sich das Museum?

Das Museum der Illusionen eignet sich besonders für Familien mit Kindern, Paare, Freundesgruppen und Besucher, die gerne fotografieren.

Auch bei schlechtem Wetter ist es eine gute Ergänzung zum klassischen Stadtrundgang. Durch die interaktiven Installationen spricht es Menschen unterschiedlicher Altersgruppen an.

Weniger geeignet ist das Museum für Besucher, die umfangreiche historische Sammlungen, klassische Kunstwerke oder ausführliche wissenschaftliche Erklärungen erwarten. Im Mittelpunkt stehen Unterhaltung, gemeinsames Ausprobieren und kreative Erinnerungsbilder.

Kurzinfos

  • Deutscher Name: Museum der Illusionen
  • Tschechischer Name: Muzeum iluzí
  • Ort: Tabor (Tábor)
  • Eröffnung: Mai 2025
  • Museumstyp: Interaktives Erlebnismuseum
  • Thematischer Schwerpunkt: Optische Täuschungen, Perspektive und Wahrnehmung
  • Bekannte Attraktionen: Ames-Raum, umgekehrte Schwerkraft und unsichtbarer Spiegel
  • Weitere Besonderheiten: Handgemalte 3D-Bilder und Camera obscura
  • Lokaler Bezug: Illusionsmotive mit Jan Žižka und dem Stadtbild von Tabor
  • Fotografieren: Ausdrücklich erwünscht und Teil des Museumskonzepts
  • Lage: Atlantis-Passage in der Straße 9. května
  • Entfernung vom Bahnhof: Wenige Gehminuten
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: Etwa eine bis eineinhalb Stunden
  • Geeignet für: Familien, Kinder, Paare, Freundesgruppen und Schulklassen
  • Besonders sinnvoll bei: Regen, Kälte oder als Ergänzung zum Altstadtrundgang
  • Nahe Sehenswürdigkeiten: Žižka-Platz, Hussitenmuseum und historische Altstadt
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