Wallachisch Meseritsch (Valašské Meziříčí)

Wallachisch Meseritsch liegt in der Mährischen Walachei am Zusammenfluss der Rosenauer und der Wsetiner Betschwa. Die Stadt verbindet ein historisches Zentrum mit zwei Schlössern, Museen, traditionellem Kunsthandwerk und einer abwechslungsreichen Umgebung. Durch ihre Lage zwischen mehreren Flusstälern eignet sie sich zugleich als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Beskiden und zu weiteren Zielen im Osten Mährens.

Sehenswürdigkeiten und historische Altstadt

Das historische Zentrum von Wallachisch Meseritsch wird vom Marktplatz, Bürgerhäusern, Kirchen und dem Schloss der Žerotín geprägt. Bei einem Rundgang lernst du die Entwicklung der Stadt vom mittelalterlichen Handelsort bis zum heutigen Kulturzentrum kennen.

Schlösser und Museen

Mit dem Schloss der Žerotín und dem Schloss Kinsky besitzt Wallachisch Meseritsch zwei bedeutende Schlossanlagen. Sie beherbergen Ausstellungen, Galerien, Veranstaltungsräume und Sammlungen zur Geschichte, Kultur und Natur der Mährischen Walachei.

Kunst, Handwerk und Kultur

Zu den besonderen Zielen der Stadt gehört die Mährische Gobelinmanufaktur. Historische Webtechniken, Textilkunst und Restaurierungsarbeiten machen sie zu einem außergewöhnlichen Ort. Ergänzt wird das kulturelle Angebot durch Galerien, Konzerte und Veranstaltungen in historischen Gebäuden.

Radfahren und Natur

Wallachisch Meseritsch liegt an der Betschwa-Radroute und ist ein wichtiger Knotenpunkt für Touren durch die Flusstäler. Auch Wanderungen, Spaziergänge und Ausflüge in die umliegenden Berge lassen sich von der Stadt aus gut planen.

Ausflüge in die Mährische Walachei

Von Wallachisch Meseritsch erreichst du bekannte Ziele wie Rosenau unter dem Radhoscht, Pustewny, den Radhoscht, Wesetin und die Talsperre Bystřička. Dadurch eignet sich die Stadt gut als Standort für eine mehrtägige Reise durch die Region.


Sehenswürdigkeiten und Altstadt

  • Historischer Marktplatz von Wallachisch Meseritsch
  • Schloss der Žerotín (Zámek Žerotínů)
  • Schloss Kinsky (Zámek Kinských)
  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Kostel Nanebevzetí Panny Marie)
  • Dreifaltigkeitskirche und Lapidarium (Kostel Nejsvětější Trojice)

Museen, Kunst und Kultur

  • Mährische Gobelinmanufaktur (Moravská gobelínová manufaktura)
  • Museum der Region Walachei im Schloss Kinsky (Muzeum regionu Valašsko)
  • Museums- und Galeriezentrum im Schloss der Žerotín
  • Galerie Kaple
  • Galerie Sýpka

Geschichte und Architektur

  • Geschichte von Wallachisch Meseritsch
  • Meseritsch und Krassno an der Betschwa (Meziříčí und Krásno nad Bečvou)
  • Historische Bürgerhäuser und Arkaden
  • Mariensäule auf dem Marktplatz
  • Architektur in Wallachisch Meseritsch

Natur, Flüsse und Radfahren

  • Zusammenfluss der Rosenauer und Wsetiner Betschwa
  • Betschwa-Radroute (Cyklostezka Bečva)
  • Schlosspark Kinsky
  • Spazierwege entlang der Betschwa
  • Radtour zur Talsperre Bystřička

Ausflüge in die Mährische Walachei

  • Rosenau unter dem Radhoscht (Rožnov pod Radhoštěm)
  • Pustewny (Pustevny)
  • Radhoscht (Radhošť)
  • Groß Lhota (Velká Lhota)
  • Schloss Leschna bei Wallachisch Meseritsch (Zámek Lešná u Valašského Meziříčí)

Erlebnisse und Reiseplanung

  • Sternwarte Wallachisch Meseritsch (Hvězdárna Valašské Meziříčí)
  • Stadtrundgang durch Wallachisch Meseritsch
  • Wallachische Küche und Wallachischer Frgale
  • Veranstaltungen im Schloss der Žerotín
  • Wallachisch Meseritsch an einem Tag

Wallachisch Meseritsch entdecken: Lerne die Stadt kennen

Wallachisch Meseritsch (Valašské Meziříčí) liegt im Osten Mährens und gehört zu den kulturellen Zentren der Mährischen Walachei. Die Stadt verbindet eine überschaubare historische Altstadt mit zwei Schlössern, mehreren Museen, traditionellem Kunsthandwerk und einer landschaftlich reizvollen Umgebung. Gleichzeitig ist Wallachisch Meseritsch ein wichtiger Ausgangspunkt für Ausflüge in die Beskiden, zu bekannten Bergen wie dem Radhoscht und in das Tal der Betschwa.

Eine Besonderheit der Stadt ist ihre Lage am Zusammenfluss der Rosenauer Betschwa (Rožnovská Bečva) und der Wsetiner Betschwa (Vsetínská Bečva). Beide Flüsse vereinigen sich hier zur Betschwa (Bečva). Diese Lage prägt nicht nur den Stadtnamen, sondern auch das heutige Stadtbild und die zahlreichen Radwege entlang der Flusstäler.

Wallachisch Meseritsch eignet sich besonders für Reisende, die Kultur, regionale Geschichte und Natur miteinander verbinden möchten. Viele Sehenswürdigkeiten liegen relativ nah beieinander, sodass du die wichtigsten Orte bei einem Rundgang durch das Zentrum entdecken kannst.

Eine Stadt zwischen zwei Flüssen

Der tschechische Name Valašské Meziříčí verweist auf die geografische Lage der Stadt. Der Namensbestandteil „Meziříčí“ lässt sich sinngemäß mit „zwischen den Flüssen“ übersetzen. Der Zusatz „Valašské“ kennzeichnet die Zugehörigkeit zur Mährischen Walachei.

Die beiden Flusstäler waren über Jahrhunderte wichtige Verkehrs- und Siedlungsachsen. Noch heute führen Straßen, Bahnlinien und Radwege von Wallachisch Meseritsch in Richtung Rosenau unter dem Radhoscht (Rožnov pod Radhoštěm), Wesetin (Vsetín) und Prerau (Přerov).

Die Stadt besteht historisch aus zwei Teilen. Das eigentliche Meseritsch entwickelte sich am südlichen Ufer der Rosenauer Betschwa. Auf der gegenüberliegenden Flussseite lag Krassno an der Betschwa (Krásno nad Bečvou). Beide Orte wurden 1924 zu einer gemeinsamen Stadt vereinigt. Die frühere Trennung lässt sich noch heute an den unterschiedlichen historischen Zentren und den beiden bedeutenden Schlossanlagen erkennen.

Geschichte von Wallachisch Meseritsch

Meseritsch wurde Ende des 13. Jahrhunderts erstmals schriftlich erwähnt. Im Mittelalter entwickelte sich die Siedlung zu einem regionalen Handels- und Verwaltungszentrum. Ihre Lage an den Zugängen zu mehreren Flusstälern begünstigte den Austausch zwischen dem mährischen Tiefland und den Bergregionen der Beskiden.

Im Laufe des 14. Jahrhunderts erhielt Meseritsch städtische Rechte. Handwerk, Handel und Landwirtschaft bildeten lange Zeit die wirtschaftliche Grundlage. Später kamen Textilproduktion, Holzverarbeitung und weitere Industriezweige hinzu.

Eine wichtige Rolle spielten verschiedene Adelsfamilien, darunter die Herren von Pernstein und die Familie Žerotín. Sie prägten insbesondere das Schloss der Žerotín, das bis heute zu den wichtigsten Bauwerken der Stadt gehört.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Wallachisch Meseritsch zu einem bedeutenden Bildungs- und Kulturzentrum der Region. Schulen, Vereine, Museen und kulturelle Einrichtungen trugen dazu bei, dass die Stadt innerhalb der Mährischen Walachei eine besondere Stellung einnahm.

Der historische Marktplatz

Der Marktplatz bildet das Herz der historischen Altstadt. Rund um den Platz stehen Bürgerhäuser mit klassizistischen, historistischen und teilweise älteren architektonischen Elementen. Einige Gebäude besitzen Arkaden, verzierte Fassaden oder repräsentative Giebel.

Im Zentrum des Platzes steht eine Mariensäule, die zu den charakteristischen Elementen des Stadtbildes gehört. Von hier aus erreichst du mehrere wichtige Sehenswürdigkeiten zu Fuß. Dazu zählen die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, das Schloss der Žerotín und die angrenzenden historischen Straßen.

Der Marktplatz wurde modernisiert und als öffentlicher Aufenthaltsraum neu gestaltet. Sitzgelegenheiten, Grünflächen und Wasserelemente verbinden sich mit der historischen Bebauung. Cafés und kleinere Geschäfte machen den Platz zu einem guten Ausgangspunkt für eine Stadtbesichtigung.

Besonders reizvoll ist der Marktplatz am frühen Morgen oder am Abend, wenn weniger Verkehr herrscht und die Fassaden der umliegenden Häuser deutlicher zur Geltung kommen.

Schloss der Žerotín

Das Schloss der Žerotín (Zámek Žerotínů) ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Wallachisch Meseritsch. Der Bau wurde im 16. Jahrhundert begonnen und ursprünglich als Renaissanceanlage gestaltet. Spätere Umbauten verliehen dem Schloss sein heutiges barockes Erscheinungsbild.

Die Familie Žerotín war über einen langen Zeitraum eng mit der Geschichte des Schlosses verbunden. Unter ihrer Herrschaft wurde die Anlage mehrfach erweitert und den repräsentativen Anforderungen der jeweiligen Zeit angepasst.

Heute dient das Schloss vor allem als Kulturzentrum. In seinen Räumen finden Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen und weitere Veranstaltungen statt. Teile des Gebäudes werden als Museum und Galerie genutzt.

Besonders sehenswert ist die ehemalige Schlosskapelle mit ihrer historischen Ausstattung und den barocken Fresken. Auch die Innenhöfe gehören zu den attraktivsten Bereichen der Anlage. Während der wärmeren Monate werden sie regelmäßig für Open-Air-Veranstaltungen, Filmvorführungen und Festivals genutzt.

Zum Schlosskomplex gehören außerdem die Galerie Kaple und die Galerie Sýpka. Dadurch ist das Schloss nicht nur ein historisches Baudenkmal, sondern zugleich einer der wichtigsten Orte für zeitgenössische Kunst und Kultur in der Stadt.

Schloss Kinsky

Auf der früheren Krassnoer Seite der Stadt befindet sich das Schloss Kinsky (Zámek Kinských). Es entstand aus einem älteren Verwaltungsgebäude und wurde im 19. Jahrhundert von der Familie Kinsky im Stil des Empire umgestaltet.

Das Schloss beherbergt heute eine Außenstelle des Museums der Region Walachei. Die Ausstellungen beschäftigen sich mit der Geschichte, Natur und Kultur der Mährischen Walachei. Dabei werden sowohl die Entwicklung der Stadt als auch das Leben in den umliegenden Berg- und Tallandschaften behandelt.

Die modernisierten Ausstellungsräume verbinden historische Exponate mit zeitgemäßen Präsentationsformen. Dadurch eignet sich das Museum auch für Familien und Besucher, die sich einen umfassenden Überblick über die Region verschaffen möchten.

Neben den Dauerausstellungen werden regelmäßig Sonderausstellungen, Vorträge und Bildungsprogramme angeboten. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang durch den angrenzenden Schlosspark verbinden.

Der Park am Schloss Kinsky

Das Schloss Kinsky ist von einem englischen Landschaftspark umgeben. Der Park entstand im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert und besitzt zahlreiche alte Bäume sowie verschiedene seltene Gehölze.

Geschwungene Wege, offene Wiesen und schattige Bereiche schaffen eine ruhige Atmosphäre. Der Park ist bei Einheimischen ein beliebtes Ziel für Spaziergänge und kurze Erholungspausen.

Für Reisende bietet er einen angenehmen Kontrast zur bebauten Innenstadt. Besonders nach einem Museumsbesuch kannst du hier eine Pause einlegen oder den historischen Stadtteil Krassno an der Betschwa genauer erkunden.

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Kostel Nanebevzetí Panny Marie) gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten von Wallachisch Meseritsch. Ihre Ursprünge reichen vermutlich bis ins Mittelalter zurück.

Der Bau wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert. Dadurch verbindet die Kirche gotische, Renaissance- und barocke Elemente. Besonders auffällig ist der Kirchturm, der das Erscheinungsbild der Altstadt prägt.

Die Kirche liegt nur wenige Schritte vom Marktplatz entfernt und gehört zu den wichtigsten Stationen eines historischen Stadtrundgangs. Im Inneren findest du eine reich ausgestattete Sakralarchitektur, Altäre und Kunstwerke aus verschiedenen Epochen.

Gemeinsam mit dem Marktplatz und dem Schloss der Žerotín bildet die Kirche eines der markantesten historischen Ensembles der Stadt.

Dreifaltigkeitskirche und Lapidarium

Die Dreifaltigkeitskirche (Kostel Nejsvětější Trojice) ist deutlich kleiner als die Pfarrkirche, gehört aber zu den ungewöhnlichsten Baudenkmälern von Wallachisch Meseritsch. Teile der Kirche wurden in Holzbauweise errichtet, wodurch sie sich architektonisch von den übrigen Sakralbauten der Stadt unterscheidet.

Das restaurierte Gebäude wird heute als Museums- und Kulturraum genutzt. In der Kirche und ihrem Umfeld befindet sich ein Lapidarium mit historischen Grabsteinen, steinernen Fragmenten und weiteren Denkmälern.

Die Dreifaltigkeitskirche vermittelt einen guten Eindruck von der regionalen Sakralarchitektur und der historischen Bestattungskultur. Sie eignet sich besonders für Besucher, die sich für weniger bekannte Baudenkmäler interessieren.

Mährische Gobelinmanufaktur

Die Mährische Gobelinmanufaktur (Moravská gobelínová manufaktura) ist eine der außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Werkstatt besitzt eine mehr als hundertjährige Tradition und ist auf die Herstellung und Restaurierung von Gobelins, Teppichen und künstlerischen Textilien spezialisiert.

Im Lebendigen Gobelinmuseum kannst du historische Webstühle, Werkzeuge und verschiedene Arbeitstechniken kennenlernen. Ein besonderer Reiz liegt darin, dass es sich nicht nur um eine historische Ausstellung handelt. In der Manufaktur wird weiterhin gearbeitet.

Besucher erhalten Einblicke in die aufwendigen Prozesse, die für die Herstellung eines Gobelins notwendig sind. Vom Entwurf über die Auswahl der Materialien bis zum eigentlichen Weben kann die Entstehung eines Kunstwerks viele Wochen oder Monate dauern.

Die Manufaktur widmet sich außerdem der Restaurierung wertvoller historischer Textilien. Dabei werden beschädigte Gewebe sorgfältig untersucht, gereinigt und mit traditionellen Techniken ausgebessert.

Für Wallachisch Meseritsch ist die Gobelinmanufaktur ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Sie verbindet Kunstgeschichte, Handwerk, Industriegeschichte und lebendige Tradition an einem Ort.

Sternwarte Wallachisch Meseritsch

Die Sternwarte Wallachisch Meseritsch (Hvězdárna Valašské Meziříčí) erweitert das touristische Angebot der Stadt um ein naturwissenschaftliches Ziel. Sie ist sowohl in der astronomischen Bildungsarbeit als auch in der wissenschaftlichen Beobachtung tätig.

Zum Programm gehören Vorträge, Ausstellungen, Beobachtungsabende und Veranstaltungen zu astronomischen Themen. Bei geeigneten Bedingungen können Besucher durch Teleskope den Mond, Planeten, Sterne und weitere Himmelsobjekte betrachten.

Die Sternwarte richtet sich an Erwachsene, Familien und Schulgruppen. Sie ist besonders interessant, wenn du mehrere Tage in der Stadt verbringst oder nach einem Schlechtwetterprogramm suchst.

Da Beobachtungen vom Wetter und von der Jahreszeit abhängen, solltest du das aktuelle Programm vor deinem Besuch prüfen.

Museen und Galerien

Wallachisch Meseritsch besitzt für eine Stadt dieser Größe ein vielfältiges Museums- und Galerieangebot. Die wichtigsten Einrichtungen verteilen sich auf das Schloss der Žerotín, das Schloss Kinsky, die Gobelinmanufaktur und die Dreifaltigkeitskirche.

Im Schloss der Žerotín stehen Stadtgeschichte, Kunst und Kultur im Mittelpunkt. Das Schloss Kinsky widmet sich stärker der regionalen Geschichte und Naturkunde. Die Gobelinmanufaktur konzentriert sich auf Textilkunst und traditionelles Handwerk.

Ergänzt wird das Angebot durch kleinere Galerien, wechselnde Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen. Dadurch lohnt sich ein Besuch nicht nur wegen der historischen Architektur, sondern auch wegen des aktiven Kulturlebens.

Kultur und Veranstaltungen

Das kulturelle Leben konzentriert sich vor allem auf das Schloss der Žerotín und die umliegende Altstadt. In den Sälen und Innenhöfen finden Konzerte, Theateraufführungen, Filmvorführungen und Festivals statt.

Daneben werden der Marktplatz, Kirchen und weitere öffentliche Räume regelmäßig in Veranstaltungen einbezogen. Das Angebot reicht von klassischer Musik und regionaler Folklore bis zu moderner Kunst und Lichtinstallationen.

Die Kulturveranstaltungen zeigen, dass Wallachisch Meseritsch kein reines Freilichtmuseum ist. Historische Gebäude werden aktiv genutzt und bilden einen lebendigen Bestandteil des städtischen Alltags.

Radfahren an der Betschwa

Wallachisch Meseritsch liegt an der Betschwa-Radroute (Cyklostezka Bečva), einer der bekanntesten Radverbindungen im Osten Mährens. Die Route folgt über weite Strecken den Flusstälern und eignet sich sowohl für längere Touren als auch für familienfreundliche Tagesausflüge.

In Wallachisch Meseritsch treffen mehrere Streckenäste aufeinander. Du kannst entlang der Rosenauer Betschwa nach Rosenau unter dem Radhoscht fahren oder der Wsetiner Betschwa in Richtung Wesetin folgen.

In westlicher Richtung führt die Route durch das Tal der Betschwa weiter nach Leipnik an der Betschwa und Prerau. Die flussnahen Abschnitte verlaufen überwiegend mit geringen Steigungen.

Für anspruchsvollere Touren kannst du von der Stadt in die umliegenden Hügel und Berge fahren. Beliebte Ziele sind die Talsperre Bystřička, Groß Lhota und die Ausläufer der Beskiden.

Wandern und Natur

Die Umgebung von Wallachisch Meseritsch gehört zur abwechslungsreichen Landschaft der Mährischen Walachei. Bewaldete Hügel, Flusstäler, kleinere Dörfer und Aussichtspunkte prägen die Region.

Direkt in der Stadt kannst du entlang der Flüsse spazieren oder den Schlosspark besuchen. Für längere Wanderungen bieten sich die Wsetiner Berge, die Hosteiner Berge und die Mährisch-Schlesischen Beskiden an.

Viele Wanderziele lassen sich mit Bahn oder Bus erreichen. Dadurch kannst du Wallachisch Meseritsch als Ausgangspunkt nutzen, ohne jeden Ausflug mit dem Auto planen zu müssen.

Zu den bekanntesten Zielen der weiteren Umgebung gehören der Radhoscht, die Pustewny und der Bergkamm der Beskiden. Ruhiger geht es rund um Groß Lhota, die Talsperre Bystřička und kleinere walachische Dörfer zu.

Regionale Küche der Mährischen Walachei

Die Küche der Mährischen Walachei ist von einfachen, kräftigen Gerichten geprägt. Traditionell wurden vor allem Kartoffeln, Kraut, Getreide, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Pflaumen und Fleisch verarbeitet.

Eine der bekanntesten Spezialitäten ist der Wallachische Frgale (Valašský frgál). Dabei handelt es sich um einen großen, dünnen Hefekuchen, der beispielsweise mit Quark, Mohn, Birnen oder Pflaumenmus belegt wird.

Typisch sind außerdem Kartoffelgerichte, Sauerkrautsuppen, geräuchertes Fleisch und verschiedene Schaf- oder Kuhmilchkäse. Pflaumen spielen sowohl bei Süßspeisen als auch bei regionalen Getränken eine wichtige Rolle.

Bei einem Aufenthalt in Wallachisch Meseritsch lohnt es sich, regionale Produkte und Gerichte zu probieren. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der walachischen Kultur und ergänzen den Besuch der Museen und historischen Sehenswürdigkeiten.

Ausflüge ab Wallachisch Meseritsch

Durch seine Lage ist Wallachisch Meseritsch ein guter Ausgangspunkt für Tagesausflüge. Eines der wichtigsten Ziele ist Rosenau unter dem Radhoscht mit dem Walachischen Freilichtmuseum. Das weitläufige Museum zeigt traditionelle Bauernhäuser, Handwerksbetriebe, Kirchen und Wohngebäude aus verschiedenen Teilen der Mährischen Walachei.

Von Rosenau gelangst du weiter zur Bergsiedlung Pustewny (Pustevny). Bekannt sind dort vor allem die farbenfrohen Holzbauten des Architekten Dušan Jurkovič. Von Pustewny führt ein beliebter Wanderweg zur Statue des slawischen Gottes Radegast und weiter auf den Gipfel des Radhoscht.

Ein ruhigeres Ziel ist Groß Lhota (Velká Lhota) mit seiner historischen evangelischen Toleranzkirche aus Holz. Auch Saschau (Zašová) mit seiner Wallfahrtskirche und dem ehemaligen Trinitarierkloster liegt nur wenige Kilometer entfernt.

Weitere Ausflugsmöglichkeiten sind das Schloss Leschna bei Wallachisch Meseritsch, die Talsperre Bystřička und die Stadt Wesetin. Dank der Bahnverbindungen kannst du viele dieser Ziele auch ohne Auto erreichen.

Für wen eignet sich Wallachisch Meseritsch?

Wallachisch Meseritsch eignet sich besonders für Kulturreisende, die kleinere Städte mit einer authentischen Atmosphäre bevorzugen. Die Kombination aus Schlössern, Kirchen, Museen und traditionellem Handwerk bietet genügend Sehenswürdigkeiten für einen abwechslungsreichen Tagesausflug.

Auch Radfahrer finden gute Bedingungen. Die Stadt ist ein zentraler Knotenpunkt der Betschwa-Radroute und ermöglicht Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Familien können das Schloss Kinsky, die Gobelinmanufaktur und die Sternwarte besuchen. Bei gutem Wetter ergänzen Parks, Radwege und Ausflüge in die Beskiden das Programm.

Für längere Reisen durch die Mährische Walachei bietet sich die Stadt als Zwischenstation oder Standort für mehrere Übernachtungen an. Rosenau unter dem Radhoscht, Wesetin und zahlreiche Naturziele sind schnell erreichbar.

Wie viel Zeit solltest du einplanen?

Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum solltest du mindestens einen ganzen Tag einplanen. Am Vormittag kannst du den Marktplatz, die Pfarrkirche und das Schloss der Žerotín besichtigen. Anschließend bieten sich die Gobelinmanufaktur oder die Dreifaltigkeitskirche an.

Am Nachmittag kannst du den Fluss überqueren und das Schloss Kinsky mit seinem Museum und dem Schlosspark besuchen. Bei passenden Öffnungszeiten lässt sich der Tag mit einem Programm in der Sternwarte oder einer kulturellen Veranstaltung abschließen.

Zwei Tage sind sinnvoll, wenn du zusätzlich eine Radtour oder einen Ausflug in die Umgebung unternehmen möchtest. Für eine ausführlichere Erkundung der Mährischen Walachei kannst du Wallachisch Meseritsch auch als mehrtägigen Standort nutzen.

Kurzinfos

  • Deutscher Name: Wallachisch Meseritsch
  • Tschechischer Name: Valašské Meziříčí
  • Region: Region Zlin (Zlínský kraj)
  • Bezirk: Wesetin (Vsetín)
  • Historische Landschaft: Mährische Walachei
  • Erste schriftliche Erwähnung: 1297
  • Entstehung der heutigen Stadt: Vereinigung von Meseritsch und Krassno an der Betschwa im Jahr 1924
  • Lage: Am Zusammenfluss der Rosenauer und der Wsetiner Betschwa
  • Bekanntestes Wahrzeichen: Schloss der Žerotín (Zámek Žerotínů)
  • Weitere bedeutende Sehenswürdigkeit: Schloss Kinsky (Zámek Kinských)
  • Besonderheit: Mährische Gobelinmanufaktur mit lebendigem Gobelinmuseum
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: Ein bis zwei Tage
  • Geeignet für: Kulturreisende, Radfahrer, Familien und Besucher der Mährischen Walachei
  • Wichtige Radroute: Betschwa-Radroute (Cyklostezka Bečva)
  • Nahe Ausflugsziele: Rosenau unter dem Radhoscht, Pustewny, Radhoscht, Groß Lhota, Wesetin und Talsperre Bystřička