Wischau (Vyškov)

Wischau (Vyškov) liegt östlich von Brünn und verbindet ein überschaubares historisches Zentrum mit überraschend vielseitigen Ausflugszielen. Zwischen Schloss, Museum, Zoo Park, DinoPark und der Landschaft des Wischauer Landes eignet sich die Stadt besonders für Familien, Tagesausflügler und Reisende, die kleinere mährische Städte abseits der bekannten Routen entdecken möchten.

Sehenswürdigkeiten und historische Altstadt

Das Zentrum von Wischau gruppiert sich rund um den Masarykplatz (Masarykovo náměstí). Zu den wichtigsten Bauwerken gehören das Renaissancerathaus, die ehemalige Synagoge, die barocke Mariensäule und die Kirche Mariä Himmelfahrt. Auch erhaltene Abschnitte der mittelalterlichen Stadtmauer erinnern an die frühere Bedeutung der befestigten Stadt.

Schloss, Museum und regionale Geschichte

Das Schloss Wischau (Zámek Vyškov) entstand aus einer mittelalterlichen Burg und diente den Olmützer Bischöfen als Residenz. Heute befindet sich darin das Museum des Wischauer Landes (Muzeum Vyškovska). Seine Ausstellungen beschäftigen sich mit der Geschichte, Natur und Volkskultur der Region sowie mit der traditionellen Wischauer Keramik.

Zoo Park und DinoPark

Zu den bekanntesten Ausflugszielen der Stadt gehören der Zoo Park Wischau und der DinoPark Wischau. Der Zoo konzentriert sich vor allem auf Haus-, Nutz- und Bauernhoftiere aus unterschiedlichen Regionen. Der DinoPark liegt in einem Waldgebiet und präsentiert lebensgroße Modelle prähistorischer Tiere. Beide Anlagen lassen sich gut zu einem gemeinsamen Familienausflug verbinden.

Technik, Astronomie und Freizeit

Mit dem Museum für Luftfahrt- und Bodentechnik besitzt Wischau ein interessantes Ziel für Technik- und Militärgeschichtsfreunde. Ergänzt wird das Freizeitangebot durch die Sternwarte und den Aquapark der Stadt. Dadurch bietet Wischau auch bei wechselhaftem Wetter verschiedene Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen Aufenthalt.

Natur und Ausflüge im Wischauer Land

Die Umgebung von Wischau liegt zwischen der Hanna und dem Drahaner Bergland. Wälder, Felder, kleinere Dörfer und Aussichtspunkte laden zu Wanderungen und Radtouren ein. Beliebte Ziele sind der Aussichtsturm Chocholík, die Windmühle Ruprechtov und Schloss Ratschitz.

Ausflüge nach Austerlitz und Butschowitz

Durch seine Lage eignet sich Wischau gut als Ausgangspunkt für weitere Entdeckungen im östlichen Umland von Brünn. In Austerlitz (Slavkov u Brna) erinnern Schloss und Gedenkstätten an die Dreikaiserschlacht von 1805. In Butschowitz (Bučovice) gehört das prächtige Renaissanceschloss zu den bedeutendsten historischen Anlagen der Region.


Sehenswürdigkeiten und historische Altstadt

  • Masarykplatz (Masarykovo náměstí)
  • Renaissancerathaus von Wischau
  • Schloss Wischau (Zámek Vyškov)
  • Schlossgarten Wischau (Zámecká zahrada)
  • Kirche Mariä Himmelfahrt (Kostel Nanebevzetí Panny Marie)

Geschichte, Museen und Kultur

  • Museum des Wischauer Landes (Muzeum Vyškovska)
  • Wischauer Keramik und Fayencen
  • Ehemalige Synagoge von Wischau
  • Jüdischer Friedhof von Wischau
  • Mittelalterliche Stadtmauer von Wischau

Familienziele und Freizeit

  • Zoo Park Wischau (ZOO PARK Vyškov)
  • DinoPark Wischau (DinoPark Vyškov)
  • DinoExpress zwischen Zoo Park und DinoPark
  • Aquapark Wischau (Aquapark Vyškov)
  • Wischau mit Kindern

Technik, Wissenschaft und besondere Orte

  • Museum für Luftfahrt- und Bodentechnik Wischau
  • Flugplatz Wischau (Letiště Vyškov)
  • Sternwarte Wischau (Hvězdárna Vyškov)
  • Schlacht bei Wischau 1805
  • Historisches Brauhaus von Wischau

Natur und Ausflüge im Wischauer Land

  • Aussichtsturm Chocholík bei Drnowitz
  • Drahaner Bergland (Drahanská vrchovina)
  • Windmühle Ruprechtov (Větrný mlýn Ruprechtov)
  • Schloss Ratschitz (Zámek Račice)
  • Landtechnikmuseum Hoštice-Heroltice

Stadtteile, Umgebung und Reiseplanung

  • Dieditz (Dědice)
  • Alois Musil und Wischau
  • Tagesausflug nach Wischau
  • Radfahren rund um Wischau
  • Anreise und Parken in Wischau

Wischau entdecken: Lerne die Stadt kennen

Wischau (Vyškov) liegt rund 25 Kilometer östlich von Brünn (Brno) und gehört zu den vielseitigsten Ausflugszielen im südlichen Mähren. Die Stadt verbindet ein kompaktes historisches Zentrum mit einem Schloss, einem Regionalmuseum, familienfreundlichen Freizeitangeboten und mehreren ungewöhnlichen Technik- und Naturzielen.

Besonders bekannt ist Wischau für seinen Zoo Park und den angeschlossenen DinoPark. Doch auch abseits der großen Familienattraktionen lohnt es sich, die Stadt näher kennenzulernen. Rund um den Masarykplatz erinnern Bürgerhäuser, Kirchen, Brunnen und Teile der Stadtbefestigung an die lange Geschichte des früheren bischöflichen Verwaltungszentrums.

Durch die Lage zwischen der fruchtbaren Hanna, dem Drahaner Bergland und dem Raum um Austerlitz eignet sich Wischau außerdem gut als Ausgangspunkt für Ausflüge in das östliche Umland von Brünn.

Eine Stadt zwischen Hanna und Drahaner Bergland

Wischau liegt in einer natürlichen Senke, die als Wischauer Tor bezeichnet wird. Sie verbindet das mährische Tiefland mit den höher gelegenen Landschaften im Norden und spielte bereits früh eine wichtige Rolle für Handel und Verkehr.

Durch die Stadt fließt die Haná, die weiter östlich einer ganzen Landschaft ihren Namen gibt. Die Umgebung ist abwechslungsreich: Südlich und östlich von Wischau dominieren offene Felder und sanfte Hügel, während sich nördlich der Stadt die bewaldeten Höhen des Drahaner Berglands erheben.

Diese Übergangslage prägt auch den touristischen Charakter. In kurzer Entfernung erreichst du historische Schlösser, ländliche Dörfer, Aussichtstürme, Waldgebiete und die bekannten Schauplätze der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz.

Die Geschichte von Wischau

Wischau wurde erstmals im Jahr 1141 schriftlich erwähnt. Der Ort gehörte über viele Jahrhunderte zum Besitz der Olmützer Bischöfe, die seine Entwicklung entscheidend beeinflussten. Durch seine günstige Lage an alten Verkehrs- und Handelswegen entwickelte sich Wischau zu einem regionalen Markt-, Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum.

Im Mittelalter wurde die Stadt befestigt. Im 15. Jahrhundert entstanden steinerne Mauern, von denen bis heute einzelne Abschnitte erhalten geblieben sind. Gleichzeitig wurde eine gotische Burg errichtet, die später zum Schloss umgebaut wurde.

Der Dreißigjährige Krieg brachte schwere Zerstörungen. Besonders der schwedische Einfall hinterließ deutliche Spuren. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts begann unter dem Olmützer Bischof Karl von Liechtenstein-Kastelkorn der Wiederaufbau. Schloss, Garten und mehrere städtische Gebäude erhielten damals ihre barocke Gestalt.

Auch die napoleonischen Kriege erreichten Wischau. Am 28. November 1805 kam es wenige Tage vor der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz zu einem Gefecht zwischen russischen und französischen Truppen. Die sogenannte Schlacht bei Wischau gehört heute zu den weniger bekannten Ereignissen des Feldzugs von 1805.

Der Masarykplatz als Mittelpunkt der Stadt

Das historische Zentrum von Wischau gruppiert sich rund um den annähernd dreieckigen Masarykplatz (Masarykovo náměstí). Er ist der natürliche Ausgangspunkt für einen Rundgang durch die Altstadt.

Den Platz säumen Bürgerhäuser mit unterschiedlich gestalteten Fassaden. Einige Gebäude bewahren ältere Bauelemente, während andere im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert wurden. Zusammen ergeben sie ein geschlossenes kleinstädtisches Ensemble.

Als auffälligstes Gebäude erhebt sich das Renaissancerathaus aus dem Jahr 1569. Sein Turm prägt die Silhouette des Zentrums und gehört zu den wichtigsten Wahrzeichen von Wischau. Im Gebäude sind Reste von Renaissancearkaden, historische Türen und spätere Stuckverzierungen erhalten.

Auf dem Platz stehen außerdem eine barocke Mariensäule von 1719 und ein Brunnen mit der Figur des Ganymed auf einem Adler. Sie erinnern an die repräsentative Gestaltung des Stadtzentrums im Barock.

Die ehemalige Synagoge

Eine Besonderheit des Masarykplatzes ist die ehemalige Synagoge. Sie wurde 1885 im neuromanischen Stil errichtet und liegt ungewöhnlich zentral direkt am Hauptplatz.

Das Gebäude erinnert an die jüdische Gemeinde von Wischau, die das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben der Stadt mitprägte. Die Synagoge wird heute nicht mehr als jüdisches Gotteshaus genutzt, ist aber weiterhin ein wichtiger Bestandteil des historischen Stadtbildes.

Ergänzend kannst du den erhaltenen jüdischen Friedhof besuchen. Er liegt außerhalb des unmittelbaren Zentrums und dokumentiert einen weiteren Teil der jüdischen Geschichte Wischaus.

Schloss Wischau

Das Schloss Wischau (Zámek Vyškov) entwickelte sich aus einer gotischen Burg des 15. Jahrhunderts. Nachdem die Anlage im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt worden war, ließ sie Bischof Karl von Liechtenstein-Kastelkorn zwischen 1665 und 1682 zu einer barocken Residenz umbauen.

Die Arbeiten werden mit dem italienischstämmigen Architekten Giovanni Pietro Tencalla verbunden, der für zahlreiche bedeutende Barockbauten in Mähren verantwortlich war.

Heute wirkt das Schloss eher zurückhaltend als monumental. Seine Bedeutung liegt vor allem in der Verbindung aus historischer Architektur, Museum und Schlossgarten. Durch die Lage nahe dem Hauptplatz lässt sich die Anlage problemlos in einen Stadtrundgang einbinden.

Museum des Wischauer Landes

Im Schloss befindet sich das Museum des Wischauer Landes (Muzeum Vyškovska). Seine Ausstellungen widmen sich der Geschichte, Natur und Volkskultur der Stadt und ihrer Umgebung.

Zu den Themen gehören archäologische Funde, mittelalterliches Leben, regionale Bräuche, Naturkunde und traditionelle Handwerksformen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Wischauer Keramik.

Die regionalen Fayencen und Keramikwaren wurden durch habanische Handwerkstraditionen beeinflusst und entwickelten im Laufe der Zeit eigene Formen und Dekore. Das Museum bewahrt eine umfangreiche Sammlung, die vom 17. bis in das 20. Jahrhundert reicht.

Ein weiterer Ausstellungsteil beschäftigt sich mit Alois Musil. Der aus dem heutigen Wischauer Stadtteil Dieditz (Dědice) stammende Orientalist, Theologe und Forschungsreisende wurde durch seine Expeditionen im Nahen Osten bekannt.

Der Schlossgarten und seine Loggia

Hinter dem Schloss erstreckt sich der Schlossgarten (Zámecká zahrada). Eine Gartenanlage bestand hier bereits im Mittelalter, ihre heutige historische Prägung geht jedoch vor allem auf den barocken Wiederaufbau zurück.

Das markanteste Bauwerk ist eine Loggia aus dem Jahr 1673. Sie besitzt sieben Arkaden, toskanische Säulen und eine dekorative Balustrade. Die offene Architektur bildet einen eleganten Übergang zwischen Schloss und Garten.

Der Schlossgarten ist ein ruhiger Gegenpol zum belebteren Masarykplatz. Er eignet sich für eine kurze Pause und vermittelt einen Eindruck davon, wie die bischöfliche Residenz einst in ihre Umgebung eingebunden war.

Kirche Mariä Himmelfahrt

Die Kirche Mariä Himmelfahrt (Kostel Nanebevzetí Panny Marie) gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten von Wischau. Sie wurde zwischen 1464 und 1466 im spätgotischen Stil errichtet.

Aus dieser Bauphase ist unter anderem das profilierte Südportal erhalten. Spätere Umbauten veränderten das Erscheinungsbild deutlich. Im Jahr 1692 wurde die Kapelle der heiligen Odilia angebaut, die durch Fresken und eine reiche Stuckdekoration auffällt.

1773 erhielt die Kirche eine barocke Umgestaltung. Heute vereint sie gotische und barocke Elemente und spiegelt damit mehrere wichtige Epochen der Stadtgeschichte wider.

Neben der Hauptkirche befinden sich im Stadtgebiet weitere kleinere Sakralbauten. Dazu gehören die Kapelle der heiligen Anna, die ehemalige Kapuzinerkirche und mehrere Kirchen und Kapellen in den eingemeindeten Ortsteilen.

Überreste der Stadtbefestigung

Wischau war im Mittelalter von Mauern umgeben. Die steinerne Befestigung entstand vor allem im 15. Jahrhundert und schützte den Marktort sowie die bischöfliche Burg.

Die früheren Stadttore sind nicht erhalten geblieben, doch einzelne Mauerabschnitte lassen sich noch im Stadtbild erkennen. Sie gehören zu den weniger auffälligen Sehenswürdigkeiten, vermitteln aber einen guten Eindruck von der einstigen Größe des befestigten Zentrums.

Bei einem Rundgang lohnt es sich daher, auch die Straßen und Wege abseits des Hauptplatzes zu erkunden.

Zoo Park Wischau

Der Zoo Park Wischau (ZOO PARK Vyškov) wurde 1965 gegründet und unterscheidet sich deutlich von klassischen zoologischen Gärten. Im Mittelpunkt stehen vor allem Haus-, Nutz- und Bauernhoftiere aus verschiedenen Regionen der Welt.

Zu sehen sind zahlreiche traditionelle und seltene Tierrassen. Dadurch verbindet der Zoo Tierbeobachtung mit Informationen über Landwirtschaft, Tierhaltung und ländliche Kultur.

Besonders beliebt ist der Bauernhofbereich, in dem Kinder ausgewählten Tieren näherkommen können. Der Zoo Park ist übersichtlich angelegt und eignet sich auch für jüngere Kinder.

DinoPark Wischau

Der DinoPark Wischau (DinoPark Vyškov) liegt in einem Waldgebiet am Rand der Stadt. Zwischen Bäumen und Wegen stehen lebensgroße Modelle prähistorischer Tiere. Einige Figuren sind beweglich und mit Geräuschen ausgestattet.

Die Umgebung des Waldparks verstärkt den Eindruck einer prähistorischen Landschaft. Neben den Dinosauriermodellen gehören Lernstationen, Spielbereiche und saisonale Programme zum Angebot.

Der DinoPark ist über den DinoExpress mit dem Zoo Park verbunden. Dadurch beginnt der Besuch in der Regel am Zoo, von wo aus die Besucher mit dem speziellen Zug zum Dinosaurierpark gebracht werden.

Für Familien lassen sich beide Anlagen gut zu einem ganztägigen Ausflug kombinieren.

Luftfahrt- und Bodentechnik am Flugplatz

Am Flugplatz von Wischau befindet sich das Museum für Luftfahrt- und Bodentechnik (Muzeum letecké a pozemní techniky Vyškov). Es zeigt Flugzeuge, Hubschrauber, Militärfahrzeuge, Motoren und weitere technische Ausstellungsstücke.

Zu den bekanntesten Exponaten gehören Maschinen aus der Zeit des Warschauer Pakts, darunter verschiedene MiG-Flugzeuge. Ergänzt wird die Sammlung durch historische Fahrzeugtechnik und Fundstücke aus dem Zweiten Weltkrieg.

Besonders interessant sind Fragmente abgeschossener Flugzeuge, die mit Ereignissen in der Region verbunden sind. Das Museum eignet sich vor allem für Technikinteressierte, Luftfahrtfreunde und Familien mit älteren Kindern.

Sternwarte Wischau

Die Sternwarte Wischau (Hvězdárna Vyškov) liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums. Sie bietet astronomische Beobachtungen, Vorträge und Programme für Schulklassen und Familien an.

Bei geeigneten Wetterbedingungen können Besucher den Nachthimmel durch Teleskope beobachten. Je nach Veranstaltung stehen der Mond, Planeten oder andere Himmelsobjekte im Mittelpunkt.

Da das Programm nicht täglich stattfindet und Beobachtungen vom Wetter abhängen, solltest du dich vor deinem Besuch über aktuelle Termine informieren.

Aquapark Wischau

Der Aquapark Wischau ergänzt das Freizeitangebot der Stadt. Er verfügt über Schwimm- und Erlebnisbecken, Wasserrutschen, einen Strömungskanal und Bereiche für Kinder.

Hinzu kommen Erholungsangebote wie Whirlpool und Dampfsauna. In der warmen Jahreszeit wird das Hallenbad durch einen Außenbereich ergänzt.

Der Aquapark ist vor allem bei schlechtem Wetter eine gute Ergänzung zu Zoo, Museum oder DinoPark. Auch für einen längeren Familienaufenthalt bietet er eine zusätzliche Freizeitmöglichkeit.

Dieditz und Alois Musil

Dieditz (Dědice) gehört heute zu Wischau, war ursprünglich jedoch ein eigenständiger Ort. Bekannt ist der Stadtteil vor allem als Geburtsort von Alois Musil.

Musil wurde 1868 geboren und entwickelte sich zu einem bedeutenden Orientalisten und Forschungsreisenden. Er unternahm zahlreiche Reisen in den Nahen Osten, erforschte Wüstenregionen und beschäftigte sich intensiv mit arabischer Kultur, Geschichte und Geografie.

Seine Verbindung zu Wischau wird im Museum des Wischauer Landes aufgegriffen. Dieditz besitzt außerdem eine eigene Kirche und eine bis heute erkennbare historische Ortsstruktur.

Wischauer Keramik

Die Wischauer Keramik gehört zu den wichtigsten kulturellen Besonderheiten der Stadt. Ihre Entwicklung wurde durch die Tradition der Habaner beeinflusst, die in Mähren für ihre hochwertigen Fayencen bekannt waren.

Im Laufe der Jahrhunderte entstanden eigene regionale Formen und Verzierungen. Gefäße, Teller, Krüge und dekorative Objekte wurden häufig mit floralen oder volkstümlichen Motiven bemalt.

Heute ist die Keramik vor allem durch die Sammlung des Regionalmuseums präsent. Sie eignet sich besonders gut, um die Geschichte Wischaus nicht nur über Herrscher und Bauwerke, sondern auch über Handwerk und Alltagskultur kennenzulernen.

Ausflüge in das Wischauer Land

Rund um Wischau findest du zahlreiche kleinere Ziele, die sich mit einem Stadtbesuch verbinden lassen. Besonders nah liegt der Aussichtsturm Chocholík bei Drnowitz (Drnovice). Von seiner erhöhten Lage reicht der Blick über das Wischauer Land bis zu den umliegenden Höhenzügen.

Nördlich der Stadt beginnt das Drahaner Bergland mit ausgedehnten Wäldern und ruhigen Wanderwegen. Die Landschaft eignet sich für Spaziergänge, Radtouren und Ausflüge abseits der bekannteren touristischen Zentren.

Ein ungewöhnliches technisches Denkmal ist die Windmühle Ruprechtov (Větrný mlýn Ruprechtov). Sie besitzt anstelle klassischer Flügel eine seltene Halladay-Turbine.

Auch Schloss Ratschitz (Zámek Račice) und kleinere Museen zur Landwirtschafts- und Regionalgeschichte bieten sich als Ziele an.

Austerlitz und Butschowitz

Südlich von Wischau liegt Austerlitz (Slavkov u Brna). Die Stadt ist durch die Dreikaiserschlacht vom 2. Dezember 1805 bekannt. Zu den wichtigsten Zielen gehören das barocke Schloss, der historische Ortskern und die Gedenkstätten auf dem umliegenden Schlachtfeld.

Östlich von Wischau erreichst du Butschowitz (Bučovice). Das dortige Renaissanceschloss zählt zu den bedeutendsten Renaissanceanlagen Mährens. Besonders sehenswert sind der Arkadenhof und die reich verzierten Innenräume.

Beide Orte lassen sich gut mit einem Aufenthalt in Wischau kombinieren und erweitern den Besuch um bedeutende historische Schauplätze.

Für wen lohnt sich Wischau?

Wischau eignet sich besonders für Familien, die historische Sehenswürdigkeiten mit Tier- und Freizeitangeboten verbinden möchten. Zoo Park und DinoPark gehören zu den stärksten Familienzielen im weiteren Umland von Brünn.

Auch Technikinteressierte finden mit dem Luftfahrtmuseum ein ungewöhnliches Ausflugsziel. Wer sich für regionale Geschichte, Keramik und Volkskultur interessiert, sollte ausreichend Zeit für das Museum im Schloss einplanen.

Für das historische Zentrum, Schloss, Museum und Schlossgarten genügt ein halber bis ganzer Tag. Zusammen mit Zoo Park und DinoPark solltest du einen vollständigen Tagesausflug einplanen. Mit Zielen im Wischauer Land oder einem Abstecher nach Austerlitz lässt sich der Aufenthalt auf zwei Tage erweitern.

Kurzinfos

  • Deutscher Name: Wischau
  • Tschechischer Name: Vyškov
  • Region: Südmährische Region
  • Lage: Rund 25 Kilometer östlich von Brünn
  • Erste schriftliche Erwähnung: 1141
  • Historische Bedeutung: Ehemaliges Verwaltungs- und Residenzzentrum der Olmützer Bischöfe
  • Zentraler Platz: Masarykplatz (Masarykovo náměstí)
  • Bekanntestes historisches Wahrzeichen: Renaissancerathaus
  • Wichtigstes Museum: Museum des Wischauer Landes (Muzeum Vyškovska)
  • Bekannteste Familienziele: Zoo Park Wischau und DinoPark Wischau
  • Ortsspezifische Besonderheit: Wischauer Keramik und Fayencen
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: Ein Tag, mit Ausflügen bis zu zwei Tage
  • Geeignet für: Familien, Geschichtsinteressierte, Technikfreunde und Tagesausflügler
  • Nahe Ausflugsziele: Austerlitz, Butschowitz, Drahaner Bergland und Windmühle Ruprechtov